Vortrag
von Frau Lang auf der 30. Jahrestagung des
Arbeitskreises Klinische Psychologie in der
Rehabilitation:
"Hypnotherapie
in Krankenhaus und Rehabilitation"
(bitte anklicken)
Zulassungsbedingungen
zur Ausbildung: Die Weiterbildung in medizinischer Hypnose richtet sich an
Ärzte, die niedergelassen, in Krankenhäusern, oder in anderen
medizinischen Einrichtungen arbeiten. Sie richtet sich auch an
Dipl.-Psychologen in Krankenhäusern und im medizinischen Arbeitsbereich.
Anmeldebedingungen: Bis zu 2
Wochen vor der Veranstaltung ist ein Rücktritt möglich.
Bei Stornierungen nach diesem Zeitpunkt fällt der
Seminarpreis an. Als Kulanzregelung für Sie ist es aber
in Absprache möglich, das Seminar dann zu einem späteren
Zeitpunkt kostenfrei nachzuholen. Diese Regelung gilt
nur für von Frau Lang geleitete Grundseminare, nicht bei
Seminaren mit Gastreferenten und nicht bei C-Seminaren
und Supervisionen.
Zertifizierungspunkte:
Die Seminare der "MedHyp" wurden von der
Ärztekammer Nordrhein und/oder der Psychotherapeutenkammer anerkannt.
Med1-12 à 10 Punkte. Die zweitägigen Anwendungsseminare à 20 Punkte.
Zertifikatsbedingungen
zum downloaden
(Alle
Seminare und die Supervisionstermine können auch einzeln
gebucht werden.)
Med 1: Einführung, Induktionen,
Selbsthypnose
Einsatz von Hypnose im stationären und
ambulanten medizinischen Kontext,
Unterschiede und Ähnlichkeiten zu anderen
Kontexten wie: Psychotherapie, Beratung, Coaching,
Sport und anderen speziellen Anwendungsbereichen.
Standardhypnose und ihre Induktionen,
Prinzipien der Ericksonschen Hypnose, Vorgehensweisen,
Haltungen und ihre dahinterliegenden Grund-annahmen;
Erweiterungen, Einsatzgebiete; Selbsthypnose: Theorie,
Selbst-erfahrung, Anleitung, Einsatz.
Med 2: Direkte Induktionsmethoden
Direkte Induktionsmethoden aus der
Standardhypnose.
Direkte Induktionsmethoden aus dem
Ericksonschen Vorgehen.
Vorbereitung, „Bühne“, Durchführung,
Nachbereitung und Nutzung.
Einsatzgebiete in der Medizin:
Notfallmedizin, Behandlungen, medizinische Eingriffe und
Untersuchungen, Operationen, Nachbehandlungen.
Med 3: Therapeutische Beziehung
Der Rapport ist in jedem Kontext - aber
vielleicht unterschiedlich gestaltet - entscheidend für
den Einsatz von Hypnose.
Herstellung von Rapport, Vertrauen,
Kontakt.
Ericksonsches Modell: Arbeit mit
Ericksonschem „Pacen und Leaden“ Arbeit mit
Sinnesmodalitäten, Konfusionen zur
Musterunterbrechung, grundsätzliche
Ressourcenorientierung und Lösungsfokussierung
Psychodynamisches
Modell: Arbeit mit der Therapeutischen Beziehung und
ihren Übertragungsmustern und
Gegenübertragungsmustern,
Systemisch-konstruktivistisches
Modell: Konstruktivistische Arbeit mit Metaebenen,
Perspektivenvielfalt und Beobachterabhängigkeit von
Wirklichkeiten, Eigenschaften in Systemmuster
erweitern usw.
Humanistisches Modell: Arbeit nach
den 4 Basisvariablen von C. Rogers als Grundlage
jeder therapeutischen Arbeit.
Lerntheoretisches Modell:
Problemanalysen und darauf bezogenes Programm aus:
Lernen, Verlernen, Umlernen, Modellernen, Neulernen
auf emotionaler, kognitiver, verhaltensmäßiger
Ebene.
