gegründet 1995
Allgemeine Infos

gegründet 1999
Allgemeine Infos

Historie / Selbstreport
   

 

1. Systemisches Coaching
DGSF zertifiziert

1. 'KliHyp' Klinische Hypnose MEG für psychol./ärztl. Psychotherapeuten

2. Das Bonner Ressourcen-Modell - Ressourcen-erzeugende Beratung und Veränderungsarbeit DPA

2. 'KomHyp' Hypno-System. Kommunikation MEG für Coaches/Berater

3. Systemisches Curriculum
DPA zertifiziert

3. 'MedHyp' Medizin. Hypnose MEG für Ärzte aller Fachrichtungen

 

4. 'KiHyp'  Hypnotherapeutische und systemische Konzepte für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen MEG


 

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System-Liste

Elterliche Präsenz bei jungen Erwachsenen (17.07.2015))

Anne M. Lang zum Thema "Elterliche Präsenz bei jungen Erwachsenen"

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ich komme gerade aus einer Sitzung mit einer Mutter (sie ist wegen Ängsten hier)  eines 25 jährigen, der Bachelor-Abschluss hat, aber immer wieder in Kliniken ist, depressiv rumhängt usw.
Sie bringt ihn heute als "Ihre Sorge" ein. Er ist ihr ständig im Kopf, obwohl er alleine wohnt.  Sie muss sich ja auch um die Krankenkassenformalitäten für die stationären Therapien kümmern, da er als Student noch über sie versichert ist.
Sie sorgt sich, beschäftigt ihn mit Aufträgen, um sicher zu gehen, dass es ihm gut geht z.B. Ferienjob "Gartenarbeit" bei ihr usw. und freut, sich wenn er diesen  - 3 Stunden 100 € - annimmt .    

Heute habe ich sie gefragt, welche "B i l d e r" sie von ihm im Kopf hat.
Da sagte sie ganz betroffen unter Tränen: "ich sehe immer noch den kleinen Jungen, wie sehr er litt unter der fruchtbaren Trennung damals".
"Ich sehe ihn, wie er damals das und das Anrührende tat". Sie sieht ihn nicht als 25 jährigen bzw. das, was sie heute sieht, ist ihr fremd z.B. die Tattoos.
Man kann sich fragen: wovon sind wir dann als Eltern und auch selbst für uns mehrheitlich "hypnotisiert".
Welche Bilder haben wir im Kopf?
Hängt sie selbst zu sehr in ihrer Situation von damals und vermischt sich das zu stark.
Sieht sie auch die heutigen Situationen, die für ihn möglich sind.?
Er ist Bachelor! Wie ist das denn geschehen?

Beides ist also wohl wichtig. Zeit für Anteilnahme, Zeit für Anforderung, wie gesagt, weil man an ihn glaubt!
Kann sie ihm in verschiedenen Formen gegenübertreten, auch der der Mutter, die ihn fordert, weil sie an ihn glaubt.
"Also, jetzt wird es mal Zeit, dein Geld zu verdienen, sich um einen Job zu kümmern oder auch weiter zu studieren."
Ich sehe es so wie der Kollege: es gibt keine systemischen Interventionen- es gibt nur einen systemischen Geist.

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Diagnosen (17.04.2015 & 22.04.2015)

Anne M. Lang zum Thema "Diagnosen"

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ich beziehe mich auf Ihre Sätze:
"Und es will mir nicht recht einleuchten, weshalb ich darauf aufgrund angeblicher (erkenntnis)theoretischer Gründe verzichten sollte."
nämlich auf "wenn sie/ Pat. Zusammenhänge und Dynamiken ihrer aktuellen Symptomatik verstehen (die ja immer auch mit Bindungserfahrungen zusammenhängen, z.B. mit der Erfahrung, angenommen worden zu sein oder nicht)."
 
Die Grundlage systemischen Denkens sind eben diese "erkenntnistheoretischen Gründe "
.......wie wir Wahrnehmen - nämlich ausschnittshaft-, wie wir benennen - nämlich mit dem Mittel der Sprache sehr eingeschränkt und einseitig fokussiert- wie wir bewerten - nämlich ebenfalls abhängig von unseren Annahmen, dazu zählen auch Fachannahmen und Hypothesengebäude.....von uns ausgehend und Interaktionen und Kommunikationen und deren Zirkel nicht im Blick....Einordnung nach Standpunkt und Prozess......usw.
 
Ich fühle mich da stimmiger, wenn ich auf Grund dieses Denkens eben Diagnosen als Konstrukte einordne, Verfahrenshypothesen als Konstrukte und Bindungstheorien eben auch nur als Versuch, etwas auszudrücken, was immer reduziert bleibt und auch nur in eine Richtung fokussiert.
Was ich aber wichtig finde und zu unserem psychoth. Repertoire zählen sollte, ist, die Verfahrenshypothesen und psychologischen Hypothesengebäude zu kennen, um dann deren Begrenztheit zu erkennen und diese zu erweitern.
 
Ich gebe meinen Pat. daher keine Erklärungen, sondern frage sie nach den ihren.
Dann stelle ich fest, dass sie mich eher in ihre Welt einführen, als dass ich meine anbringe.
Natürlich sind Diagnosen auch aus suggestiven  Gründen -d.h. die Aufmerksamkeit einengenden und besetzenden- für mich psychotherapeutisch nicht hilfreich.
Im Kontext Psychotherapie haben sie Funktionen wie für dessen Verwaltung und Verständigung; für die Psychotherapie selbst keine günstigen. Daher finden viele Leute (Männer) auch mit Recht ! nicht oder zu spät in eine Therapie, da sie sie mit Pathologie gleichsetzen und weil allein das nochmals schwächt. Und eben auch so auch nicht stimmt. Nach der kurzfristigen Befriedigung "jetzt zu wissen, was ich habe", kommen schnell den anderen suggestiven Nachteile.

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Lehrvideo zur lösungsorientierten Gesprächsführung (30.03.2015)

Anne M. Lang zum Thema "Lehrvideo zur lösungsorientierten Gesprächsführung"

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in Bonn am AML Institut Systeme und Milton Erickson Institut gibt es seit einigen Jahren die Tradition des "Demo-Coaching"-Seminars.
Über zwei Tage führe ich ein Kompakt-Coaching vor dem Seminar durch mit einem Coachee, der mir vorher nicht bekannt ist.
Diese Idee greift das Bedürfnis der Teilnehmer auf, einmal einen solchen Prozess insgesamt zu beobachten.
In den Coachingpausen arbeitet das Seminar an entstandenen Fragen.
Nach 3 Monaten oder zum Jahresende schreibt der Coachee eine Rückmeldung zum weiteren Prozess, den alle erhalten.
 
