{"id":51,"date":"2017-07-25T14:53:51","date_gmt":"2017-07-25T12:53:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.institut-systeme.de\/html?page_id=51"},"modified":"2018-11-20T13:01:58","modified_gmt":"2018-11-20T12:01:58","slug":"paartherapie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.institut-systeme.de\/html\/psychotherapie-aml\/therapie-settings\/paartherapie\/","title":{"rendered":"Paartherapie"},"content":{"rendered":"<h3><u>Institutss\u00e4ule Paartherapie<\/u><\/h3>\n<ul>\n<li>Als Dipl. Psychologen f\u00fchren wir Paartherapie durch.<\/li>\n<li>Seit 1990 entwickeln wir Konzepte zum Vorgehen in der Paartherapie und ihren Themen.<\/li>\n<li>Wir lehren unsere Konzepte zur Paartherapie auch im Rahmen Systemischer Curricula\/Seminare und Hypno-Systemischen Curricula.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>F\u00fcr Klienten:<\/h3>\n<p>In Beziehungen werden wir mit unseren personalen Unterschieden und Einseitigkeiten konfrontiert. Helfen zu Beginn noch Anziehung und Hormone bei der Partnerfindung, gehen wir dann in den Prozess zu zweit. Nat\u00fcrlich entstehen auch schon Themen zu Beginn der Partnerfindung\u00a0 und ebenso im weiteren Prozess des Miteinanders und der klassischen Lebensphasen wie z.B.: Zusammenziehen, Familiengr\u00fcndung, Kinderwunsch, Kinderaufziehen und Elternsein, wieder sich als Paar neu (er)finden. Diese klassischen Paarthemen unserer Kultur \u00e4ndern sich, da sich die Lebenswelten \u00e4ndern. Neue Themen kommen dazu: Patchworkfamilien, Lebensgemeinschaften mit neuen Themen, gleichgeschlechtliche Partnerschaften, andere Lebensentw\u00fcrfe. Es scheint aber, dass der Prozess in jeder Beziehung dann weiter bestimmt wird von der L\u00f6sung der Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>N\u00e4he und Distanzbed\u00fcrfnis<\/li>\n<li>Freiheit und gemeinschaftliches Wir<\/li>\n<li>die Beziehung in der sozialen Kommunikation und anderen Systemen<\/li>\n<li>die zum &#8220;Wir&#8221; erforderliche besondere Beziehungskommunikation<\/li>\n<li>Auseinandersetzung mit den auftauchenden Lebensthemen und Schicksalen wie Krankheit, Arbeitsbedingungen usw.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alle diese Themen erfordern eine hohe emotionale und soziale Kompetenz. Und dies nicht nur bei einem, sondern bei beiden und bei beiden dann im Miteinander. In jeder Verbindung gibt es Krisenzeiten und L\u00f6sungen oder Trennungen. Insofern gibt es viele Ansatzpunkte, sich weiter zu entwickeln. Wir stehen Ihnen zur Seite in unserer Paartherapie. Dies in Einzel- und in Paarsitzungen. Diese wird bestimmt von Ressourcen- und Resilienzmodellen, wie sie unsere hypno-systemische Arbeitsweise nahe legen.<\/p>\n<h3><strong><u>Entwicklungen und Ausf\u00fchrungen f\u00fcr Fachkollegen<\/u><\/strong><\/h3>\n<h3><u>Hypno-Systemische Paartherapie &#8211; Wie wirkt hier Fokussetzung? <\/u><\/h3>\n<p>Menschen und ihre Lebenswirklichkeiten sind hoch komplex. Insbesondere in einer<strong> Problemsituation<\/strong> und <strong>Paarkrisen<\/strong> <strong>erleben wir sehr verstrickte Situationen<\/strong>. Vergangenheits- und Kausalfokussierungen herrschen vor &#8211; insbesondere Schuldzuschreibungen, Vorw\u00fcrfe, Abwertungen, Defizitorientierung und Pathologisierungen. Fokussierungen sind dann auch schon stressbedingt ung\u00fcnstig. Sie beruhen auf eigenen oder sozial geteilten Annahmen und Festschreibungen, meist in abwertender Eigenschaftsform. Der Partner ist \u201e\u2026..