Diese Seite drucken.Seite drucken

"KomHyp" M.E.G. - Hypno-Systemische Kommunikation Gesprächsführung nach Milton Erickson - Bonner Spezialisierung für BeraterInnen, MediatorInnen und Coaches

  • Kompakteinführungsseminar (Kom1) als erstes Startseminar. Dieses Seminar kann auch einzeln besucht werden. 

  • 7 Grundseminare, genannt Kom-Seminare (Kom2 - Kom8)

  • 4 Anwendungsseminare

  • Supervisionen (40 Ustd.)

 

Die Seminare können auch einzeln gebucht werden.

 

Zielgruppe:

Diese Fortbildung richtet sich an KollegInnen, die in Coaching und Beratung tätig sind. Sie erweitert Ihr Beratungsvorgehen um eine konsequente Ressourcenorientierung und der Arbeit mit Ericksonscher Mehrebenenkommunikation. Sie lernen Sprache, verbale und nonverbale Kommunikation gezielt einzusetzen und deren Implikationen zu beachten. Insbesondere erfahren sie Ressourcen als Veränderungsvehikel zu nutzen. Hypno-Systemische  Perspektiven befähigen, Kontexte in ihrer Wirkung zu beachten, Vernetzungen zu berücksichtigen und eine Metaperspektive über die Beratungsarbeit  zu legen. Die Fortbildung lehrt eine Prozessführung mit dem Wechsel zwischen strukturgebender „Prozessarbeit“ und erweiternder „Schleifenarbeit“. Damit wird eine kompakte anregende Veränderungsarbeit herbeiführt.

 

Zugangsvoraussetzungen:

Hochschulabschluss in Psychologie oder einem sozialwissenschaftlichen Fach und Beratungstätigkeit

Ausnahmeregelungen sind zu beantragen

Bitte reichen Sie mit Ihrer Anmeldung Ihr berufliches Profil ein.

 

Bonner KomHyp Schwerpunkt: Zertifikatszusatz „KomHyp für Coaching und Beratung“

 

Will man den Bonner Schwerpunkt „KomHyp für Coaching und Beratung“ anerkennen lassen, gelten folgende Voraussetzungen:

 

Besuch der Bonner Weiterbildung mit der hier besonders einheitlich vertretenen systemischen und hypno- Systemischen Ausrichtung.

Diese ist fachlich-inhaltlich auf den Kontext Coaching, berufliche Beratung ausgelegt u.a.: Dreieckverträge, der Coachee in komplexen systemischen Situationen,

Themen, Konflikte in Organisation

In Gruppenzusammensetzung, Fallbeispielen und Übungen wird durchgehend auf den

Kontext Coaching und Beratung Bezug genommen. Die Supervision ist in Bonn kontextspezifisch ausgerichtet. Die C-Seminare sind auf den Kontext Coaching abzustellen. Zwei Seminare sind dazu obligatorisch:

1. Das Seminar „Democoaching“. Es bietet einen ganzen Life- Coachingprozess über zwei Tage mit einem Coachee, der zum ersten Mal ins Institut kommt. Dessen Coachingprozess wird über die beiden Seminartage hinweg im Seminar begleitet. Das demonstriert praxisnah das Vorgehen und die Integration der Tools und Kontextbedingungen.

2. Das Seminar: „Improving performance“ schließt die Lücke von individueller und organisatorischer Betrachtung von Unternehmenskontexten, die für Coaching eine wichtige Rolle spielen.

Die beiden anderen Anwendungseminare sollen auch den Coachingkontext abdecken. Im Zweifelsfall ist das mit Frau Lang abzuklären.

 

Der Zusatz muss speziell bei der Geschäftsstelle in München so beantragt werden.

 

 

Seminarbeschreibungen:

 

Kom 1: „Grundlagen und Prinzipien der Hypno-Systemischen Kommunikation nach Milton Erickson“

Das Kompakt-Start-Seminar führt ein in Ericksonsche Haltungen, Prinzipien und erste Tools. Um die Person Milton Erickson formierten sich viele interessante Forscher der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wie z.B. Jay Haley, Gregory Bateson, Margret Mead und Paul Watzlawick. Dieselben Namen tauchen auch auf im Zusammenhang der berühmten Joshia-Macy-Konferenzen, an denen sich systemische,  konstrukti-vistische und kybernetische Forschung zusammenfand und weiterentwickelt wurde. Ericksonsches Vorgehen kann also auch im Zusammenhang dieser neuen Paradigmen eingeordnet werden. Seine unorthodoxe, mehrere Kommunikationsebenen ansprechende Gesprächsführung stellt einen Rahmen für Ressourcenentwicklung und Veränderung bereit. Im Einführungsseminar können Sie dazu bereits schon Übungserfahrungen machen.