Interessant sind unsere Erfahrungen damit:

1. Dieser Kompaktzeitraum als solcher wirkt besonders.
2. Selbst ein solches Kurzzeit-Coaching kann hocheffektiv genutzt werden.
3. Die TeilnehmerInnen erleben im von Ihnen gewünschten Sinne, dass sie sich einen Prozess besser vorstellen und mit ihren Vorstellungen  bzw. Interventionsideen abgleichen können.

Man kann als Teilnehmer dabei sein oder sich als Coachee bewerben. Letzterer sollte mir nicht bekannt sein, ein Coachingthema mitbringen, bereit sein, an diesen zwei Tagen zu 3 mal zweistündigen Sitzungen im Seminar anwesend zu sein und die Rückmeldung für den Prozess nach einiger Zeit zu schreiben. Lösungsorientiert - wie ich sage "ressourcenerzeugend" ist dieses Coaching in jedem Falle.

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Bezugsrahmen (05.01.2015)

Anne M. Lang zum Thema "Bezugsrahmen"

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Im Thema liegen verschiedene Ebenen:

1. "Richtig- Falsch- Einschätzung" in der Wahrnehmung von Klienten und deren Erweiterung. Hierzu gab es schon Ideen für die Coachs, Beraterin. (Chinesische-Bauer-Geschichte u.a., Blinde-Elefant-Metapher, Aus-dem-Fenster-schauen-Wahrnehmungsübung, Darstellungen aus der jeweiligen Perspektive u.a.)

2. "Richtig-Falsch-Einschätzung" als Teamthema in der Supervision hinsichtlich z. B. der jeweiligen Arbeit, Zusammenarbeit, Gruppendynamik. Auch hierzu gab es ja Ideen für die Supervisorin. (Auftragsklärung, Teambildung über diese Frage, Nutzung des Themas u.a. )

3. "Richtig-Falsch-Einschätzung" in der Ausbildung und Lehre. Oft wird ja auch an Supervision der Anspruch an fachliche Vermittlung gestellt. Das finde ich die größte Herausforderung, der wir uns aber stellen sollen. Hier sind dazu meine Frage-Interventionen:
- Welche fachlichen Angebote sind (..wenn auch nicht richtig, dann aber..) günstig für unsere Klienten, hinsichtlich ihrer beinhalteten Suggestionen und Fach-Glaubensannahmen? M. E. wird dieser Punkt völlig unterschätzt.
- Welche können von ihnen günstig angenommen werden? Woran zeigt sich das? Wie stelle ich mich darauf ein?
- Was müssen wir in unserem Kontext und unserer Rolle reflektieren, um günstig für unsere Klienten zu sein?
Auch auf dieser Ebene gibt es Erweiterungsmöglichkeiten in der Supervision!

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Möglichkeiten der Selbstsupervision (01.12.2014)

Anne M. Lang zum Thema "Möglichkeiten der Selbstsupervision"

Lieber Kollegin yyy,

ich habe ein ungutes suggestives hypnosystemisches Gefühl bei Ihrer Frage Nummer 3:
3. Was hätten Sie noch benötigt?

Da klingt für mich eine Abwertung der bisherigen Arbeit heraus. Weiter klingt für mich die Ausrichtung auf die Therapeutin heraus. Beides würde ich ungern unterstützen, da 1. Klienten oft sich selbst schon abwerten und 2. sich auf den Therapeuten zu sehr ausrichten.

Besser finde ich daher:
Was hat sich im Prozess darüber hinaus ergeben? oder
Was haben Sie aus der Sitzung weiter gemacht? oder
Haben Sie weiteres entdeckt, was Ihnen helfen kann? oder
Was sind weitere Erwartungen an die Therapie, die entstanden sind?

Ich habe wegen aktueller Seminare etwas mit dem Lesen der Liste pausiert, möchte aber noch nachtragen, dass das Bonner Ressourcen Modell mit seinen 3 Arbeitsebenen ja auch dazu gedacht ist, sich daraufhin zu überprüfen, wie man diese Ebenen "bedient" hat. Findet man auf unserer Homepage.

Viele vorweihnachtliche Grüße
Anne Lang

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Umgang mit belastetem Vermächtnis (12.12.2014)

Anne M. Lang zum Thema "Umgang mit belastetem Vermächtnis"

Lieber Kollege,

Ihre Mail klingt nach jeder Menge Hypothesen. Wie sind die denn entstanden? Sind die schon mitgebracht worden aus anderen Therapien oder in der Therapie erzeugt worden? Meist müssen wir ja ungünstige Hypothesen auflösen und eher neue günstige schaffen. Es "ist" ja nicht einfach "so", sondern dazu sind "hypothetische Geschichten" entstanden -  ob nun von der Klientin oder dem Therapeuten erzeugt.
Mir wäre da mehr danach, günstige Geschichten und Hypothesen zu erzeugen, die helfen und stärken.
 
Jetzt ist Ihre Zusammenfassung schon so gestrickt, dass die Personen selbst nicht mehr vorkommen, sondern das Ganze als wahres Gebilde erzählt wird. Und darauf jetzt noch ein Ritual setzen, um das alles dadurch noch mehr zu verifizieren? Das halte ich nicht für günstig.
(Wenn schon, dann eher mit Geschichten von Familien mit ähnlichen Themen und wie diese damit umgingen.
Dann kann sie sich heraussuchen, was sie davon nutzt.)
 
Aber: Worum geht es denn eigentlich konkret?
- Die Tochter geht nicht zur Schule und was ist zu tun, dass sie wieder geht?
- In der Familie gibt es für die Frau in der Familiengeschichte noch etwas Unerledigtes.
Was möchte die Frau dazu für sich klären? Wie will sie damit anders umgehen? Wie möchte sie mit ihrer Tochter heute nun Ablösung gestalten?
 
