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Das Systemische Seminar: Wirkungsverstärkung der Hypnosearbeit durch Systemisches Denken und Arbeit in schwierigen Fällen

7. Mai 2020 - 8. Mai 2020

Anwendungsseminare

Schwerpunkte/Inhalte:

Erkenntnisse, Haltungen und Interventionen des Systemischen Denkens & Arbeitens werden entweder schnell unterschiedslos in Veränderungskonzepte anderer Herkunftsphilosophie integriert oder als provozierend anders erlebt. Letzteres gilt z.B. für eine konsequente konstruktivistische Ressourcenarbeit und die besondere Interventionsbedeutungen von Auftragsklärungen. Es lohnt sich aber, sich damit auseinanderzusetzten, wie Systemisches Denken & Arbeiten gerade in komplexen und schwierigen Situationen die eigene Therapie/Beratungs-Kompetenz erhöht. Andererseits ergänzt hypnokommunikatives Denken und Vorgehen ein systemisches um das Wissen und Nutzen von Suggestionen.

Das Seminar zeigt die Unterschiede im Hintergrunddenken und im Vorgehen zu einem individuell, kausal fokussierenden und pathologie- bzw. problemfokussierenden Vorgehen auf.  Daraus leiten sich dann erst systemische Interventionen für die Veränderungsarbeit ab. Dies für die Beratung, die Psychotherapie und insgesamt als systemische Perspektive in allen Kontexten.

Ähnlichkeiten von systemischem Denken und Vorgehen bestehen zum ericksonschen Vorgehen und  finden sich konsequent im Hypnosystemischen.

Gemeinsam ist insbesondere das Ernstnehmen einer Wirklichkeitserschaffung, die sich über Kommunikation, Kontexte, Aufmerksamkeitsfoki und Konstrukte suggeriert.

Daraus begründet sich im Vorgehen die besondere Beachtung:

  • eines Selbstorganisatorischen Prozesses
  • von Meta-Dissoziations-Reflexion und Re-Assoziation
  • eines Ressourcen-Fokus
  • einer besonderen Aufweichung von Konstrukten bzw. Annahmen
  • von vielfältiger Perspektivenarbeit
  • von Kommunikation mit und durch Sprache
  • von Kontexten
  • der Ausrichtung von Wirklichkeit im System der Beratung, Psychotherapie

Das führt dann unmittelbar in die Arbeit zur prozessanregenden Arbeit mit der Selbstorganisation eines Menschen oder Systems.

Anhand von Beispielen und Übungen wird erfahrbar gemacht, wie systemisches Denken gerade in eingefahrenen Situationen des (Arbeits-, Führungskräfte-, persönlichen ) Lebens ebenso wie auch in einer Psychotherapiearbeit von Patienten und Beratungsarbeit erweiternd wirkt.

Vom Denken abgeleitet ergeben sich Haltungen und wiederum darin eingebettete Tools, die wieder Flexibilität und Utilisationsfähigkeit erhöhen. Die erweiterte Flexibilität wirkt sich aus in anderen Gedanken, Empfindungen und Optionen für eine Situation.

Insofern sind sie eine gute Voraussetzung dafür, effektiver mit Wirklichkeiten umgehen zu lernen.

Systemische und Hypnosystemische Interventionen:

  • Veränderung durch Beachtung von nichtinstruktiver Beeinflussbarkeit (Konzept der Selbstorganisation und systemischen Beteiligung im Beratungssystem).
  • Veränderung durch die Wirksamkeit von besonderer Ankoppelung und Ausrichtung durch Befragungen und anderer Tools der Wirklichkeitserschaffung wie z.B. durch Zielvisionen, Auftragserkundungen, Ambivalenzen – Erkennung usw. – dies mit Hilfe typischer systemischer Frageinterventionen und Feedbackarbeit.
  • Veränderung durch Ressourcenausrichtung, da objektive Wahrheit immer als beobachtergeprägt, ausschnitthaft und insofern immer erweiterungsfähig anzusehen ist. Dies u.a. mit Hilfe der Tools der Fokusbefragung, des ausgerichteten Interviews.
  • Veränderung durch Beachtung des Eingebunden-Seins in soziale Netze mit deren systemischer Einflussnahme bei Entstehung, Aufrechterhaltung und vor allem auch Änderung von Störungen an Einzelpersonen und Situationen. Dies u.a. mit Hilfe von Darstellungen, Tools des “Draufblicks”, der Beachtung der Landkarte und auch zukünftiger Landkarten.
  • Veränderung durch Änderung bzw. Erweiterung von Perspektiven, also Beobachterperspektiven, Zeitperspektiven, Perspektiven relevanter Personen, Teileperspektiven usw.. Dies mit Hilfe von Tools, die Perspektivenwechsel bewirken.
  • Veränderung durch weitere hilfreiche Interventionen, die aus hypno- systemischem Erkenntnishintergrund entstehen und insbesondere Sprache, Kontexte, Vorstellungserweiterung beachten. Tools der Frageinterventionen mit spezifischen und unspezifischen suggestiven Ausrichtungen, Aufgabenstellungen, Externalisierungen, Teilearbeit, Kommunikationsstrategien und analoge Darstellungen bzw. Systemaufstellungen.
  • Veränderung durch die Reflexion des Vorgehen und der eigenen Kommunikation als einem relevanten System für Veränderung, damit Beratung – Coaching – Psychotherapie selbst nicht zum Problem wird. Tools der Meta-Befragung in der offenen Supervision mit dem Klienten bzw. auch Reflecting-Team-Angeboten.
  • Veränderung durch Anregungen zum Veränderungs-Prozess und seines Verlaufs mit Beginn, Evaluation, Ende. Tools der Frage-Interventionen zu Prozessverlauf und seiner Evaluation z.B. verschiedene Skalierungen, Phasen und Prozessbetrachtungen.

Zielgruppe:

Für die TeilnehmerInnen der KomHyp-Ausbildung gilt dieses Seminar als Kom 8.

Für die TeilnehmerInnen der KliHyp-und Medhyp-Fortbildung gilt es als C-Seminar.

Gerade auch Psychotherapeuten und Ärzte sind in vielfältiger Weise mit Systemen konfrontiert, die direkt und indirekt Einfluss nehmen und erkannt werden sollten.

Es ist aber auch ein offenes Seminar für KollegInnen, die im therapeutischen und Beratungsbereich systemisches Know-How erwerben möchten.

Das Seminar verstärkt insofern ihre Hypno-Systemische Kompetenz. Es wendet sich an alle KollegInnen der Veränderungsarbeit

  • in beraterischen Kontexten: hier geht es darum Setting, Prozess und Interventionen ins Systemische zu erweitern.
  • in therapeutischen Kontexten: hier geht es darum, die individuelle pathologische Sicht zu erweitern in systemische Zusammenhänge und Prozessperspektiven.
  • wie auch im Coaching an Führungskräfte, die ihre Führungsaufgaben in MA-Führung und strategischer Ausrichtung intensivieren möchten. Hier geht es für die Leitungskräfte darum, mit den Herausforderungen der Leitungsposition gleichzeitig reflektiert besonnen und aktiv anpackend umgehen zu können.

Didaktik:

Inputs, Demonstrationen und Übungen systemischer Tools, Beispiele aus den Institutsbereichen, dem Praxis- und Coachingbereich, Rollenspiel, Kleingruppen, Handout.

Anmeldung


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