 

 Kom 2: „Selbsthypnose und Selbsterfahrung”

In diesem Seminar kann die ressourcenorientierte Wirkung Ericksonscher Kommunikationshaltungen und Vorgehensweisen selbst erfahren werden, so z.B. die Wirkung von Perspektivenwechseln, die von kategorisierender oder öffnender Sprache oder einer Komplexität reduzierender bzw. erweiternder Kommunikation. Dabei ist Komplexität zu reduzieren unumgänglich, die Frage ist nur, wann ist das wie hilfreich. Eigene Konstrukte können hinterfragt werden. Erickson war ein Kommunikator, der sich erlaubte, unorthodox die vorherrschenden psychologischen Persönlichkeits- und Störungsmodelle zu ignorieren. Er schuf für jeden Klienten einen eigenen Entwicklungsrahmen und übermittelte, dass es immer noch mehr Möglichkeiten gibt, als man zunächst denkt. Damit sind eigene Glaubensannahmen der BeraterInnen über die Möglichkeiten und Bedingungen von Veränderung herausgefordert. Neben diesen Selbsterfahrungsteilen geht es in diesem Seminar auch um das Erlernen mentaler Strategien und den Einsatz von  Selbsthypnose.

 

Kom 3: „Kontakt, Beziehung und Kommunikation“

Rapport ist die individuelle Ankoppelung an den Klienten und seine Wirklichkeit. Wie dies durch Sprache und durch nonverbale Kommunikation differenziert erfolgt, ist Seminarinhalt. Es geht auch darum, wie mit der Fokussierung durch Kommunikation erweiterte Informationen, Perspektiven und Ressourcen bezogen auf  Ziele und zukünftige Entwicklung hervorgerufen werden können. Eine daran orientierte Beratungsarbeit wird zu einer kontinuierlichen Prozessbegleitung, die den Beratungsprozess in Gang bringt und so in Gang hält, dass die gewünschten Prozesse sich organisch entwickeln. Innere Such- und Lösungsprozesse werden ausgelöst und führen dann ebenso wie Aufgaben für den Alltag zu neuen Erfahrungen, die wiederum neue Einstellungen und Verhalten  ermöglichen.

 

Kom 4: „Direkte und indirekte Kommunikation“

Dieses Seminar behandelt die Grundlagen einer direkten und indirekten, impliziert suggestiv geführten Kommunikation. Das Seminar beschäftigt sich mit Modellen von Sprachführung, insbesondere mit dem Milton- und dem Metamodell von Bandler und Grinder. Es beschäftigt sich mit der Ericksonschen Kunstfertigkeit - im Gegensatz zu Standardvorschlägen - indirekte und individuelle Vorschläge zu erarbeiten und anzubieten, Ideen zu säen und durch gezielte Fokussierung der Aufmerksamkeit zu neuer Orientierung zu kommen. Ein zentrales Ericksonsches Prinzip ist dabei die Utilisation der Besonderheiten eines jeden Klienten und seiner Situation.

 

Kom 5: „Geschichten und Metaphern“

Das Seminar demonstriert und bietet Übungsraum, Beratungs-kommunikation mit Bildern, Metaphern und Geschichten, also analogen bedeutungsvollen Angeboten, anzureichern und sie somit für Veränderungs-prozesse effektiver zu machen. Sie lernen diese spontan und selbst-verständlich einzubauen. Damit haben Sie ein Instrument, in unmittelbarer Weise beim Klienten bedeutsame innere Prozesse auszulösen, denn Bilder wirken psychologisch primär prozesshaft. So sind mehrere Ebenen in den Lösungsprozess eingebaut, die inhaltlich-thematische, die prozess-reflektierende, die unterschwellig wirkende - ein besonderes Merkmal Ericksonscher Kommunikation.