Viele Grüße und frohe Vorweihnachtszeit, Anne Lang

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Fallbeschreibung einer Klientin - berufliche Entscheidungsschwierigkeiten (02.09.2014)

Anne M. Lang zum Thema "Fallbeschreibung einer Klientin - berufliche Entscheidungsschwierigkeiten"

Sie bitten um Gedanken, die mir beim Lesen durch den Kopf gehen. Ich möchte diese Gedanken äußern, auch wenn diese Gedanken Sie nicht unbedingt selbst betreffen müssen. Sie sind aber auch durch diese Ihre Anfrage ausgelöst worden.
 
Ich möchte Ihnen diese Gedanken offen sagen:
Mir geht durch den Kopf, dass das Geschilderte eine ganz normale Anfrage ist, die ins Coaching kommt. Ich sehe hier den Anfrage-Bedarf nicht. Dann müsste man ja bei jedem Thema und jedem Coachee anfragen, was zu tun ist.
Mir geht durch den Kopf, dass man dazu ja eine Coaching/Beraterausbildung gemacht hat, die einem auf der Metaebene lehrt, wie man ein vorgebrachtes Thema angeht, damit man einen Prozess rahmen kann.
Mir geht durch den Kopf, dass diese Ausbildungen oft nicht die Standards erfüllen, die benötigt werden, wie z.B. zu wenig Zielgruppenvoraussetzungen, zu simplifizierende Inhalte, nicht genug Selbsterfahrung und Supervision usw.
Mir geht durch den Kopf, dass ich vermehrt verzeichne, dass Fragen  - nicht nur hier in der Liste - von Coaches kommen, die ja die Kompetenz ein Coaching zu übernehmen, gerade voraussetzen.
Mir geht durch den Kopf, dass der ganze Coaching/Beratungs-Markt Anbieter verzeichnet, die u.U. die Anfragen nicht angehen können.
 
Glauben Sie mir, es fällt mir nicht leicht das so zu veröffentlichen, was ich nicht zum ersten Mal gedacht habe.
Ich möchte keinem zu nahe treten, aber die Gesamtsituation wird oft der verantwortlichen Situation unserer Klienten nicht gerecht. Wir sind keine Dienstleister f ü r Menschen; wir arbeiten m i t den Menschen selbst.

 

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Rückfallwarnungen bei de Shazer (07.07.2014)

Anne M. Lang zum Thema " Rückfallwarnungen bei de Shazer"

Steve de Shazer verstehen, heißt sich mit seiner "Herkunft" zu beschäftigen. Er bezieht sich auf Milton Erickson und ist sehr suggestiv-hypnotherapeutisch bzw. hypnosystemisch. Er kann auch als Systemiker verstanden werden, da er mit der Konstruktion von Wirklichkeit durch Sprache, Kommunikation und Suggestion arbeitet Die Wirklichkeit, die immer hypnosystemisch im System von Klienten und Therapeuten und dem Setting und Kontext konstruiert wird.
 
Zu den Worten, die einem als Klischee begegnen, weil sie auf einer DVD oder in einem Seminar gefallen sind, gehört die auch hier im Zusammenhang von Rückfall zitierte "Ehrenrunde". Ich finde sie eher abwertend. Dazu sagt man, wenn einer sitzenbleibt. Ich spreche da eber von "Vorfall" im doppelten Sinne statt Rückfall. Das Wort beinhaltet die systemische "Wahrheit", dass erst durch unsere Bewertung etwas schlecht oder gut ist und wir in der Bewertung von Ereignissen entscheiden, ob wir sie nutzen oder sie uns belasten.
Wenn es sich also "nur" um einen Vorfall handelt- entkleidert der Bewertung- kann man entscheiden was man damit tut: nicht beachten, zum Lernen nutzen und wie dann? usw. Das die Klienten beantworten lassen! Wie wir so vieles ihnen erkundend/ befragend überlassen sollten, statt es selbst für Sie fremdzuentscheiden. Die "Warnung" vor dem Rückfall ist in Anführungzeichen zu setzen und aus der Lebenerfahrung geboren, wie Veränderung geht. Es wäre normalisierender und neutraler zu fragen: Wie geht bei Ihnen eigentlich Entwcklung? ...in kleinen Schritten oder so, dass lange nichts passiert und dann kommt ein Schub oder in ständigem Ausbalancieren von Altem und Neuen und immer etwas mehr Neues oder aber "von heute auf morgen" oder wie.....Beachte: Prognosen sind Suggestionen.
 
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Klientelspezifische - diagnosespezifische - interventionsspezifische Arbeit (11.06.2014)

Anne M. Lang zum Thema "Klientelspezifische - diagnosespezifische - interventionsspezifische Arbeit"

ich möchte gern etwas Grundsätzliches ansprechen, was  mich oft bewegt, wenn ich die Listenbeiträge lese.
Es geht um die "Materie unserer Arbeit", es geht um "den Gegenstand Psychotherapie". Dieser Gegenstand ist natürlich schwer zu fassen, er ist komplex und wird erst im Erzeugten sichtbar.
Und auch die Psychotherapie-Verfahren beruhen nur auf Hilfshypothesen, die auf ihre Art ein Vorgehen vorschlagen, auch wenn man sich mit ihnen wie mit Wahrheiten identifiziert.

Jetzt finden sich hier in der Liste viele Anfragen der Art:
Welche Intervention mache ich bei Fall X? (....mit kurzen Worten auszugsweise und beobachtergeprägt beschrieben!)
Oder wie muss ich vorgehen bei Diagnose so.... oder Behinderung so.....? Muss ich da selbst behindert sein, um klientelspezifisch zu sein?

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Dauer von Therapien (20.05.2014)

Anne M. Lang zum Thema "Dauer von Therapien"

Bei diesem Thema gilt es zu beachten: Unterschiedliche Modelle fokussieren unterschiedliche Ausschnitte mit unterschiedlich erhobenen Daten-Informationen. Sie transportieren infolge dessen unterschiedliche Suggestionen und haben wiederum deshalb unterschiedliche Verläufe!

Wer bestimmt was im System der Therapie geschieht? Der Klient mit seinen......., die Therapeutin mit ihren......, der Kontext mit seinen .....die Mitbehandler....mit ihren, die Modelle mit ihren......
Alles zusammen in d i e s e m  e i n e n  System mit I h n e n. Insofern ist die Frage allgemein unbeantwortbar.

