gegründet 1995
Allgemeine Infos

gegründet 1999
Allgemeine Infos

Historie / Selbstreport
   

 

1. Systemisches Coaching
DGSF zertifiziert

1. 'KliHyp' Klinische Hypnose MEG für psychol./ärztl. Psychotherapeuten

2. Das Bonner Ressourcen-Modell - Ressourcen-erzeugende Beratung und Veränderungsarbeit DPA

2. 'KomHyp' Hypno-System. Kommunikation MEG für Coaches/Berater

3. Systemisches Curriculum
DPA zertifiziert

3. 'MedHyp' Medizin. Hypnose MEG für Ärzte aller Fachrichtungen

 

4. 'KiHyp'  Hypnotherapeutische und systemische Konzepte für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen MEG


 

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Hypno-Liste

Hypnotherapie bei Morbus Sudeck, Komplexes regionales Schmerzsyndrom (21.10.2015)

Anne M. Lang zum Thema "Hypnotherapie bei Morbus Sudeck"

Psychotherapeutisch:
Bei dem von Ihnen eingebrachten Fall ist insgesamt die Situation belastet. Sie wird aber nicht leichter mit dem Sudeck. Im Gegenteil: gäbe es hier einen Hoffnungsschimmer, bekäme man auch sonst Aufwind. Natürlich ist insgesamt systemisch in eine neue Vorstellung von Zusammenleben zu erkunden. Die Zuversicht, mit der sie Hypnose als Heilung ansieht, ist also eine große Chance, die gut und mit Bedacht zu nutzen ist. Ja, es gibt mehr als wir mit dem Verstand und Willen sind. "Wie" "können" "Sie" "das" "in und mit Hypnose" "entdecken".
Viele Grüße aus Bonn,
Anne Lang

 

Weiterlesen: Hypnotherapie bei Morbus Sudeck, Komplexes regionales Schmerzsyndrom (21.10.2015)

Selbsthypnose-Übung aus Bonn (17.09.2015)

 

Anne M. Lang Selbsthypnose-Übung für ein Seminar

Liebe Liste,
ich war in letzter Zeit seminarmäßig (und für mein Buch ) eingebunden und habe die vielen interessanten Listenthemen nur lesender Weise mitverfolgen können. Dafür hier aber etwas aus der Bonner Entwicklungswerkstatt: Eine Selbsthypnose-Übung, die ich aktuell für ein Seminar einwickelt habe, die Sie aber bestimmt auch interessiert. Sie besteht aus den Zutaten: Biofeedback, Metaphern-Arbeit, Fokussierungstechniken und natürlich ihrer Milton-Sprache-Rahmung:  kurz, anschaulich, prägnant, wirksam.
Also:
Legen Sie eine oder beide Hände auf ihren Oberbauch - sitzend oder liegend - dort wo das Sonnengeflecht (vom Autogenen Training bekannt) sich befindet - zwischen Nabel und Zwerchfell.
Spüren Sie die Wärme und die angenehme Auflage Ihrer Hände.
Und dann stellen Sie sich den grünen Auflade-Balken Ihres Handys vor- so wie Sie es immer wieder gesehen haben und laden Ihren "inneren Akku" auf.
Wie Sie wissen, braucht das etwas Zeit, aber der Balken wächst.
In dieser Zeit können Sie - wenn Sie wollen- sich vorstellen, wo er heute gerade steht, wofür er Kraft braucht und was ihn wieder auflädt.
oder
Sie lassen ihn einfach aufladen und sehen dem wachsenden grünen Balken zu.
Und wenn Sie einen guten Stand erreicht haben, kommen Sie mit dieser Kraft-Aufladung wieder zurück in den Tag.