Med 4:
Hypnotische Sprache und Suggestion
Die Sprache als Orientierungs- und
Fokussierungsmedium.
Die Sprache mit reduzierenden und
auswählenden Filtern.
Sprache als wirklichkeitsschaffendes
Medium im sozialen Austausch und in der Selbst- und
Eigenwahrnehmung.
Sprache mit determinierendem Charakter
von sich veränderten Wirklichkeiten.
Sprache und ihre Suggestionen und
Implikationen.
Sprachen und ihre Suggestionen eines
Systems und des Kontextes.
Sprachliche Suggestionen im
Behandlungskontext.
Sprache als problemschaffendes und lösungsschaffendes Instrument.
Konversationstrancen.
Med 5: Dissoziation (Levitationstechniken, Bewusst/unbewusst/Dissoziation)
Eine Definition von Hypnose ist: Hypnose
entsteht aus Dissoziationen und löst Dissoziation aus.
Das kann in verschiedener Weise erfolgen
z.B. in der Dissoziation von Bewusstem/Willentlichen
oder Unbewusstem/Unwillkürlichem, in der Dis-soziation
von Körper und Erleben.
Dissoziation der Zeiten: hier und dort,
heute und morgen, heute und gestern.
Dissoziation von Problemwirklichkeit zur
Lösungswirklichkeit.
Externalisierung und
Internalisierungstechniken.
Dissoziation von „Dasein und
Doch-nicht-dasein“ usw..
Vermittlung der Dissoziationstechniken
zur Einleitungen von Trance.
Med 6: Assoziationen (Reassoziationen
von Ressourcen)
In Trance sind mentale Vorgänge
verändert: Anderes Erinnern, anderes Verankern, anderes
Wahrnehmen, anders Empfinden im Körperlichen und
Seelischen, anders Präsentsein, anders „Bei-sich-sein“
usw.
Anderes Dissoziieren oder Assoziieren und
unmittelbarere Weise.
Diese mentale Trancefähigkeit ist gut
nutzbar, um über Assoziationen z.B. bereits erprobte
Erfahrungen, wieder zu entdecken, Zugänge zu Ressourcen
zu finden und Verbindung damit herzustellen. Vermittlung,
Untersuchung und Erprobung dieser Phänomene.
Umsetzen in medizinischen Situationen,
Transfer in Bezug auf Ihre Praxisbeispiele.
Med 7: Indirekte Hypnose
Kommunikation kann hypnotisch sein, wenn
der Kontext entsprechend gestaltet
wird und dies in einer bedeutsamen Begegnung
geschieht, die Person sich in diesen Rahmen
hinein begibt.
Der Behandlungskontext in der Medizin ist
als solcher zu gestalten. Entscheidend bleibt, welche
günstige hypnotische Kommunikation ausgetauscht wird, so
dass hier Selbstheilung unterstützt, Compliance und die
Eigenverantwortlichkeit des Patienten erhöht wird. Dort, wo
die Mitarbeit des Patienten gerade dadurch wichtig ist,
dass er sich der Situation überlassen lernt
(Untersuchungen, Eingriffe), ist dies auf hypnotischem
Wege zu ermöglichen. Milton Erickson war der Meister der
indirekten Hypnose. Von ihm stammt der Spruch: „Ich
verändere niemand, ich stelle einen Rahmen her, in dem
der andere sich verändern kann.“ Wie dieser Rahmen bei
medizinischen Situationen zu gestalten ist, ist die
Kunst der Hypnose und ist je nach Patienten, Behandler
und Anlass entsprechend zu schneidern.
Med 8: Metaphern in der Hypnotherapie
Mit Metaphern und Geschichten bieten wir
PatientInnen Vorlagen, mit denen sie ihre eigene
selbstorganisatorische Entwicklung anregen können. Da
diese mentalen Instrumente vieldeutig und
interpretierbar sind, können sie in der eigenen
geschlossenen inneren Welt für den Impulsinput sorgen,
der aufgreifbar ist. Zudem verankern sich Metaphern,
Bilder und Geschichten gut, zumal in Trance. Wir haben
somit ein Veränderungsinstrument, das dadurch ganz
passgenau wird, dass die PatientInnen es für sich zu
einem solchen machen.