Ich sehe es also so, dass wir als verantwortliche PsychotherapeutInnen diese Zusammenhänge reflektieren sollten.Dabei es geht es nicht darum, sich zu sehr mit einem Verfahren, Diagnosen und ihren Erklärungen zu "identifizieren", um an dieser Stelle sich abgewertet zu fühlen, nur weil es auch anders ginge als man es selbst vertritt oder gelernt hat. Wir "bedienen" uns der historischen Möglichkeiten, der Modelle und ihrer Suggestionen.

Wer kann das denn überhaupt sonst tun als wir -   die hoffentlich fundiert und verfahrensbreit ausgebildeten Psychotherapeutinnen. Diese Reflektion kann das Gesundheitssystem nicht machen, die Klienten nicht, der Mainstream nicht und Semiprofessionelle auch nicht. Systemisches, hypnosystemisches Denken ist für mich dabei eine wesentliche Methode der Reflexion der Vernetzungsphänomene und Suggestionsphänomene des Kontextes Psychotherapie.

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Vom Wollen und nicht Können! (10.01.2014)

Anne M. Lang zum Thema "Vom Wollen und nicht Können"

Sie haben trefflich eine Situation beschrieben, die wirklich sehr tragisch ist. Mir gefällt Ihre Beschreibung, da ich sie als komplex und verständnisvoll für beide Seiten lese, vielleicht etwas lastig hinsichtlich der Mutter. Die Mutter braucht noch etwas mehr Verständnis. Deshalb ging sie mit Recht. Auch sie ist in einer fatalen Situation: Ihr geht es nicht gut mit einem kranken Sohn, der so hängt, auch wenn sie älter wird. Was wird sein, wenn sie nicht mehr da ist. Zukunftsvorstellungen beider? Beide sind ja in ihren Widersprüchen zu verstehen.

Sie sind gefangen darin, dass eben nicht beides geht bzw. dass das "Sowohl-als-Auch" ihrer berechtigen Bedürfnisse einzurichten ist. Zudem bedingt natürlich das eine das andere: Wenn die Mutter den Sohn von sich weist, dann bindet sie ihn. Wenn er unselbständig weg will, dann haben sie und er Sorge, ob es klappt und bleibt. Das ist natürlich schon ein langer Prozess, in dem viele Schritte noch nicht gegangen und nachzuholen sind. Natürlich kann man Diagnosen vergeben: schwere Störung, schwere Symptome usw. Natürlich kann man Hypothesen haben: Mehrgenerationenstörung usw. Ich würde mehr systemisch "verstehen" und "nichts wollen", sondern nur "sehr systemisch komplex verstehen und aufzeigen". Ich würde Zukunfts- und Ressourcenarbeit machen.

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Supervision von ehrenamtlichen Kräften beim Kinder-Jugend-Telefon (29.12.2013)

Anne M. Lang zum Thema "Supervision von ehrenamtlichen Kräften beim Kinder-Jugend-Telefon"

Ihre Mail erinnert mich an die Zeit von 1984- 1990, als ich für das DKSB-Kinder- und Jugendtelefon in St. Augustin ausbildete und supervisierte. In der ganzen Zeit begleiteten die sogenannten Scherzanrufe die Arbeit. Wir registrierten sie, nahmen sie ernst, ignorierten sie, fühlten uns davon genervt und betroffen, diskutierten darüber, deuteten sie um. Damals wurde vor allem mit den auch für die Telefonarbeit sehr wichtigen Gesprächsvariablen von Carl Rogers ausgebildet. Diese geben ja in hohem Maße Empathie, bedingungslose Annahme, VEE ein, wobei es gerade hierbei umso erforderlicher war, die Situation gut zu erfassen, um sich nicht benutzt zu fühlen und ausgenutzt zu werden. Sie blieben die Grundlage der Beratungsarbeit. Im Weiteren arbeiteten wir dann natürlich mit systemischen Angeboten, die die Perspektive des anderen mehr erkundete, im Medium des Telefons aber auch Sprachlosigkeit und Skepsis erfuhren.

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Perspektiven auf eine Paarberatung mit dem Thema Eifersucht (03.09.2012)

Anne M. Lang zum Thema "Perspektiven auf eine Paarberatung mit dem Thema Eifersucht"

Sehr interessanter Fall, um sich wieder mit systemischem Denken (und nicht nur mit begrenzten systemischen Interventionen) zu beschäftigen! Jetzt braucht es natürlich mehr als die hier geschriebenen Worte, um die Zirkel, die entstehen, zu eruieren. Dennoch schicke ich Ihnen hier mal ein paar spontane Zeilen: Also, wie konstruiert sich die Situation im Paar? Und wie dann weiter im therapeutischen System von Paar und Therapeuten? Und wie kann sich hier Hilfreiches konstruieren? Zum Glück haben wir die Systemischen bzw. Hypnosystemischen Fragen: Warum kann der Mann und sein Beschwören der Frau nicht glaubhaft sein? (Ist er in seiner Art das zu behaupten verdächtig) Wie beeinflusst die unausgesprochenen Hypnothese des Teams (Psychiatrische Diagnose) die gesamte Therapiedynamik? Also, wie erzeugen hier die Behandler selbst wieder Fakten? Was bekommt die Aufmerksamkeit des Teams? (Ich lese ausführlich geschilderte Verknüpfungen der Frau, natürlich im Sinne der Hypothese) Also, was würde gefragt werden, wenn der Mann als unglaubhaft gelten würde? (Zusätzlich zur Diagnose der Frau, ohne Diagnose oder hinsichtlich weiteren Hypothesen) Was/Wer bekommt also weniger Aufmerksamkeit?

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Wegen Übelkeit kein normales Leben möglich (05.07.12)

Anne M. Lang zum Thema "Wegen Übelkeit kein normales Leben möglich"

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Da ich Sie beide nicht kenne, kann ich es nur den von Ihrer Seite geschriebenen Worten entnehmen. Diese werden auch Worte der Patientin über ihr Leben und Symptomatik widergeben, aber natürlich von Ihnen schon so geteilt und vom Kontext geprägt. 

Als systemischer Therapeut wissen Sie, was ich meine, wenn ich von dem Therapiesystem spreche, einem System, das Sie, die Pat., das Problem, relevante Andere und vor allem die Kommunikation unter diesen Elementen herstellen. Hypnotherapeutisch finde ich viel vage Sprache, viele Adjektive, Adverbien, Verallgemeinerungen der Problemtrancesprache usw.

