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Das Suggestionsseminar: Fatale Suggestionen erkennen, auflösen – günstige einführen, verankern

28. März 2019 - 29. März 2019

Anwendungsseminare

Schwerpunkte/Inhalte:

Erickson erweiterte die Veränderungsarbeit mit dem gezielten Einsatz indirekter Suggestion. Kommunikation und Sprache mit ihrer Ausrichtungs- und Fokusfunktion haben einen wichtigen Einfluss auf jeden Veränderungsprozess. Dies vom ersten Kontakt an und über den ganzen Prozess bis zum Beratungsende und darüber hinaus. Dies vor allem „auf der Bühne“ bedeutsamer Situationen wie Beratungs- oder Therapiegespräche.

Suggestionen sind selbstverständliche Elemente von Alltagssprache und Alltagskommunikation. Sie begegnen uns in unbeachteten Implikationen, versteckten (Glaubens-) Annahmen, nicht mehr hinterfragten Prämissen, verkannten selbsterfüllenden Prophezeiungen, verkürzten und generalisierten Selbstbeeinflussungen. Dies alles bedeutet: scheinbar harmloses beiläufiges Auftreten – aber starke weiter reflexiv wirklichkeitserzeugende und aufrechterhaltende Wirkung.

Über die direkte Kommunikation hinaus sind Settings und Kontexte suggestiv.

Im Setting „Behandlung mit Diagnose“ z.B. kann dies zur Suggestion führen, dass es mir zunächst besser geht („ich weiß, was ich habe und mir wird jetzt geholfen“), dann aber erfolgt ebenfalls implizit eine ungünstige Verantwortungsabgabe an den Behandler. Es kann aber auch sofort dazu führen, dass es mir schlechter geht („Ich bin ein Fall mit klarer statischer Diagnose“- die es so ja gar nicht gibt).

Im Setting Coaching können konstruktive und negative Suggestionen verbunden sein. Wer weiß vom Coaching und wer erwartet etwas davon an Veränderung? Mit welcher Bedeutung ist Coaching in der Unternehmenskultur belegt?

Im Beratungs- und Therapiegespräch tauchen sowohl auf Klientenseite als auch auf Therapeuten-/Beraterseite weitere Suggestionen auf. Zwischen den Zeilen werden sie sozusagen mittransportiert. Wirken diese ungünstig, müssen sie erkannt, aufgegriffen und erweitert werden. Günstige dagegen sind in der Beratung in mehrfachem Sinne interessant und hier nutzbar zu machen.

Suggestionen werden über die verbale Kommunikation hinaus mit dem nonverbalen Ausdruck, dem Einnehmen einer Rolle, mit der unwillkürlichen inneren Haltung transportiert. So kann man schon beim Zuhören und Zuschauen von Medien auch ohne Ton erkennen, welche Haltungen und Inhalte transportiert werden. Wie erkennt z.B. ein Klient, dass seine Beraterin vertrauenswürdig und kompetent ist oder gar, dass sie stimmig ressourcenorientiert ist und an seine Möglichkeiten glaubt? Eine Person in Problemtrance redet anders, hat eine andere Aktivität, hat andere Antworten und Fragen. Sie gibt eben stimmig diese innere fokussierte Wirklichkeit wieder. Wie das erkennen und verschieben in eine günstigere Entwicklungsrichtung? Suggestiv ist in einem Gesprächsverlauf die Fokusführung. Worüber wird bei begrenzter Zeit aber meist komplexer Problemsituationen geredet? Wie führt das weiter?

Wer der Beteiligten bestimmt das und welche Modelle, wie Veränderung vor sich geht, liegen dem zugrunde?

Da ist die Rahmungskompetenz der Beraterin gefragt.

Worauf wird der Aufmerksamkeitsfokus im Gespräch gesetzt? Wie wird sie sinnvoll gehalten? Wie viel Problemfokussierung braucht man überhaupt und wann? Wie viel Lösungsfokussierung ist einzubringen? Was an Inhalt ist überhaupt nötig? Wie lässt man darüber hinaus Bewältigungskompetenz entstehen? Wie wird das „Material“, was im Gespräch entsteht, in einmaligen passenden Feedbackschleifen zwischen Klient und Berater ausgehandelt? Wie wird das Ergebnis als Prozess hier zwischen diesen Beteiligten in systemischer Meta-Reflexion mit einander „supervidiert“?

Und wie ist sich die Beraterin bzw. Therapeutin der von ihr verantwortlichen Suggestionen in ihrer Rahmensetzung bewusst? Welche iatrogenen Einflüsse hat sie?

Für all dies Bewusstsein zu wecken und Kompetenz im Vorgehen im Einzel- und Gruppensetting einzurichten, ist Ziel des Seminars

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