Med 9: Regression
Da wir in Hypnose auf Zeitreise gehen
können, sowohl in Zukunftsperspektiven als auch in die
Vergangenheit, bietet es sich an, in diesen Zeiten auch
zu arbeiten. Geht die Lösungsorientierung mit ihrem
Fokus in die Zukunft, um von hier aus Impulse für die
Gegenwartsbewältigung zu bekommen, so arbeiten wir in
der Regression mit der Vergangenheit bzw. mit
verschiedenen Vergangenheitswirklichkeiten. Viele
Menschen haben das Bedürfnis, sich Situationen als Vergangenheitserfahrungen nochmals anzuschauen und somit
zu bewältigen. Die Arbeit in der Regression bedarf eines
therapeutischen Mitwirkens, so dass sie angereichert mit
therapeutischen Veränderungs-angeboten zu Bewältigung
führt. Dieser Einsatz von Hypnose macht z.B. auch Sinn
bei der Traumabewältigung. Im geschützten Trancezustand
kann hier die Traumasituation integriert werden.
Med 10: Angst und Phobien
In Trance empfinden wir anders und so
können wir hier auch zu Ängsten und Phobien einen neuen
Zugang entwickeln. Wir können uns diese in einer
Dissoziations-Beobachtungstrance in dosiertem Abstand
betrachten, wir können sie in einer Modifizierungsarbeit
verändern und unsere Wahrnehmung erweitern und dadurch
wieder mehr Handlungsspielraum erhalten. Dazu kommt,
dass die meisten Menschen Trance als entspannend erleben
und ein Entspannungszustand auch Ängste und Anspannung
ausschließt. Zudem hilft es vielen, die Selbsthypnose zu
erlernen, um selbst wieder mehr Eigen-kontrolle in
gefürchteten Situationen zu erhalten.
Med 11: Akuter Schmerz
Beim akuten Schmerz spielen immer
unwillkürlich Befürchtungen, Anspannungen und
körperliche Reize zusammen. Hier haben Zahnärzte
traditionell schon wirksame Techniken entwickelt.
Da alle diese Faktoren psychisch und
hypnotisch zu beeinflussen sind, macht es Sinn einen
Rahmen zu schaffen, in dem durch Tranceentwicklung
-Wahrnehmung verändert wird,
-die Person wieder mehr
Kontrollmöglichkeiten bekommt und
gleichzeitig
ihre eigene Kompetenz unterstützt wird,
-in Trance der Schmerzreiz
über Aufmerksamkeit verlagert und dadurch
gedimmt bis ausgeschaltet
wird, die „Schmerzgestalt“ ihre
Form verändern
kann.
Med 12: Chronischer Schmerz
Der chronische Schmerz ist vom akuten
Schmerz zu unterschieden.
Hier finden wir eine Vielzahl möglicher
Interventionen in der Trancearbeit. Chronischer Schmerz
greift in den Bereich der Psychotherapie. Die Hypnose
ist dabei eine gute Brücke zwischen Körper und Seele.
Auch hier hilft uns das andere Empfinden
in Trancen und das sich allein schon durch diesen
Zustand Schmerzempfinden verändert. Wie bei Ängsten
können wir Schmerzen zudem in den verschiedenen
Sinnesmodalitäten modifizieren, wir können sie
symbolhaft werden lassen und dann mit diesem Symbol
weiterarbeiten. Da Schmerzentstehung im Bereich des
Unwillkürlichen liegt ist die unwillkürliche Arbeit mit
Ideomotorik dementsprechend. Anleitung zur Selbsthypnose
von Schmerzpatienten. Arbeit mit Standardinterventionen
wie z.B. Wohlfühlorte schaffen, Schmerzdissoziation,
Hilfe durch innere Ratgeber und Antworten. Anleitung zu
individuellen auf die Person bezogene Interventionen.
4 Anwendungsseminare
(nach Wahl, siehe
Terminfaltblatt)
50 Ustd. Supervision
Zu den Grundseminaren (bitte hier klicken)
Zu den
Anwendungsseminaren (bitte hier klicken)