 

Kom 6: „Suggestive Strategien im Einzelgespräch und in der Gruppe“

Erickson erweiterte die Kommunikation im Rahmen von Veränderungsprozessen mit dem gezielten Einsatz indirekter Suggestion. Indirekte Suggestionen wie Implikationen, versteckte Glaubensannahmen, selbsterfüllende Prophezeiungen usw. sind selbstverständliche Elemente von  Alltagssprache und Alltagskommunikation. Sind diese ungünstig, sollen sie beim Klienten erkannt und erweitert werden. Günstige dagegen sind in der Beratung in mehrfachem Sinne interessant und hier nutzbar zu machen. In ihnen kommen zugrunde liegende Prämissen der individuellen problematischen Wirklichkeit zutage, die im Beratungsprozess zur Erweiterung aufgegriffen werden. Kommunikation und  Sprache dienen der Orientierung, Ausrichtung und Fokussierung  und haben somit wichtigen Einfluss im Veränderungsprozess. Suggestiv ist immer auch der Fokus eines Gesprächs: Worauf wird der Aufmerksamkeitsfokus im Gespräch gesetzt, wie darauf sinnvoll gehalten; wieviel Problemfokussierung und wieviel Lösungsfokussierung ist günstig und wie wird dies zwischen Klient und Berater ausgehandelt und in systemischer Reflexion „supervidiert“?

 

Kom 7: „Beratungsaufbau und Beratungsprozess“

Nach J. Haley ist es entscheidend, um an einem Beratungsziel anzukommen, dieses genau gefasst zu haben. Zu Beginn entscheidet schon einiges darüber, wie der ganze Prozess verläuft. So stehen am Beratungsanfang ausführliche Ziel- und Auftragsklärung, die für sich gesehen schon Instrumente des Einstiegs in Veränderung sind, da Perspektiven und damit Ziele und Aufträge sich oft hier schon differenzieren und verändern. Aber Auftrags- und Zielklärung sind Module, die über den Prozess hinweg eingesetzt werden. Ebenso sind systemisch sowohl beim Start  als auch im weiteren Prozess immer die Vernetzungsschleifen zu beachten. Der Beratungskontakt und die Beziehung sind in konstruktivistischer Weise günstig zu gestalten, systemische Kontextfragen zu klären, erste Wirkfaktoren zu etablieren. Das Seminar stellt die jeweiligen Prozessabschnitte vor, ihre jeweilige Gestaltung und Evaluation bis zum Prozessabschluss und übt sie.

 

Kom 8: „Hypno-Systemische Konzepte und Integration in die jeweiligen Praxiskontexte“

Das Seminar bietet die Verbindung von systemischem und Ericksonschem Know-How. Erickson hatte mit vielen Vertretern des konstruktivistisch systemischen Ansatzes Kontakt und entwickelte sein Vorgehen im Austausch mit Jay Haley, Gregory Bateson und Paul Watzlawick. Das Seminar zeigt, wie die Methoden in der Ergänzung profitieren. Der Hintergrund der Ericksonschen Interventionen zeugt von einem sehr konstruktivistisch pragmatischen Geist seiner Vorstellung von Veränderung. So ist durch lösungs- und ressourcenorientiertes Vorgehen ausgelöste Veränderung schnell effektiv; dann kommt es aber auf die systemische Integration an. Schon zu Beginn eines Auftrages, der z.B. als sogenannter Dreiecksvertrag zu schließen ist, ist systemisches Vorgehen wichtig. In diesem Seminar werden auch die systemischen Tools gelehrt und geübt wie systemische Frage-Interventionen, Genogramm- und Organigrammarbeit, Systemdarstellungen, Reflekting-Team, Splitting-Team-Arbeit, systemische Aufgaben, Sitzungssettings  usw.

 

4 Anwendungsseminare

Beispielthemen:

- „Ericksonsche Ressourcenorientierte Stressbewältigung“

- „Coaching in der Demonstration mit Lifecoaching“

- „Improving Performance“

- „Mobbing“

 

Supervision

40 Stunden Supervision

Es sind auch KollegInnen willkommen, die sich für die Methodik interessieren.

 

Anmeldebedingungen: Bis zu 2 Wochen vor der Veranstaltung ist ein Rücktritt möglich. Bei Stornierungen nach diesem Zeitpunkt fällt der Seminarpreis an. Als Kulanzregelung für Sie ist es aber in Absprache möglich, das Seminar dann zu einem späteren Zeitpunkt kostenfrei nachzuholen.

 

 

 

Zu den Grundseminaren (bitte hier klicken)

 

Zu den Anwendungsseminaren (bitte hier klicken)

 

Zu den Supervisionen (bitte hier klicken)