Anne Lang

Gruppentrance (07.07.2015)

Anne M. Lang zum Thema Gruppentrancen

 

... meine Erfahrungen und Anregungen für Gruppentrance:

 

Induktionen:
 - "Abstimmungs"möglichkeiten zwischen Anleiterin und TN einführen z.B. durch Induktionen wie: Stiftinduktion mit besonderer Gruppenutilisation, auch verschiedene ideomotorische Induktionen. Dies, da man hier sieht was geschieht und das ansprechen und vertiefen kann. Und sich jeder begleitet fühlt bzw. durch den anderen verstärkt.... jeder fallende Stift verstärkt die Trance der anderen....
- Dann: "Inkorporieren" - so nennen es die AT-ler- , "Utilisieren" die Hypnoth. D.h. alles aus der Umgebung (Geräusche usw.) beschreibend ansprechen und integrieren.
- Dann: beobachtete und voraussehbare Wahlmöglichkeiten und Optionen von Trancephänomene und Vertiefungen anbieten und suggerieren, dass sich jeder nach individueller persönlicher Erfahrung berücksichtigt fühlt. Auch Kombinationen von Vertiefungen...

Inhalte in Trance:
Heterogene Gruppen:
- eventuell Einzelinterviews oder
- kurze Vorinterviews in der Gruppe, die man nutzen kann, um allgemein die Bühne zu bauen und zu seeden.
Homogene Gruppen:
- Themen zum "Hinzu" in der Vorstellungsform vage und metaphorisch ansprechen und metasprachlich konkretisieren lassen.
- Wandlungsgeschichten mit der Herausarbeitung der Wandlung....danach war alles ....etwas... anders..... es war zu beobachten...(dissoziiert herausarbeiten) zu sehen...(assoziiert herausarbeiten) zu fühlen.... Sinneswahrnehmungen..... wie Entwicklung geht... wie sie registriert wird....wie Zuversicht entsteht... die ericksonsche "Geschichte aus ihrem Leben"....
- Vorstellungen erzeugen lassen, die  zu ersten Bahnungen... führen usw.

Gruppen zum Erlernen der Selbsthypnose ist ein spezielles Themen. Sie unterscheiden sich von den reinen Gruppenanleitungen.
(Das wurde letztens in der KliHyp- Supervision hier auch angefragt, da eine Kollegin es in ihrer Klinik einführt.)
- Aufklärung, Aufgreifen, Seeden
- Induktionen: hier solche, die man selbst in der Eigenanwendung zur Vertiefung einführen kann, z.B. Zählinduktionen, ideomotorische, Stift usw.
- persönliche Intervention, die zuvor erhoben wird, z.B. Gruppenarbeit ( 2ergruppen-Interview) zum jeweiligen Hinzu (Vorstellung herausarbeiten lassen)
- individuelle Anker entwickeln lassen und anbieten
- Prozessbegleitung und die Gruppe nutzen zum Seeden und Leaden....

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Weiterlesen: Gruppentrance (07.07.2015)

Symbiotische Mutterbindung (24.06.2015)

Anne M. Lang zum Thema "Symbiotische Mutterbindung"

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Interventionen sind es eben nicht, die fehlen, wenn es nicht weiter geht!
Wenn es nicht weitergeht, liegt es an der Dynamik.
Systemisch und hypnosystemisch heißt hier, diese Dynamik im Therapiesystem zu sehen und die Rollen zu ändern.
....."Erkunden" als unterschätze Intervention:
"Wieso will sie sich jetzt ändern? Wieviel? Will sie? Und wenn ja wohin? Was wäre das erste? Was spricht dagegen? Was hat sie bewogen jetzt in Psychotherapie zu gehen d. h. ja an Entwicklung/Erweiterung zu arbeiten? Was bringt sie an Fähigkeiten mit für diese Arbeit? Usw. usw.
Nicht in dieser Salvenform, sondern mit Pausenzeit zum In-sich-gehen, aber mit dem Effekt:  Sie kommen in eine andere Rolle, die Klientin auch und das Therapiesystem wird anders.
Oder: Durchaus mit der Klientin selbst auf die Situation schauen. Wie gestaltet sich für Sie unsere Therapiezusammenarbeit? Was nehmen Sie mit? Was machen Sie damit? Also Meta-Interventionen und weg vom Inhalt und für die Klientin arbeiten.