Da kann man/will man/soll man/darf man doch noch viel erkundend auflösen.

Das fängt mit der "schönen" Überschrift an:

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Hilfe bei Panikattacken (09.01.12)

Anne M. Lang zum Thema "Hilfe bei Panikattacken"

Interessant, aber auch sehr üblich, das gerade Leute, die sehr selbstbestimmt sind und sich nichts "vorsagen lassen wollen", gerade Hypnose vertrauen. Und es stimmt aber auch, dass M. Erickson Hypnose zu einem Verfahren ausgebaut hat, das gerade die selbstorganisatorischen Ressourcen im Menschen anspricht. Insofern ist die Idee der Klientin aufzugreifen.

Auch Panikattacken sowie Vorkommnisse während OPs sind Indikation für Hypnotherapie.

Bei der MEG finden Sie Listen von psychologischen Psychotherapeutinnen, die zertifizierte Hypnotherapeutinnen sind. Beim Ersttelefonat schon anfragen, ob die Hypnotherapeutin diese Indikation übernimmt.

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„Widerstand“ in der systemischen Theorie und Praxis (20.10.12)

Anne M. Lang zum Thema "„Widerstand“ in der systemischen Theorie und Praxis"

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Widerstand gibt es aus der Sicht einer Beraterin/Behandlerin, die was will, was der Klient nicht will. Und das unter der Prämisse, dass das für den Klienten das Beste wäre zu tun, was sie als Fachkraft zu wissen glaubt und er nicht tut. Dazu kommen Prämissen, dass der Kontext, der Prozess, das Beratungssystem, andere Bezugspersonen, Suggestionen der Sprache und Kommunikation usw. dabei unwichtig sind. 

Genau das aber "verlangt" ein überpüfbares Fachwissen in Institutionen, im Gesundheitswesen; systemisch gesehen sind schnelle Einordnungsbegriffe mit darauf bezogenen abfragbaren "schnellen" Tools nicht das Entsprechende.

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Erstattung von systemischer Therapie von Krankenversicherung

Anne M. Lang zum Thema "Erstattung von systemischer Therapie von Krankenversicherung"

Seit 1990 gibt es ein Psychotherapiegesetz. Das regelt die Durchführung von Psychotherapie berufsrechtlich d.h.  welche Studiengänge und Berufe, welche postgraduierte Ausbildungen führen zum Beruf des Psychotherapeuten. In Ihrem Fall wäre die Frage, haben Sie eine Approbation, die die berufsrechtliche Voraussetzung zur Durchführung von Psychotherapie ist?  Als Heilpädagogin käme für  Sie bei entsprechender Ausbildung nur die Approbation zur Kinder- und Jugendlichentherapeutin in Frage. Wenn Sie schreiben, Sie sind systemische Therapeutin, haben Sie einen Abschluss eines privaten Instituts d.h. heißt aber nicht, dass Sie nach dem Gesetz Psychotherapeutin sind oder eine Approbation hätten. Leider besteht da immer viel Unkenntnis und Aufklärungsbedarf.

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Persönliches Krisenmanagement (03.02.2010)

Anne M. Lang zum Thema "Persönliches Krisenmanagement"

Mir zeigte sich wieder, wie wichtig neben der Zielklärung eben auch andere systemische Grundsatzrahmungen sind wie die durchgängige Auftragsklärung, das gemeinsame selbstorganisatorische Prozessmonitoring bzw. die Prozesssupervision mit der Klientin selbst. Dazu gehören jeweils durchaus gemeinsame Diskussionen.

Zielklärung: "Was soll am Ende stehen bzw. Was soll dabei rauskommen bzw. Was soll anders sein und werden?" - Wie klar das mit der Patientin immer wieder neu abgesprochen wird, kann ich nicht aus der Mail erkennen.

Auftragsklärung: "Was machen wir hier zusammen für Ihr Ziel, Ihren Auftrag? Welchen Rahmen braucht das denn?" Hier durchaus auch mit Diskussion z.B. der Arbeitsbedingungen: "... Sie sind eine beruflich gute Kraft. Angenommen jemand käme zu Ihnen und würde sagen, machen sie mir dieses Projekt ohne PC, ohne Nachschlagmöglichkeit…. Was würden Sie sagen?“

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Systemisch-lösungsorientierte Tiefenpsychologie- tiefenpsychologisch orientierte Systemische Therapie? (02.12.2009)

Anne M. Lang zum Thema "Systemisch-lösungsorientierte Tiefenpsychologie- tiefenpsychologisch orientierte Systemische Therapie?"

Die Frage ist- wie schon angemerkt-  tatsächlich eine sehr empfindsame:  Ich habe es oft erlebt, dass eine Auseinandersetzung mit den sehr unterschiedlichen Prämissen, die den Therapiemodellen zugrunde liegen und die dann in der Tat zu unterschiedlichen Konsequenzen in Therapiehaltung und -vorgehen führen würden, vorschnell und sehr unwillig als Schulen- Streit abgetan wurde. 

Das würgt aber das Eigentliche nur ab. Gleichermaßen herrscht auf Tagungen und in Listen eine verkürzte Suche nach Interventionen und Tools vor im mechanistischen Sinne von: was macht man bei…. Als wäre die Kunst der Psychotherapie nur eine Input- Lehre, in der Mann/Frau lernt, wie mit Gegenständen in  Reparatur umzugehen. Ich habe da die Erwartung an akademische Psychotherapeuten, in diese Auseinandersetzung mit den Hintergrundtheorien als eine wirklich ethisch-verantwortliche  Angelegenheit zu gehen. Dafür haben diese Theorien, die historisch, weiterbildungsmarkt- und  kontextbedingt sozialkonstruktivistisch entschieden werden, zu weitgehenden und auch u.a. ungünstige Implikationen für  Patienten.

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Wertschätzung - ja aber... (01.11.2009)

Anne M. Lang zum Thema "Wertschätzung - ja aber..."

ich finde Ihren Kontext spannend, da ja hier unterschiedliche Kulturen und Kontexte zusammen kommen mit jeweils unterschiedlich berechtigten und erprobten Vorgehens- und Denkweisen: Trainer, Sportler, Sportpsychologen, Jüngere, Ältere, Jungen, Mädchen, Männer, Frauen usw.