\u201c. Immer wiederkehrende Interaktions- und Emotionsmuster fahren die Situation noch fester bei dem verzweifelten Versuch auf L\u00f6sung. (Wie ein im Schlamm rotierendes Auto immer tiefer versackt).<\/p>\n<p>Mit L\u00f6sungen erster Ordnung d.h. dem Eingehen durch Wiederholungen im Schildern, Beklagen, Erz\u00e4hlen, Erkl\u00e4ren lassen, ist dem Problem nicht zu begegnen. Mit Sicherheit sind solche Problem-Wirklichkeits-Konstruktionen nachvollziehbar. Sie sind jedoch f\u00fcr eine Behebung der Problematik weder g\u00fcnstig noch weiterbringend. In der Therapie sollen diese Wiederholungen vermieden werden. Stattdessen wird hier Komplexit\u00e4t effektiv reduziert und der Fokus im Gespr\u00e4ch therapeutisch verantwortlich gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Der Paartherapeut \/ die Paartherapeutin klingt sich in die Prozessf\u00fchrung verantwortlich ein und erweitert die Krisensituation mit neuen Erfahrungen und M\u00f6glichkeiten f\u00fcr neue Wege.<\/p>\n<p>Folgt er\/sie einem konstruktivistischen Modell von Ver\u00e4nderungskommunikation (worauf sich Ericksonsche und Systemische Methoden begr\u00fcnden), so findet ein konsequenter Perspektivenschwenk statt auf Zukunft, Ressourcen, Kompetenzen, Ausnahmen, W\u00fcnsche usw.. Es findet insbesondere ein bedeutsamer \u201ehypnotischer\u201c Rahmen statt, in dem neue erweiternde Erfahrungen gemacht werden k\u00f6nnen und diese verankert werden.<\/p>\n<p><strong>Paartherapiearbeit im \u201eBonner Ressourcen Modell\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das \u201eBonner Ressourcen Modell\u201c kombiniert systemische, l\u00f6sungsorientierte und Ericksonsche Vorgehensweise zu einem Modell mit ausgepr\u00e4gter Prozess- und Schleifenarbeit. Dabei werden die St\u00e4rken einer Prozessf\u00fchrung vom systemischen und l\u00f6sungsorientierten Vorgehen ebenso genutzt wie die St\u00e4rken des Ericksonschen Vorgehens, durch inneren Suchprozessen den Prozess hilfreich anzureichern. <\/strong><\/p>\n<p><strong><u>Professionelle Kommunikation und paartherapeutische Prozessf\u00fchrung<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Wir arbeiten auch in der Paartherapie mit 2 wichtigen Ebenen:<\/p>\n<p><strong>Einmal mit der Prozessebene<\/strong>, die den Prozess stringent unterst\u00fctzt, und dann mit der <strong>Schleifenebene<\/strong>, die diesen Prozess immer wieder anreichert mit innerem Material. Die Prozessebene ist wichtig, um auf Entwicklung und einen Prozess auszurichten.<\/p>\n<p>Die Schleifenebene regt diesen Prozess mit analoger Arbeit, Brainstorming, systemischen Darstellungen, Symbolarbeit und dem ganzen Inventar Ericksonschen Vorgehens an. Letzteres beinhaltet die Kunst, einen Rahmen so zu setzen, dass selbst eingefahrene Situationen im anderen Licht gesehen werden k\u00f6nnen. Dann werden sie anders angehbar und es entstehen Ressourcen, gesunde Anteile werden wieder sichtbarer, sowie die besonderen Seiten der Partner und der Beziehung.<\/p>\n<p><strong><u>F\u00fcr das Vorgehen hei\u00dft das:<\/u><\/strong><\/p>\n<p><strong><u>1. <\/u><\/strong><strong><u>die Beachtung der Fokussetzung in der Prozessf\u00fchrung <\/u><\/strong><u>auf <\/u><\/p>\n<ul>\n<li>Auftragskl\u00e4rung<\/li>\n<li>Zielkl\u00e4rung<\/li>\n<li>Prozessf\u00fchrung mit ihren jeweiligen Etappen (Flussdiagramm)<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><u>2. und Anreichern in der Schleifenf\u00fchrung im Ericksonschen Stil <\/u><\/strong><u>mit<\/u><\/p>\n<ul>\n<li>Analogem<\/li>\n<li>Geschichten, Symbole, Metaphern<\/li>\n<li>Beachten der Kommunikation<\/li>\n<li>Suggestive Aufgaben und Prozessentwicklung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie sieht hier nun Prozessf\u00fchrung aus?