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Weiterlesen: Symbiotische Mutterbindung (24.06.2015)

Schwindel während der Hypnose (18.06.2015)

 Anne M. Lang zum Thema "Schwindel während der Hypnose"

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Falls nicht etwas anders zu reframen ist, gehört "Runterfahren" des Herz-Kreislaufsystems mit zu den unwillkürlichen Trancephänomenen.
Besonders Leute mit niedrigem Blutdruck sollten nur so weit in Trance gehen, wie Sie es vertragen.
"Gehen Sie nun nur so weit in Trance, wie Sie es gut vertragen" (geschachtelte Implikationen) Mit wachsender Erfahrung spielt sich das ein.
Auch Leute, die gut kontrollieren, sollten nur so weit in Trance gehen, wie sie es vertragen.
Danach ist das ausdehnbar.
 
Patientenfrage: Wie macht man das: "...soweit in Trance gehen, wie man es verträgt?".
Das kann man nicht mit dem Willen steuern, das macht unser Unterbewusstsein für uns.
Insofern ist es auch schon ein Trancephänomen.
Genauso wie es nach der Trance beim Re-Orientieren den Blutdruck wieder hochfährt.
Eines der unwillkürlichen Aufgaben und Leistungen unseres Körpers.

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Weiterlesen: Schwindel während der Hypnose (18.06.2015)

Patientin, die nicht schwitzen kann (09.06.2015)

Anne M. Lang zum Thema "Patientin, die nicht schwitzen kann"

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das Problem der Klientin ist, dass sie nicht schwitzen kann?
Da sieht man mal wieder, wie reduziert Sprache und Emails sind.

Was genau ist das Problem daran?
Heißt das, dass sie nicht schwitzt oder dass sie nicht erträgt, wie sie schwitzt?
Das, was das Rätsel der verkürzten Sprache ja auch auflösen könnte, wäre die Frage:
Wie sähe der angestrebte Zustand aus?
Die anderen Infos rechts und links in der Mail verführen nur zu Ableitungen und Interpretationen. Davon bin ich keine Freundin, weil es - zumal hier in Kurzversion - nur weiter verfilzt und mehr die Therapeuten zur Reduktionen verführt, die dann ins Irgendwo führen.

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Weiterlesen: Patientin, die nicht schwitzen kann (09.06.2015)

Umgang mit dramatisierenden und "coolen" Klient(inn)en (18.05.2015)

Anne M. Lang zum Thema "Umgang mit dramatisierenden und "coolen" Klient(inn)en"

HypnotherapeutInnen kennen ja die verschiedenen Zustände, die entsprechende Sprache und Fokussierung mit sich bringen. Ich finde es interessant, sich das genauer anzuschauen gerade hinsichtlich dieses Themas der Ausblendung oder Wegblendung oder ...
Auch hinsichtlich wie PatientInnen/KlientInnen und  auch TherapeutInnen rüberkommen.
Auch natürlich, wie man bestimmte Symptome wie Depression oder Angst "erzeugt". Was dissoziiert oder assoziiert man, wenn man depressiv ist? Ich denke darüber nach, das zur nächsten Jahrestagung vorzustellen.
 
Unter diesen Aspekten könnte man sagen:
Man kann assoziiert sein mit Gefühlen und kinästhetischem inneren Erleben. Die Fokussierung und Sprache wäre wahrscheinlich eher detaillierter, erlebnisorientierter. Interessanterweise kann man sich dann auch ganz da hinbegeben und hineindrehen. Das ist stellenweise bestimmt auch eine wichtige Erfahrung. Guter Orgasmus geht nicht ohne - nur gesagt, weil es ja auch Klienten gibt, die deshalb eine Therapie aufsuchen.
Man kann dissoziiert sein und auf eine Situation schauen bzw. woandershin fokussiert sein. Die Sprache wäre eher einordnender, eher bewertender, kognitivere usw. Problemlösung geht m.E. nicht ohne.
Beides kann m.E. eine Form sein, seine Erfahrung zu gestalten. Gut, wenn man beides kann.
Schön ist doch, dass es kein Richtig oder Falsch gibt, sondern nur ein situativ Passenderes oder Günstiges.
 
