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Medizinische Hypnose – MedHyp

“MedHyp M.E.G.” – Medizinische Hypnose für Ärztinnen und Ärzte in Allgemeinmedizin, Anästhesie, Chirurgie, Dermatologie, Gynäkologie, Innere Medizin, Neurologie, Onkologie, Orthopädie, Pädiatrie, Radiologie, Urologie, u.a.. Es richtet sich auch an Dipl.PsychologInnen in Krankenhäusern und im medizinischen Arbeitsbereich.

Seit 2007 bietet das Bonner Milton Erickson Institut jährlich den M.E.G.-Weiterbildungsgang an.

Ablauf der M.E.G. – Weiterbildung “MedHyp”

  • 12 Grundseminare, genannt Med-Seminare (Med1 – Med12) (mittwochnachmittags)
  • 4 Anwendungsseminare/C-Seminare
  • Supervisionen mindestens 50 Ustd. mit Falldarstellungen

(Alle Seminare und die Supervisionstermine können auch einzeln gebucht werden.)

Überblick Med-Seminare

Med 1: Einführung, Induktion, Selbsthypnose

Einsatz im stationären u. ambulanten medizinischen Kontext, Standardhypnose, traditionelle u. Ericksonsche Hypnose: Theorie, Selbsterfahrung, Anleitung, Induktionen, Praxisaustausch. Unterschiede und Ähnlichkeiten zu anderen Kontexten wie: Psychotherapie, Beratung, Coaching, Sport und anderen speziellen Anwendungsbereichen; Standardhypnose und ihre Induktionen; Prinzipien der Ericksonschen Hypnose, Vorgehensweisen, Haltungen und ihre dahinterliegenden Grundannahmen; Erweiterungen, Einsatzgebiete; Selbsthypnose: Theorie, Selbsterfahrung, Anleitung, Einsatz.

Med 2: Direkte Induktionsmethoden

Direkte Induktionen aus der Standardhypnose u. im Ericksonschen Vorgehen. Die Vielfalt der Tranceinduktionen. Vorbereitung, „Bühne“, Durchführung, Nachbereitung und Nutzung  Einsatzgebiete: Notfallmedizin, med. Eingriffe,  Untersuchungen, Operationen, Nach- Behandlungen.

Med 3: Therapeutische Beziehung

Hypnotischer Rapport- Herstellung von Beziehung, Aufmerksamkeit, Vertrauen, Kontakt. „Pacen,  Leaden, Seeden“, Arbeit mit: Sinnesmodalitäten, Ausrichtung der Aufmerksamkeit, Musterunterbrechung, Ressourcenorientierung, Lösungsfokussierung, das ärztliche Gespräch, Diagnosemitteilung. Suggestion von Rolle u. medizinischer Kontext. das„ System Behandlung“ Der Rapport ist in jedem Kontext – aber unterschiedlich gestaltet – entscheidend für den Einsatz von Hypnose. Lernen von der Beziehungsgestaltung der verschiedenen Modelle: Psychodynamisches Modell: Arbeit mit der therapeutischen Beziehung und ihren Übertragungsmustern und Gegenübertragungsmustern. Systemisch-konstruktivistisches Modell: Konstruktivistische Arbeit mit der Selbstorganisation. Metaebenen, Perspektivenvielfalt und Beobachterabhängigkeit von Wirklichkeiten, Eigenschaften in Systemmuster erweitern usw.. Humanistisches Modell: Arbeit nach den 4 Basisvariablen von C. Rogers als Grundlage jeder therapeutischen Arbeit. Lerntheoretisches Modell: Problemanalysen und darauf bezogenes Programm aus: Lernen, Verlernen, Umlernen, Modellernen, Neulernen auf emotionaler, kognitiver und verhaltensmäßiger Ebene.

Med 4: Hypnotische Sprache und Suggestion

Die Sprache als Orientierungs- u. Fokussierungsmedium. Sprache mit reduzierenden u. auswählenden Filtern. Sprache als wirklichkeitsschaffendes Medium im sozialen Austausch u. in der Fremd-/Selbstwahrrnehmung. Sprache, ihre Suggestionen, ihre Implikationen als problemschaffendes u. lösungsschaffendes Instrument jeder Behandlung: Nocebo und Placebo- Beachtung, Sprache mit determinierendem Charakter in suggestiv bedeutsamen Situationen: Vor-, Nach- u. Während-Behandlung. Die Sprachen u. ihre Suggestionen eines Systems im prägenden Kontextes, hier Sprachliche Suggestionen im Behandlungskontext: ärztliches Gespräch: Diagnosemitteilungs-/Aufklärungs-/ Krisen-/Not-/Entwicklungs-Gespräche als Konversationstrance/Hypnose.