<\/p>\n<p>Der Therapeut stellt einen Rahmen der Kommunikation zur Verf\u00fcgung, die konsequent den Prozess zum Ziel hervorruft u.a. durch:<\/p>\n<ol>\n<li>Ankoppeln an die Situationsdarstellung des Paares und der einzelnen Partner<\/li>\n<li>Auftragskl\u00e4rung zur Zentrierung des Prozesses und Kl\u00e4rung im Klientenpaar selbst und f\u00fcr das Klientenpaar<\/li>\n<li>Zielkl\u00e4rung, die die ganze Paartherapie als Intervention weiter begleitet<\/li>\n<li>Vielseitige Befragung (Ausnahmen-, Zeitenwechsel, Fokiwechsel) zur F\u00f6rderung bereits vorhandener Paar-Ressourcen und Erschaffung neuer<\/li>\n<li>Evozierendes Begleitung der Ver\u00e4nderungen und ihrer Erfordernisse, ihrer Schritte, Vorkommnisse und Modifikationen<\/li>\n<li>Systemische Metasicht auf Therapieprozess, Paarentwicklungsprozess, relevante Vernetzungen<\/li>\n<li>Hervorrufen neuer Erfahrungen und Handlungen als Paar und damit Hilfe zur Neuerschaffung von Paarwirklichkeit<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Da Auftrags- und Zielkl\u00e4rung wesentliche Arbeitsinstrumente sind, werden sie hier ausf\u00fchrlicher beschreiben. Sie sind nicht nur zu Beginn des Prozesses, sondern immer wieder zur Zentrierung und Kl\u00e4rung als Prozess- Interventionen wichtig.<\/strong><\/p>\n<p><strong><u>Auftragskl\u00e4rung, das hei\u00dft:<\/u><\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr den\/die PaartherapeutIn, dass er\/sie kl\u00e4ren hilft, dass ein Auftrag in der Paartherapie entsteht, der auch erreichbar und evaluierbar sein sollte. Damit tr\u00e4gt er\/sie dazu bei, dass das Paar auch sein Ziel erreichen kann. Die Antworten sind f\u00fcr das Paar die erste Kl\u00e4rungshilfe. Das Paar ist aufgefordert zu kl\u00e4ren, was Sie mit der Paartherapie anstreben. Was erwarten Sie, was erhoffen sie; wie wollen Sie die Paartherapie f\u00fcr sich nutzen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Partner: Auch einzeln werden Sie im Paargespr\u00e4ch geh\u00f6rt. Hier erfahren Sie, dass es Unterschiede gibt und dass jeder darin ernst genommen wird.<\/p>\n<p>PatientInnen f\u00fchlen sich oft nach dem medizinischen Modell krank, hilflos, als Opfer der Situation, der Umst\u00e4nde, der Vergangenheit, des K\u00f6rpers, der inneren Konflikte, der PartnerInnen, unwillk\u00fcrlicher innerer Vorg\u00e4nge usw.. Sie geben Verantwortung ab an den Fachmann\/die Fachfrau, die ihren Fall zu l\u00f6sen hat. In der Psychotherapie ist das \u201eOpfer\u201c der Situation wieder zum Akteur f\u00fcr sich zu machen. Die alten De Shazer Kriterien von \u201edem Besucher, Klagenden, aktiven Klienten\u201c, wurden noch von ihm selbst insoweit revidiert, dass nach systemischem Denken nat\u00fcrlich der Therapeut als Beobachter ein solche Bewertung des\u00a0 Geschehens mit definiert. Es ist Prozessaufgabe des Paartherapeuten diese Situation so zu gestalten, dass ein aktiver Prozess entstehen kann bzw. die noch davor bzw. innerhalb dessen auftretenden zu kl\u00e4renden Aspekte anzusprechen. Das k\u00f6nnen sein: Ambivalenzen, unzureichende Motivation, fehlende Information usw.