Ich glaube, dass einen Überblick zu haben, gut dabei hilft, sich schon als Bewältigende einer Situation zu erleben.
Daher strebe ich an, dass eine Klientin "in den Draufblick" geht. Manche lernen das auch erst.
Das hängt aber natürlich auch damit zusammen, wie ich als Therapeutin auf sie eingehe und wie ich sie dazu befrage. Es gibt Fragen, Haltungen und ein Dranbleiben, die das ermöglichen.
Insgesamt finde ich "dramatisierend"  eine Beobachter-Bewertung und Einordnung. "Ausweichen vor" bzw. "sich schützen vor"  ebenso.
Ich mache mich davon gerne frei und lasse zu, dass jemand sich so einbringt, wie er es macht.
Da finde ich nichts besser oder schlechter und bleibe offen.
Dass er dafür gute selbstorganisatorische Gründe hat - na klar.
Aber er hat ja auch ein Anliegen und will was bzw. es geht ihm um was. Dabei muss er sich auch fokussieren, das zu fassen.
Das ist mir wichtig zu erfahren und da bleibe ich auch dran. Dann ergibt sich alles im Weiteren durch Ernstnehmen davon und dranbleiben durch den Therapeuten.
Ich habe ja in meinem Eingehen darauf wieder viele Möglichkeiten.
Je weniger er sich beurteilt fühlt und vertraut, umso mehr kann er sich öffnen.

Weiterlesen: Umgang mit dramatisierenden und "coolen" Klient(inn)en (18.05.2015)

Abrechnung Hypnotherapie (M. E.G.) nach GOÄ/GOP (14.04.2015)

Anne M. Lang zum Thema "Abrechnung Hypnotherapie (M. E.G.) nach GOÄ/GOP"

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die Preise für die Leistung eines approbierten Psychotherapeuten richten sich nach der GOP/Ä-Gebührenordnung für Psychologen/Ärzte oder dem EBM.

In der GOP/Ä bzw. im EBM sind natürlich nur die beiden sogenannten Richtlinienverfahren angeführt, da nur sie sozialrechtlich überhaupt vorkommen d.h. in der Abrechnung bei privaten oder gesetzlichen Kassen und darin unterscheiden sich diese nicht. Hypnotherapie kommt in der GOP/GOÄ oder im EBM nicht vor. Die in der GOP/GOÄ/EBM vorkommende uralte sogenannte "kleine" Ziffer Hypnose betrifft "Hypnose als eine alte Suggestionsintervention" und ist keine Hypnotherapie.

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Zu Ihrer Frage danach  "Was ist / wie geht Hypnotherapie?"
Die meisten Hypnotherapeuten integrieren Hypnotherapie also in ihr Heimatverfahren VT und TP und machen - bzw. beantragen schon und erstellen ihren Behandlungsplan dementsprechend auch nach  VT oder TP und ergänzen Hypnointerventionen.
Nach meiner Meinung ist Hypnotherapie nach M. Erickson aber durchaus eine eigenständige Psychotherapie, die eigene Prämissen und entsprechend eigenes Vorgehen aufweist. Das unterscheidet sich von anderen Verfahrens/Hypothesen/Prämissen und Vorgehen und auch von VT und TP.
Es gibt ja eben eine wissenschaftliche Psychotherapie neben den beiden Richtlinien-Verfahren mit ST und HT.
 
Daher mache/beantrage ich bewusst nicht " VT/TP plus", sondern mache eigenständige HT.
Diese kann ich auch als approbierte PT nur in Eigenleistung berechnen, allerdings natürlich analog der GOP/Ä.

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Weiterlesen: Abrechnung Hypnotherapie (M. E.G.) nach GOÄ/GOP (14.04.2015)

Jump into Action(30.03.2015)

Anne M. Lang zum Thema "Jump into Action"

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Therapie  - eine komplexe Situation, die immer nur aspekthaft zu beschreiben ist bzw. auch nur aspekthaft reduziert  beschrieben wird.  
Man erfasst sie nicht, bleibt man bei einem Aspekt stehen. So sind  "Interventionen bei..." sowieso zu vordergründig. (Dennoch werden mit Interventionen Manuale und dann Studien gemacht werden, die dann über Anerkennung entscheiden. Das ist ein Dilemma, was auch die Forschungsstudie der MEG über Depression betrifft. Auch, wenn sie Erfolg haben wird, bleibt das Unbehagen über diese Reduktion.)
"Jumpen oder nicht", "direkt oder indirekt", "Jumpen oder kleinschrittig Bühne langsam bauen" ist da schon eine mehr metamäßige Reflexion.
Aber es kommt selbst dabei darauf an.
 
