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Kostenträger

Die gesetzlichen und privaten Krankenkassen zahlen eine Psychotherapie nach Antragstellung und psychischer Krankheitsdiagnose. Hierbei sind nur die Anwendung der sogenannten Richtlinienverfahren VT und TP und Analyse abrechenbar; gleich ob gesetzlich oder privat versichert.

Dazu ist das derzeitige Prozedere für die gesetzlich Versicherten, dass Sie die Sprechstunde eines Kassenpsychologen d.h. einen approbierten Diplompsychologen mit Kassensitz der KV (kassenärztlicher Vereinigung) aufsuchen und sich dort eine Bescheinigung zur Psychotherapie-Notwendigkeit ausfüllen lassen. Diese kann schon eine psychische Krankheitsdiagnose beinhalten, die sie zur Kostenübernahme benötigen. Mit dieser Bescheinigung suchen Sie sich einen Therapieplatz. Dort wird dann ein Antrag für Ihre KK erstellt. Sie bekommen bei der Suche nach einem „leeren“ Therapieplatz Hilfe von der Kassenärztlichen Vereinigung. (Ist das aber auch der, den sie möchten?)

Privatversicherte können direkt zu uns zur Richtlinienpsychotherapie kommen. Dann stellen wir den Antrag.

Sie zahlen Ihre Psychotherapie selbst: das trifft auf Sie zu, wenn Sie eine über die Richtlinien hinausgehende Psychotherapie bei einem approbierten Diplompsychologen erhalten möchten, z.B. eine Psychotherapie im wissenschaftlich anerkannten Verfahren der Systemischen Therapie oder eine eigenständige Hypnotherapie/Psychotherapie nach M. Erickson.

In unserem Institut und in der Psychotherapie-Praxis sind wir gerade in den letzteren  Methoden spezialisiert. Wir lehren sie in unserem Weiterbildungsbereich den ärztlichen und psychologischen Kollegen. Dazu sind wir von den Psychotherapeutenkammer NRW und RLP akkreditiert. Obwohl diese weitergehenden Verfahren sogar von den Kollegen der Richtlinie bei uns erlernt wurden und erwünscht sind, können diese sie dann aber auch nicht angemessen abrechnen. Sie integrieren sie dann in ihre Richtlinie. Da wir also einen wichtigen Teil unserer Psychotherapiearbeit in Hypnotherapie und Systemischer Therapie nur privat oder selbst zahlend abrechnen können, haben wir unseren Kassensitz an jüngere Kollegen weitergeben.

Von Gesetzes wegen können Sie dennoch als gesetzlich Versicherte zu uns zu einem Richtlinienverfahren kommen nach dem Prinzip der Kostenerstattung. Dabei können Sie auch nur die Richtlinienverfahren (VT, TP, A) erhalten. Nur die Richtlinienverfahren sind – gleich ob gesetzlich oder privat versichert- von mit der KK abrechenbar. Mit Privatkassen können wir ohne Kassensitz abrechnen, aber auch nur die Richtlinientherapie und nach Antragstellung.

Eigenständige Hypnotherapie oder wissenschaftlich anerkannte Systemische Therapie können wir Ihnen nur selbst in Rechnung stellen.

Kommentar:

Ich kenne keine andere Leistung der gesetzlichen Krankenkassen, die so reglementiert ist wie die Psychotherapie-Kostenübernahme. Dies bezüglich der Begrenzung auf Verfahren. Hier werden sogar wissenschaftlich offiziell anerkannte Verfahren nicht erstattet.

Zudem ist die Hürde, zunächst eine vorgeschriebene Sprechstunde aufzusuchen bevor Sie dann einen Psychotherapeuten konsultieren dürfen, unzumutbar. Ebenso ist es unzumutbar, einen „leeren“ Therapieplatz einzunehmen, ungeachtet dessen, ob Sie einen anderen approbierten Psychotherapeuten Ihres Vertrauens wählen möchten. Zudem boykottieren die gesetzlichen Krankenkassen ihr Patienten-Recht, die Kostenerstattung bei einem approbierten Psychotherapeuten zu wählen.