<\/p>\n<p><strong>In der Paartherapie geht es um zwei KlientInnen\/Auftraggeber. Ihre Auftr\u00e4ge k\u00f6nnen zudem differieren:<\/strong>\u00a0sehr oft wird davon ausgegangen, dass der Fachmann \/ die Fachfrau f\u00fcr das Paar inhaltlich wei\u00df, was zu tun ist. An dieser Stelle ist die Kompetenz des\/der TherapeutIn gefragt, die inhaltliche Verantwortung zur\u00fcckzugeben. Die Auftragskl\u00e4rung beinhaltet die individuelle selbstverantwortliche Kl\u00e4rung dessen, was in der Therapie zu tun ist, damit sie effektiv sein kann. Welche Verantwortung tragen die Klienten? Was wollen sie bzw. wohin wollen sie kommen?<\/p>\n<p><strong>Auftragskl\u00e4rung hei\u00dft, einer paradoxen Situation zu begegnen:<\/strong><\/p>\n<p>sich hilflos empfindende oder agierende \u201ePatienten\u201c zu aktiv arbeitenden Klienten zu machen, indem sie ihre Auftr\u00e4ge kl\u00e4ren. Erfahrene TherapeutInnen wissen, wie wichtig diese Schwelle f\u00fcr den weiteren Prozess des Klienten ist. Zudem wird gerade auch in anderen Gebieten wie z.B. der Mediation die Wirkung einer guten Prozessf\u00fchrung statt fremdbestimmter Rechtssprechung entdeckt. An dieser Stelle kommen in der Paartherapie Ambivalenzen und Zielkonflikte zutage wie z.B. Partner, die eigentlich nur \u201emitgeschleppt\u201c wurden oder im Schutzrahmen der Therapie eine schon beschlossene Trennung erkl\u00e4ren. Bei letzterer Situation fragt sich auch, was Entwicklung dann w\u00e4re.<\/p>\n<p><strong>Die Kontextbedingungen<\/strong> des Auftrages sind zu kl\u00e4ren wie \u00dcberweisungskontext und dessen Erwartungen, andere (Einzel-) Therapie und dortige Arbeit usw..<\/p>\n<p>Oft begegnen wir Paaren, die parallel Einzeltherapie bzw. anderen Beratungen und Behandlungen machen. Dabei ist das systemische Zusammenwirken zu kl\u00e4ren.<\/p>\n<p><strong>Zielkl\u00e4rung: <\/strong><\/p>\n<p>Heute w\u00fcrde jedes Therapiemodell Zielkl\u00e4rung an den Anfang setzen. Im Hypnosystemischen Vorgehen aber erh\u00e4lt dieses Tool den Wert einer Intervention. Es dient weniger zur Kenntnis f\u00fcr den\/die TherapeutIn als zur Zentrierung f\u00fcr die Klienten.<\/p>\n<p>Es ist also zu kl\u00e4ren, was angestrebt wird und welche ersten Visionen m\u00f6glich sind. Erreichbare Ziele sind konkret, realistisch, herbeif\u00fchrbar und positiv. Gerade die Suggestionsforschung unterstreicht dies. Erreichbare Ziele k\u00f6nnen aus suggestiven Gr\u00fcnden nicht das Gegenteil von Symptomen sein. Also statt Streiten nicht Nicht-Streiten, analog also auch nicht statt Schmerzen Schmerzlosigkeit, sondern das \u201eStattdessen\u201c. Es existiert die m\u00f6gliche Hypothese, dass ein sich entwickelndes Symptom eine Funktion hat oder bekommen hat oder im \u00f6kologischen Zusammenhang steht. Dann beinhaltet jeder Zielzustand eine Entwicklung und andere Qualit\u00e4t. (Ein Sonnentag hat im Unterschied zum Regentag eine andere Qualit\u00e4t und ist nicht definierbar als Tag ohne Regen). <strong>Also nach der schon klassischen Methode der Wunderfrage:<\/strong>\u00a0Wie s\u00e4he der Tag nach dem Wunder aus. Ein erstes Therapieziel ist es, dazu Antworten zu finden. Bei der Wunderfrage wird nach einer Zukunft gefragt und der Weg dahin erst einmal \u00fcbersprungen. So wird im Kontakt mit der Zukunft aber eine wichtige suggestive Kraft erzeugt um den fokussierten Weg dahin zu finden.<\/p>\n<p><strong>Paartherapie: Was soll am Ende stehen. Welchen Zustand wollen sie erreichen.<\/strong><\/p>\n<p>Wir arbeiten im weiteren Prozess immer mit den beiden Ebenen Prozessebene und Anreicherungsebene\/ Schleifenebene. Diese Arbeit ist eingebettet in eine grunds\u00e4tzliche Haltung, die den Klienten Respekt entgegenbringt und Ressourcen voraussetzt. Dies selbst, wenn die Klienten diese bei sich in einer Problemsituation nicht mehr wahrnehmen und deshalb Hilfe suchen.