Logo AML Institut Systeme Logo Milton Erickson Institut Bonn Homebutton

Gesprächspsychotherapie „GT“

Psychotherapien haben jeweils ihre eigene Hintergund-Philosophie. Das lässt sich allerdings weder mit ihrem Namen ausdrücken noch von ihm herleiten. Die „Gesprächspsychotherapie oder klientenzentrierte, auch personenzentrierte Psychotherapie nach Carl Rogers“ ist ein sogenanntes humanistisches Verfahren, das in den 70er/80er Jahren ein von den meisten Diplom-Psychologen präferiertes Vorgehen war.

Beim Psychotherapeuten-Gesetz 1999 nicht Richtlinienverfahren geworden, fiel sie als bedeutsames Psychotherapie-Verfahren einfach weg. Sie spielt im Beratungskontext weiterhin eine große Rolle.

Ihre Prinzipien für die therapeutische Arbeit und Beziehung liegen jeder Psychotherapie zugrunde.

Wie Sie in unseren Team-Porträts sehen, haben die Mitglieder unseres Teams Ausbildungen darin abgeschlossen. Die Grundhaltung fließt auch in unsere Arbeit fundiert ein.

Ihre Vorgehensweise:

Carl Rogers war der erste Psychotherapie-Gründervater, der nicht mit psychischen Krankheits-Diagnosen arbeitete. Er glaubte, diese erfassen das Wesentliche eines Menschen nicht. Er begann seine Arbeit direkt damit, dass er mit dem Klienten (so nannte er seine Patienten und sein Vorgehen, daher klientenzentrierte Psychotherapie) direkt in eine Entwicklung hinein arbeitete.

Seine Vorstellung war, dass ein Mensch in sich einen Drang nach Entwicklung hat. Störungen kommen dann zustande, wenn er seiner Selbstaktualisierung nicht folgen kann, da sein Selbstbild und seine Erfahrungen divergieren.

Er braucht dann einen Psychotherapeuten, der ihm seine Innenwelt gefühlsmäßig und erlebensmäßig spiegelt. Dadurch verdeutlicht dieser dem Klienten, dass sein Erleben nachvollziehbar ist und helfe ihm wieder, sich selbst anzunehmen. Die Grundhaltungen einer solchen therapeutischen Entwicklungsbeziehung sind dementsprechend:

  1. VEE – Verbalisieren emotionaler Inhalte
  2. Bedingungslose Annahme und unbedingte Authentizität
  3. Wertschätzung und Empathie
  4. Weitere Variablen folgten wie z.b. Selbsteinbringung, angemessene Konfrontation folgten.

Die GwG – Gesellschaft für Personenzentrierte Psychotherapie und Beratung e.V. (bis 2012 Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie) wurde 1970 gegründet und besteht in Köln.

Die Bundespsychotherapeutenkammern haben die GT als wissenschaftliches Verfahren zuerst anerkannt, zögerten dann aber als der derzeitige wissenschaftliche Beirat in seiner Besetzung mit Professoren anderer Fachrichtungen diese nicht anerkannten.