Und das ist doch gerade für Systemisches Denken interessant: Eins ist bestimmt Vielen klar: Nichts ist per se für alles gut und nichts ist per se gut oder schlecht.

Es gibt nicht den Ratschlag und die Wirklichkeit. Also was wirkt? Wie? Wann? Bei wem? Von wem? Wo? usw: Ich finde systemisch arbeitende Psychologen wissen es nicht grundsätzlich inhaltlich besser, können aber eine neue Dimensionen des Wissens einbringen wie z.B. die der Perspektiven, die der Situationsabhängigkeiten, die der Beobachter- und Empfängerabhängigkeiten. Das kann man ja mal sammeln lassen und sehen, was zusammenkommt.

Auch gut, dass der Trainer Sie zu der Frage gebracht hat, davon können jetzt Viele lernen.

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Psychosomatik und ST (19.10.2009)

Anne M. Lang zum Thema "Psychosomatik und ST"

Jetzt, da die Diskussion sich hin auf das Thema "Psychosomatik und ST" verschoben hat, dazu mein aus der Praxis kommender Beitrag. Eine Tagung zu "Psychosomatik und ST" möchte ich ebenfalls unterstützen.

In meiner Instituts-Praxis wird in nicht unerheblichem Maße Psychotherapie von Psychosomatik angefragt, nicht zuletzt wegen unseres hypno-systemischen Schwerpunktes.

Hypnotisch gesehen ist Psychosomatik ein so drastisch Aufmerksamkeit ziehendes Phänomen für alle systemisch Beteiligten, dass es als prägendes Element im System gesehen werden kann. Was damit, wenn es schon mal da ist, weiter geschieht, bestimmen dann alle daran Beteiligten je nach Einfluss mit- natürlich eben auch die BehandlerIn und ihre Konzepte.

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Weiterlesen: Psychosomatik und ST (19.10.2009)

Stellungnahmen zur Anerkennung der Systemischen Therapie (09.03.2009)

Anne M. Lang zum Thema "Stellungnahmen zur Anerkennung der Systemischen Therapie"

es geht um die Ausbildung zum Psychologischen PsychotherapeutIn/ PP mit dem Abschluss Approbation d.h. Zulassung zur Heilkunde vor der Bezirksregierung. Diese ist seit dem Psychotherapeutengesetz geregelt. In dieser Ausbildung ist „Vertiefte Ausbildung“ ein fester Begriff, der bisher für VT oder TP galt. Jetzt kann dieser Teil auch durch Systemische Therapie gefüllt werden.

Die Ausbildung zur/m Psychologischen PsychotherapeutIn /PP (Info übrigens auch über Wikipedia ganz gut unter „Psychologischer Psychotherapeut“) ist geregelt auf Basis des PsychThGesetzes in der "Ausbildung- und Prüfungsverordnung für Psychologische Psychotherapeuten" (PsychTh-APrV).  Der/die Psychologische PsychotherapeutIn  behandelt demzufolge psychische Störungen (vgl. die Klassifikation nach ICD-10) der Erwachsenen, aber auch der Kinder- und Jugendlichen bei entsprechender Zusatzqualifikation.

Während der Psychotherapie-Ausbildung führt ein Psychologe die Bezeichnung „Psychotherapeut in Ausbildung“ (abgekürzt „PiA“ oder „PPiA“ für "Psychologischer Psychotherapeut in Ausbildung") und ist von seinem Status vergleichbar mit einem Assistenzarzt, der sich in der Facharzt-Weiterbildung befindet.

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Weiterlesen: Stellungnahmen zur Anerkennung der Systemischen Therapie (09.03.2009)

Teamsitzung im allgemeinen Sozialdienst des Jugendamtes (05.03.2009)

Anne M. Lang zum Thema "Teamsitzung im allgemeinen Sozialdienst des Jugendamtes"

Ich bin wirklich keine Freundin von Standardantworten, aber auf dieser Meta- Ebene empfehle ich standardmäßig: …… immer wenn Du nicht mehr weiter weißt, dann ist angesagt:

1.Zielklärung

- Was soll am Ende stehen? Was ist das Ziel vom Tun?
- Wozu dient die Veranstaltung für Sie?
- Wer profitiert davon und wie?
- Aus welcher Perspektive sieht es wie aus?
- Angenommen, wir würden es anders machen…wie würde das zum Ziel führen?
- Angenommen, ….

Usw. noch viele Fragen möglich

2.Auftragsklärung.

Beschreiben, wie Sie das aus Ihrer Perspektive erleben. Wie in Ihrer Email und dann:

- Was ist Ihr Auftrag an mich als Supervisorin in dieser Situation, in diesem Setting?Es kann sein, dass auf die Frage nicht gleich eingegangen werden kann im Sinne von „ Wieso - ist doch klar!“ Dann müssten Sie sie nochmals modifizieren:
Wie läuft es denn jetzt so aus Ihrer Perspektive?
Wozu wünschen Sie sich dabei eine Supervisorin?
Angenommen, wir würden es anders machen, welche Möglichkeiten ständen zur Verfügung?
Welche Möglichkeit geben Sie Ihrer Supervisorin, daran etwas zu modifizieren?

Ich erlebe übrigens oft, dass es durchaus kompetente Teams gibt, die Supervision allein machen wollen und können und dann pro forma oder vorgeschrieben eine Supervisorin „mitschleifen“.

Dann ist wirklich das zu klären:
Was soll ich hier für Sie tun?
Oder: Ist das dann vielleicht ein Auftrag zur Teamentwicklung? Wer würde das dann entscheiden?

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Erkläre einem Verhaltenstherapeut systemisches Arbeiten (15.02.2009)

Anne M. Lang zum Thema "Erkläre einem Verhaltenstherapeut systemisches Arbeiten"

Fragen ist eine der Hauptinterventionen in der Systemischen Therapie, weil sie eben beim Klienten Suchprozesse anregen, die ihn in den eigenen erweiternden Prozess bringen. Im Folgenden will ich versuchen, das Systemische durch Fragen erfahrbar zu machen. Diese Fragen werden sehr unterschiedlich beantwortet in VT, TP und ST, da sehr unterschiedliche Konzepte-  wie Veränderung vor sich geht- zugrunde liegen. Sich damit zu beschäftigen ist wichtig, um in der Praxis überhaupt dann systemisch vorzugehen.