<\/p>\n<p>1. Wie sieht die Schleifenarbeit aus?<\/p>\n<ul>\n<li>Erfassen der problemsuggestiven Kommunikation des Paares<\/li>\n<li>Erm\u00f6glichen andere Erfahrungen durch Kommunikation und Sprache (Milton- und Metamodell)<\/li>\n<li>Beachten der inneren Festannahmen, Werte, geistigen Attraktoren und der Unterschiede zwischen den Partnern<\/li>\n<li>Hervorbringen ungelebter, ungedachter, ungef\u00fchlter Ressourcen<\/li>\n<li>Anregen durch (Fall) Geschichten und Metaphern<\/li>\n<li>Skulpturarbeit, Trancearbeit, innere Arbeit<\/li>\n<li>Kommunuikationsstrategische Angebote mit Aufgaben<\/li>\n<\/ul>\n<p>2. Entwicklung der Paarbeziehung<\/p>\n<p>Unterschiede zwischen zwei erwachsenen Menschen sind normal. Also besteht die zu l\u00f6sende Paaraufgabe darin, wie das Paar mit Unterschieden umgeht, ohne die Autonomie des Einzelnen aber auch die Verbundenheit untereinander aufzugeben. Die Herausforderung besteht darin, L\u00f6sungen daf\u00fcr zu finden gerade auch bei Unterschieden in beide existentiell betreffenden Fragen wie z.B. die Kinderfrage, die berufliche Entwicklung, das Eingehen von anderen Partnerbeziehungen usw.<\/p>\n<p>F\u00fcr Paare sind nach der Metaanalyse von Hahlweg 1986 <strong>s<\/strong><strong>tabile Pers\u00f6nlichkeitsmerkmale weniger bedeutsam f\u00fcr Paarprobleme als die Interaktion. Und es gibt kaum Zusammenh\u00e4nge zwischen Ehequalit\u00e4t und Pers\u00f6nlichkeitseigenschaften bzw. \u00c4hnlichkeit der Partner. <\/strong><strong>Das ist nat\u00fcrlich hochinteressant und f\u00fcr eine Pathologieperspektive unerwartet.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong><u>Probleml\u00f6sef\u00e4higkeit aber kann entwickelt werden. <\/u><\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a03. Methodisches Vorgehen<u><br \/>\n<\/u><\/strong><\/p>\n<p><strong>\u201eSystemisches Denken und Arbeiten\u201c<\/strong> <strong>hei\u00dft hier:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die Konstruktivistische Haltung: inhaltliches Erkunden und Respekt vor jeder einmaligen Paarwirklichkeit, Beachten des Fokus der Aufmerksamkeit<\/li>\n<li>Erweiterung vom Intra-Personalem zu Inter-Personellem, von Eigenschaften zu Interaktionen, um systemische Muster und ihre R\u00fcckbez\u00fcglichkeiten zu verstehen<\/li>\n<li>Erweitern von Ph\u00e4nomenen durch Kontextbezug<\/li>\n<li>Beachten der Beobachterabh\u00e4ngigkeit von Wirklichkeit, von Problem und L\u00f6sung<\/li>\n<li>Einf\u00fchren von Mehrperspektivit\u00e4t und Allparteilichkeit um Einseitigkeit zu erweitern<\/li>\n<li>Erw\u00e4gen der Kosten-Nutzenbilanzen f\u00fcr Problem- und L\u00f6sungswirklichkeit<\/li>\n<li>Beachten relevanter vorhandenen Systemdynamiken<\/li>\n<li>Metakommunikation, Metahilfen, Metahaltung wie z.B. Humor, Externalisierung\/Dissoziation in der Trennung von Personen und Problemen, Reframings-Hilfen (ein Vorgehen, das sich aus der Mehrperspektivit\u00e4t ableitet), F\u00f6rderung des Prozessdenkens, des M\u00f6glichkeitssinns mit Ratifizierung und F\u00f6rdern von Ver\u00e4nderungsschritten durch Darstellungen, Ritualen, Skalierungen<\/li>\n<li>Wirklichkeitsrelativierung durch Aufweichung zu \u201eeingefrorener\u201c Wirklichkeit von Konstrukten und von ung\u00fcnstigen Reduktionen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Systemische Tools helfen dabei durch Interventionen wie:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Gemeinsame Zirkel und Muster entdecken und wieder aufl\u00f6sen<\/li>\n<li>Feste Konstrukte und Zuschreibungen \u00fcber den Anderen erkennen und aufl\u00f6sen<\/li>\n<li>Die Perspektive des anderen annehmen bis hin zur hilfreichen \u00dcbung, einmal zum Anwalt des Anderen und seiner Perspektive zu werden<\/li>\n<li>Draufsicht auf die Situation in Skulptur-Arbeit und Landkarten, die zur Zielkarte ver\u00e4ndert werden.