Med 5: Dissoziation

Hypnose ist Dissoziation u. löst Dissoziation/Trancephänomene aus. Das in Ritual- und Konversationstrance. Das vor, während, nach der Behandlung, z.B. von Willentlichen/Unwillkürlichem, Unbewusstem/ Bewusstem/ Körper/ Erleben, hier/dort, heute/morgen, heute/gestern, Problemwirklichkeit/Lösungswirklichkeit, Externalisierung/ Internalisierung,  „Dasein/Doch-nicht-dasein“ usw. Vermittlung zur Induktionen u. dann Arbeit in der Trance. Vermittlung der Dissoziationstechniken zur Induktionen von Trance u. Arbeiten in Trance/ Aufrechterhaltung der Trance während einer Behandlung. Beispiele.

Med6: Assoziation

Trance verändert die Mentalen Vorgänge beim Erinnern, Verankern, Wahrnehmen, Empfinden im Körperlichen und Seelischen, Präsentsein, „Bei-sich-sein“ usw. Über Assoziationen in Trance z.B. erprobte Erfahrungen, Zugänge zu Ressourcen u. neue Verbindung herstellen. Vermittlung, Untersuchung, Erprobung dieser Phänomene. Vorstellungsarbeit in Trance. Umsetzen in medizinischen Situationen. Transfer in Bezug auf Ihre Praxisbeispiele.

Med 7: Indirekte Hypnose

Vorgespräche, Nachgespräche, Aufrechterhaltung während der Behandlung: hypnotisch nutzen, im bedeutsam gestalteten fokussierten Kontext, Systemische Kommunikation der Beteiligten wie Behandlungsteam und Kollegen, Angehörige, Behandler. Vertrauen in Begegnung herstellen, alles Vorkommende individuell utilisieren. Dort, wo die Mitarbeit des Patienten gerade dadurch wichtig ist, dass er sich der Situation überlassen lernt (Untersuchungen, Eingriffe), ist dies auf hypnotischem Wege zu ermöglichen. Milton Erickson war der Meister der indirekten Hypnose. Von ihm stammt der Spruch: „Ich verändere niemand, ich stelle einen Rahmen her, in dem der andere sich verändern kann.“. In Konversationstrance Selbstheilung, Compliance, Eigenverantwortlichkeit evozieren. Beispiele aus medizinischen Arbeitsfeldern: Gynäkologie, Kardiologie, Schmerztherapie, Zahnmedizin usw. Wie dieser Rahmen bei medizinischen Situationen zu gestalten ist, ist die Kunst der Hypnose und ist je nach Patienten, Behandler und Anlass entsprechend zu schneidern.

Med 8: Metaphern in der Hypnotherapie

Bilder, Metaphern als analoge Sprache der Trance. Vorlagen, um eigene innere erweiterte Entwicklung an zu regen. Vieldeutig und interpretierbar für den Impulsinput und als posthypnotische Anker Metaphern in der Hypnosearbeit und Konversationstrance. Unterschiedliche Beispiele aus der Kinderhypnose und Erwachsenhypnose, Hypnose “schwieriger” Patienten und schwieriger Situationen.

Med 9: Regression

Zeitenarbeit in der Hypnose sowohl Zeitenreise in die Zukunftsperspektive als auch in die Vergangenheit. Schutzmaßnahmen. Arbeit im Prozess der Integration und  Neubewertung. Umgehen und Verflüssigen von Erfahrungen  z.B. bei spontan in Behandlungen auftretenden oder bei zuvor bekannten  Traumata. Medizinische Beispielsituationen. Geht die Lösungsorientierung mit ihrem Fokus in die Zukunft, um von hier aus Impulse für die Gegenwartsbewältigung zu bekommen, so arbeiten wir in der Regression mit der Vergangenheit bzw. mit verschiedenen Vergangenheitswirklichkeiten. Viele Menschen haben das Bedürfnis, sich Situationen als Vergangenheitserfahrungen nochmals anzuschauen und somit zu bewältigen. Die Arbeit in der Regression bedarf eines therapeutischen Mitwirkens, so dass sie angereichert mit therapeutischen Veränderungs-Angeboten zu Bewältigung führt. Dieser Einsatz von Hypnose macht z.B. auch Sinn bei der Traumabewältigung. Im geschützten Trancezustand kann hier die Traumasituation integriert werden. Schnittstelle zur Psychotherapie, aber auch Erfahrung mit spontan auftretenden Situationen während Behandlungen.