Frage: Gibt es Probleme?

…Oder sind Probleme, wie das Systemische Denken vorschlägt „lediglich“ Phänomene der Selbstorganisation des Klienten bzw. auch der des relevanten Systems, die hier erzeugt werden und hier auch wieder veränderbar sind? Sind  sie  weitgehendes Resultat von Reduzierungen in Beobachtungen und Wahrnehmungen in  Sprache und sozialer Kommunikation und deren einseitigen Bewertungen? Unter diesen Prämissen erfolgt dann eine andere „Behandlung“. 

Wie entsteht ein „Problem“?

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Projektauswertung – Literatur (11.02.2009)

Anne M. Lang zum Thema "Projektauswertung – Literatur "

Nicht direkt zum Projektmanagement, aber vielleicht doch für Ideen zum Projektmanangement gut: Mein Artikel zur "Systemischen Supervision". Er erschien 2004 im Megaphon, auch zu finden auf meiner Homepage.

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Psychosomatische Grundversorgung (05.03.2008)

Anne M. Lang zum Thema "Psychosomatische Grundversorgung"

Ärgert es nur die Ausbildungsinstitute, denen große Umsätze verlustig gehen oder die Verbände, weil ihre Abgrenzungs-Identitätsstiftungs-Politik erfolglos bliebe?" (Listenbeitrag vom 2.4.)

Es geht darum, dass mit den Tools nur „kompakte Endprodukte“ von darunter liegenden Haltungen, Paradigmen von Störungsentstehung und Veränderung übernommen werden, die ihre Wirksamkeit aber nur in diesem ihren Gesamt entwickelt. Aus diesem Zusammenhang gerissen und sogar unreflektiert in jeder Journaille bzw. einem Schnellkurs vermittelbar, werden sie zu einer Art „Küchenpsychologie oder Hobbypsychologie.“

So ist es heute aber auch im Fachkontext kein Einzelfall mehr, dass gerade unter dem Aspekt, wie gut alles zu integrieren sei, z.B. auf einer Jahrestagung eine renommierte Psychologieprofessorin der Tiefenpsychologie die „Wunderfrage“ in die Tiefenpsychologie integrieren will - bezeichnenderweise beschrieb sie auch noch als Tool der Gestalttherapie! - Daran merkt man, wie gerade dieses „Tool“, das eine völlig andere zugrunde liegende Schulenphilosophie als die der TP so komprimiert verkörpert, aus diesem Zusammenhang gerissen, niemals „die Wunderfrage“ mit allem ihrem Drum und Dran und Wirkkraft mehr bedeuten können wird.

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Sexueller Mißbrauch: Therapie im "Zwangskontext für Selbstzahler" (04.02.2008)

Anne M. Lang zum Thema "Sexueller Mißbrauch: Therapie im Zwangskontext für Selbstzahler"

Also, dann lassen Sie uns - wie von Ihnen gewünscht- „Systemische Therapie“ machen. Hierbei kann gezeigt werden, wie diese fall- und symptomunabhängig gerade schwierige Situationen entwirrt und aufwickelt. Auch hier führt dieses Vorgehen zur Abklärung einer komplexen Situation und gleichzeitig schon zu prozesshaften Entwicklungen für Klient und Therapeut. Natürlich vertiefen Kontexterfahrung, berufliche Erfahrung die systemische Kompetenz. (so z.B. durch Gewandtheit in Frage-Interventionen, Tools der Metaerfahrung, in der Kunst von gleichzeitigem Aufrechterhalten von Rapport und Konfrontation, in der Klarheit für meine Position im Therapiesystem usw..)

Systemisch hieße für mich: Auftragsklärung aus den Perspektiven der Auftraggeber. Wer sind die? Wir haben es hier mit mindestens 2 Auftraggebern zu tun:

1. Gericht, auch wenn die Therapieauflage nicht direkt von dort an mich beauftragt und inhaltlich überprüft wird. Nach dem Psychotherapeutengesetz müssen PsychotherapeutInnen approbiert sein. Fragen: Wann wäre die Auflage des Gerichts „Therapie statt Strafe“ erfüllt?

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2.   und der Großvater als Auftraggeber
Wie steht der zu den Missbräuchen heute? Wenn der Großvater das Verbrechen nicht anspricht, sprechen Sie das an. Wie bewertet er die Auflage für sein Verbrechen? Findet er es als angemessene Strafe? Was hat er für Vorstellungen, wie er mit seiner Situation und die der Enkel umgeht?

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Systemische Supervision (02.11.2007)

Anne M. Lang zum Thema "Systemische Supervision"

Um Anderen zur Veränderung zu verhelfen, ist es wichtig, dass TherapeutInnen bewirken, dass die KlientInnen in ihren eigenen Prozess einsteigen. Dazu hilft deren eigene ausführliche und immer wieder stattfindende Auftragsklärung und Zielklärung, um diesen Prozess für sich zu sortieren und zu zentrieren. Wie mache ich das in unterschiedlichen Kontexten und bei diesen PatientInnen? (Supervisionsfrage)

Dazu stelle ich als Therapeutin den Rahmen her, indem ich dieses ermögliche,  ohne die Antworten selbst schon zu kennen. Denn dann ginge ja Selbsterzeugtes vorschnell unter. Das heißt nicht, dass ich nicht anregen kann mit Geschichtenbeispielen oder zugefügten Anregungsideen. Wie ermögliche ich diesen Rahmen als Therapeutin herzustellen? (Supervisionsfrage )

So geht es dann im Selbstorganisationsprozess der KlientInnen weiter.

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Stichwort Lösungsorientierung (08.10.2007)

Anne M. Lang zum Thema " Lösungsorientierung"

Wenn wir in der Listensupervision im herkömmlichen Supervisionssinn fragen:

„Was mache ich bei Diagnose XY oder bei Klient XY?“  impliziert dies, dass sich Fachexperten über Behandlungsfälle austauschen. Das impliziert also eher Pathologieorientierung, da wir von unserer Datensammlung ausgehen und von Expertenwissen.

Mein Betrag vertrat die Anschauung, dass es im ressourcenorientierten systemischen Vorgehen weniger um Austausch von Fachexpertenwissen geht, als darum, diese Fragen, die auf ganz anderer Ebene Metaprozesse anregen, dem Klienten selbst zu stellen.