Wie könnte man also sagen, was systemisch zählt:

1. Der Kontext: Dieser bestimmt die Erwartung des Kommenden, das, was verantwortlich möglich ist zu tun, weil man unterschiedliche Zeit-Dauer-Themen, Mitbeauftragte hat usw. Deshalb ist im Coaching anderes möglich als in einer Psychotherapie und hier wiederum anderes als in einer medizinischen Situation, in der man meist jumpen kann, da der Kontext schon genug Suggestion hat. Daher macht es Sinn, Hypnose kontextspezifisch zu lernen, da sie jeweils andere Auspräge-Formen hat und haben muss. Es geht auch nicht um einen Film (auch wenn das sehr interessant ist!), sondern um eine verantwortliche Behandlungssituation, in der sich eine Person an uns wendet.

2. Das spezielle Therapiesystem: Hier sind wir als Th. Element darin, Beziehungsaufbau, eben diese Anfrage an diesen Kontext, der suggestiv hineinspielt, Zuschreibung an Wirkung, Vertrauen durch den Ruf, das Renommee, das man wieder sich erarbeitet und das einem zugeschreiben wird. (Daran müssen Frauen entschieden länger arbeiten als Männer). Diese Suggestion als Element in diesem System.

3. Therapeutenpersönlichkeit: Sie ist ein sehr starkes suggestives Element, die "diskret" unterschätzt wird. Ein Anfänger fängt anders an als ein Erfahrener komplex erfassen kann.  Es geht weiter um die fachlich fundierte Prägung meist bestimmter einseitiger Herkunft, die  Berufserfahrung und die eigenen reflektierten Persönlichkeitsmuster. Meisterschaft kommt mit der Berufstätigkeit (man sagt mindestens 10 Jahre), aber plus intensiver Beschäftigung. Meisterschaft steht auch in Wechselwirkung mit dem sich bildenden Charisma. Wie gesagt, das ist nicht da, das entsteht in Wechselwirkung. (Frauen wird Charisma übrigens aus verschiedenen Gründen weniger zugeschrieben, auch wenn die meisten Behandlerinnen Frauen sind. Das hängst auch damit zusammen, dass sich nur wenige intensiv mit ihrem Fachgebiet beschäftigen können oder wollen und dass man Frauen kein Lebenswerk zuschreibt, wie Elfriede Jelinek das gerade im Zeitartikel schreibt.)
 
4. Der Klient/Patient: Natürlich sehen wir an seiner Reaktion, wie wir auf dem Hintergrund des Klienten verstanden wurden. Dieser ist zu erfassen und das macht Erfahrung, Übung, Engagement, die Neugier für ihn, hypnosystemische Reflexion und die Freude an Therapiearbeit. Und dann beginnt dieses gegenseitige Utilisieren im Zirkel. Er utilisiert mich und ich ihn und seine Situation/Symptome usw.

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Weiterlesen: Jump into Action(30.03.2015)

Haltung und Wortwahl der Arzt-Patienten-Kommunikation (02.02.2015)

Anne M. Lang zum Thema "Haltung und Wortwahl der Arzt-Patientenkommunikation"

Liebe Ärzte und Psychologen in Krankenhäusern, liebe KollegInnen,

zum Thema Haltung und Wortwahl der Arzt-Patientenkommunikation in Arztpraxen und Krankenhäusern:

Es gibt ja doch das Curriculum "Medizinische Hypnose", MedHyp!
Und es gehört ja mit Absicht seit jeher zu den 4 kontextspezifischen MEG–Curricula.
Es wurde in der Vergangenheit zeitweilig an der MEG Regionalstelle Tübingen durchgeführt.
Seit 2007 findet es jährlich in der Bonner Regionalstelle des Milton Erickson Instituts Bonn & AML Instituts Systeme statt.
Geben Sie diese Info an Kollegen weiter.