Med 10: Angst und Phobien

In Trance empfinden wir anders und so können wir hier auch zu Ängsten und Phobien einen neuen Zugang entwickeln. Wir können uns diese in einer Dissoziations-Beobachtungstrance in dosiertem Abstand betrachten, wir können sie in einer Modifizierungsarbeit verändern und unsere Wahrnehmung erweitern und dadurch wieder mehr Handlungsspielraum erhalten. Dazu kommt, dass die meisten Menschen Trance als entspannend erleben und ein Entspannungszustand auch Ängste und Anspannung ausschließt. Zudem hilft es vielen, die Selbsthypnose zu erlernen, um selbst wieder mehr Eigenkontrolle in gefürchteten Situationen zu erhalten.

Med 11: Akuter Schmerz

Einsatz bei akutem Schmerz und suggestiven Befürchtungen, Anspannungen, körperlichen Reizen. Der Hypno- Fokus: verändert die Wahrnehmung, verhilft zu mehr Kontrollmöglichkeit, unterstützt eigene Kompetenz, verlagert in Trance die Aufmerksamkeit. Lernen vom traditionellen Einsatz beim Zahnarzt. Zugang zu Ängsten und Phobien im umgeschalteten Trancezustand durch Dissoziation, Modifizierungs-, Wahrnehmungsarbeit, Reassoziation von Ressourcen. Entspannung in Trance verunmöglicht u. fokussiert andere Ausrichtung als „Ängste-Problem-Trance“. Selbsthypnose für mehr Eigenkontrolle/Selbstheilung/bessere Versorgung in angstbesetzten medizinischen Situationen. Arbeit mit Phobien. Systemische Fokuserweiterung. Beim akuten Schmerz spielen immer unwillkürlich Befürchtungen, Anspannungen und körperliche Reize zusammen. Hier haben Zahnärzte traditionell schon wirksame Techniken entwickelt. Da alle diese Faktoren psychisch und hypnotisch zu beeinflussen sind, macht es Sinn einen Rahmen zu schaffen, in dem durch Tranceentwicklung Wahrnehmung verändert wird, die Person wieder mehr Kontrollmöglichkeiten bekommt und gleichzeitig ihre eigene Kompetenz unterstützt wird, in Trance der Schmerzreiz über Aufmerksamkeit verlagert und dadurch gedimmt bis ausgeschaltet wird und die „Schmerztrance“ ihre Form verändern kann.

Med 12: Chronischer Schmerz

Chronischer Schmerz als vielfältiger Schmerz. Hypnose als Brücke zwischen Körper u. Seele. Modifizierung über die Schmerzgestalt u. Sinnesmodalitäten, sowie Symbole. Arbeit mit unwillkürlicher Ideomotorik z.B. Handlevitation. Anleitung zur Selbsthypnose. Standardinterventionsinhalte wie z.B. Wohlfühlorte, Schmerzdissoziation, Hilfe durch „innere Ratgeber“, „Stellvertreter“, „innere Antworten“, individuelle Modifizierung bei Kenntnis der Prinzipien. „Chronische Situation als Systemische Situation.“ Der chronische Schmerz ist vom akuten Schmerz zu unterschieden. Hier finden wir eine Vielzahl möglicher Interventionen in der Trancearbeit. Chronischer Schmerz greift in den Bereich der Psychotherapie. Die Hypnose ist dabei eine gute Brücke zwischen Körper und Seele. Auch hier hilft uns das andere Empfinden in Trancen und das sich allein schon durch diesen Zustand Schmerzempfinden verändert. Wie bei Ängsten können wir Schmerzen zudem in den verschiedenen Sinnesmodalitäten modifizieren, wir können sie symbolhaft werden lassen und dann mit diesem Symbol weiterarbeiten. Da Schmerzentstehung im Bereich des Unwillkürlichen liegt, ist die unwillkürliche Arbeit mit Ideomotorik dementsprechend. Anleitung zur Selbsthypnose von Schmerzpatienten. Anleitung zu individuellen auf die Person bezogene Interventionen.

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