Dann geht es darum, wie verhelfe ich diesem Menschen in diesem Kontext zum Lösen dieses Knotens durch Angebote, die er unprognostizierbar nutzt?

Ich habe meine Ideen dazu im Megaphon 05 beschreiben und auf meine Homepage unter Supervision abgelegt.

Hier nur einige Ideen, die in einer Mailingliste gehen könnten:

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Lösungen und Reflexionen zum Problemkontext (07.10.2007)

Anne M. Lang zum Thema "Lösungen und Reflexionen zum Problemkontext"

Wie denken Sie darüber, wie Veränderung durch Psychotherapie entsteht? Ohne, dass es zu theoretisch und langatmig wird, interessiere ich mich für Modelle, die hinter unserer Praxis liegen.

 

Mit dem Modell der Selbstorganisation fand ich u. a. eines, das für mich stimmig ist mit meinem praktischen Vorgehen, das mit der Aufmerksamkeit des Klienten arbeitet, seinen günstigen oder ungünstigen Ordnungsparametern, die seine Wirklichkeits- und Selbst-Erfahrung prägen. Ein Modell, das mit der Komplexität von Faktoren arbeitet, die jedoch immer nur begrenzt erfassbar sind. Ein Modell, das für mich beschreibt, wie sich Veränderung vollziehen kann, natürlich nur, wenn ich das geschlossene System des Klienten durch einen angemessenen Rahmen "berühren" kann, so dass diese Veränderung in ihm ermöglicht wird.

 

Also, wie entsteht Veränderung durch Psychotherapie?

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Gedanken zur Diskussion: Stichwort Lösungsorientierung (16.10.2007)

Anne M. Lang zum Thema "Stichwort Lösungsorientierung"

Lösungsorientiertes Vorgehen ist nur insofern systemisch, als es die Selbstorganisation (Schiepek, Haken) stringent prozesshaft anregt, sich in eine Lösungsrichtung hineinzuentwickeln. Es ist erst einmal nicht systemisch, wenn es die Neutralität zum Entwicklungsprozess, zum Patienten und seiner Vielschichtigkeit aufgibt, wenn es die relevanten Bezugspersonen, Behandlernetze und Kontexte nicht mitberücksichtigt, wenn ihr gutes Handwerkzeug ohne kunstvolle Anpassung lediglich als einfache Tools benutzt wird.

Das Wissen um die Hintergründe ihrer Entstehung machen die Tools erst fundiert und den Unterschied dann überhaupt aus. Dies  ist der Gegensatz zwischen verschenkten Möglichkeiten und wirksam tiefgehender Intervention, die dann immer eine entsprechende „Bühne“ braucht, heißt: die richtige Beziehung, die richtige Situation, die richtige Aufmerksamkeit des Klienten, die beachtet werden müssen usw.

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Systemische KassentherapeutInnen (21.09.2006)

Anne M. Lang zum Thema "Systemische KassentherapeutInnen"

Ist ja interessant, wie auch in die Diskussion über überlastete Kassentherapeuten die systemische Frage wieder aufkommt - ich finde gerade in dieser systemischen Liste zu Recht. Meine Erfahrungen in Supervision und Fortbildungen ist, dass PsychotherapeutInnen alle Tools ungeachtet ihrer Herkunft in TP oder VT integrieren, egal ob sie systemischer, hypnotherapeutischer oder lösungsorientierter Herkunft sind.

Damit geht jedoch ihre eigenständige abgeleitete Wirkung völlig verloren. Sie zählen dann mit der Zeit zum Kontext der Psychopathologie der Richtlinienpsychotherapie, die als Ausbildung für einen Kassensitz gemacht werden muss, während die Ausbildung in systemischen Verfahren dann meist absolut schmalspurig bleibt bzw. viele diese in Unkenntnis sogar lediglich nur für ein Modul halten.

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Zur Diskussion über die Grenzen von Systemischem Denken und Arbeiten (21.08.2006)

Anne M. Lang zum Thema "Zur Diskussion über die Grenzen von Systemischem Denken und Arbeiten"

Liebe Kollegen und Kolleginnen,

ich möchte in dieser Diskussion zu 2 Punkten Stellung nehmen:

1.         Zu den Grenzen systemischen Arbeitens

2.         Zu den Voraussetzungen zum Gelingen systemischen Arbeitens

1. Behandlungsmodellen liegen immer Theorien zu Grunde, die in die therapeutische Wirkung einfließen - so dem Systemischen Denken solche wie die der Selbstorganisation, der Komplexitätstheorie und der Systemtheorie mit Beobachtereingeschränktheit. Mit diesen werden Vorstellungen, es gäbe so etwas wie die „Be-handlung“ eines Individuums oder eines Systems durch eine Expertin in Frage gestellt.

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2. Sie erfordert als Haltung das Erweitern der eigenen Beobachterposition, eine berufsethische Haltung, Liebe, Neugier und Interesse an Menschen und ihren Möglichkeiten, und das Vertrauen in ihre Ressourcen, die aus dem Blick geraten sind oder neu unter einem solchen -Aufmerksamkeit anders fokussierenden- Vorgehen entstehen. Sie erfordert auch das Aufgeben einer Fachexpertenautorität zugunsten eines lernbaren Expertums der Prozessarbeit mit den Ressourcen, die in der Komplexität von Situationen und Perspektiven liegen.

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Literatur und Erfahrung mit systemtherapeutischen Ansätzen zum Thema Mobbing (10.01.2006)

Anne M. Lang zum Thema "Literatur und Erfahrung mit systemtherapeutischen Ansätzen zum Thema Mobbing"

Ich verweise gerne beim Thema Mobbing auf den Kollegen  Josef Schickerath, der im Saarland in der Berusklinik als leitender Psychologe dazu eine Abteilung aufgebaut hat, dazu arbeitet und publiziert hat. Er referiert auch auf den Lindauer Therapietagen immer zu dem Thema und ist zu dem Thema auch schon mal mit diesem Seminarthema bei mir in Bonn zur Coaching-Weiterbildung. Sein Buch heißt: Mobbing am Arbeitsplatz, Grundlagen, Beratung, Behandlungskonzepte, Papst Science Publisher 2004.

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