<\/li>\n<li>Tools zur Arbeit mit Unterschieden, unterschiedlichen Bed\u00fcrfnissen und Interessen<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u201eHypnotisch-Ericksonsches Denken und Arbeiten\u201c<\/strong> hei\u00dft hier:<\/p>\n<ul>\n<li>Einsetzen von g\u00fcnstiger Aufmerksamkeit im Unterschied zum bisherigen Problemerleben- Suggestive Ausrichtung<\/li>\n<li>Beachten und Aufl\u00f6sung von auftretenden Suggestionen, Festschreibungen und Attribuierungen<\/li>\n<li>Aktivierung neuer Selbstorganisation im Paar und in den Partnern<\/li>\n<li>B\u00fchne bauen f\u00fcr neue bedeutsame Erfahrungen als Paar und als Partner<\/li>\n<li>Erweiterung durch die Arbeit mit dem UBW, definiert als Intuition, innerer Erfahrungsspeicher und inneres Wissen<\/li>\n<li>Anbieten von Interventionen, die neues Erfahren durch ungewohntes Tun erm\u00f6glichen<\/li>\n<li>Anbieten von Konversationstrance mit Dissoziation, Assoziation, Ritualen und der Arbeit mit inneren Bewusstseinszust\u00e4nde usw.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>4. Bew\u00e4hrte Leithaltungen<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Professionelle Allparteilichkeit und viel Erfahrung zum Thema, die st\u00e4ndig weiterentwickelt wird<\/li>\n<li>Haltung des inhaltlichen \u201eNicht-Besser-Wissens\u201c und dem Respekt vor der pers\u00f6nlichen Situation f\u00fcr das Paar<\/li>\n<li>Respektvolles Erkunden der speziellen Paarsituationsmuster bei gleichzeitiger Gelassenheit gegen\u00fcber vom Paar noch so krass erlebten Mustern<\/li>\n<li>Wissen um die Ressourcen von Menschen und guter Therapie bzw. Ver\u00e4nderungsarbeit<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a class=\"ninja_pages_read_more\"  href=\"https:\/\/www.institut-systeme.de\/html\/psychotherapie-aml\/therapie-settings\/paartherapie\/\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":47,"menu_order":1,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-51","page","type-page","status-publish","hentry"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.institut-systeme.de\/html\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/51","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.institut-systeme.de\/html\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.institut-systeme.de\/html\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.institut-systeme.de\/html\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.institut-systeme.de\/html\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=51"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.institut-systeme.de\/html\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/51\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1094,"href":"https:\/\/www.institut-systeme.de\/html\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/51\/revisions\/1094"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.institut-systeme.de\/html\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/47"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.institut-systeme.de\/html\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=51"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}