Nächster 7. Jahres-Starttermin ist hier übrigens wieder Mi 6.5.2015, 14:00-20:00.
 
Als Durchführende möchte ich die Feedbacks, die ich erhalte, unbedingt weitergeben:
Diese Reihe wird als absolute Bereicherung für Ärzte und Psychologen/Neuropsychologen, die in diesen Kontexten arbeiten, erlebt!
Sie erweitert das Spektrum von Hypnose für den medizinischen Kontext:

   - vom „Pol“ Sprache und Kommunikation bei Gesprächen, Visiten, Begleitungen bis hin zum „Pol“ Ritual bei Eingriffen, Untersuchungen, besonderen Situationen.

Für die praktische spezielle Anwendung heißt das: hohe Sensibilisierung für die unweigerlichen Suggestionen der Kommunikationen und Sprache und den Einsatz vom indirekten fachlichen bis auch hin zum traditionell direktiven Einsatz für besondere Situationen/Notfälle.

Viele Fallbeispiele und Berichte der ärztlichen KollegInnen und vor allem auch ihre persönliche und fachliche Wende mit der Weiterbildung überzeugen mich immer wieder von der Wichtigkeit dieses speziellen MEG-Curriculums!
Wir sollten mal eine Rubrik gelungener Fälle im Megaphon einrichten, so dass die TeilnehmerInnen dieser Reihe ohne viel Aufwand von ihren Erfahrungen berichten können.

Viele Grüße
Anne Lang

Weiterlesen: Haltung und Wortwahl der Arzt-Patienten-Kommunikation (02.02.2015)

Fallbeispiele in Veröffentlichungen (28.01.2015)

Anne M. Lang zum Thema "Fallbeispiele in Veröffentlichungen"

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Es gibt ein solches Buch im Verlag Modernes Lernen, Borgmann von Jürgen Hargens mit dem Titel:
"Psychotherapeutische Arbeit - was wirkt? Perspektiven und Geschichten der Beteiligten" Januar 2005

Zuerst die Fallschilderung der Therapeuten - dann die der Klienten.
Und siehe da: man wundert sich- sind das dieselben Fälle? Ich erlebe es auch so wie Sie, dass vieles dann (gewollt oder ungewollt) so publiziert wird, dass es in die eigene Theorie passt.
 
Aber auch die Fall-Schilderungen in den Supervisionen sind ganz unwillkürlich die der eigenen Fach- und Privat-Wirklichkeit der KollegInnen. Oft liegt das Problem, dass es nicht weitergeht, schon in deren Einordnungen, Diagnosen und Konstrukten. Und was die Klienten sagen würden, hat nichts mit dem zu tun. Da hilft manchmal schon der einfache Perspektivenschwenk: Wie würde die Klientin die Situation beschreiben?
Ich bemerke in der Supervision auch typische Probleme einer VT-Therapie, TP-Therapie, auch Hypnotherapie und die mehr mit dem Modellverständnis zu tun haben als mit dem Klienten. Und dann natürlich mit dem Therapeuten persönlich: neben seines (oft nur eines!) gelernten Modells, seiner Toolverliebtheit, seiner eigenen Persönlichkeit, seiner Erfahrungen usw. Wie sehr stellen wir uns auf den Klienten ein, rahmen seine Entwicklung, statt ihn verändern zu wollen.

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Weiterlesen: Fallbeispiele in Veröffentlichungen (28.01.2015)

Mobbing - 15-jährige Schülerin (13.01.2015)

Anne M. Lang zum Thema "Mobbing - 15-jährige Schülerin

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das hört sich danach an, dass die Situation zu erweitern ist und dass es wichtig wäre,

1. weniger mit personalen Interventionen vorzugehen als die Situation systemisch zu betrachten und hypnosystemisch zu intervenieren bzw. familientherapeutisch. Ihre Interventionen bleiben personal, auch wenn sie die Mutter und die Lehrerin befragt haben, da es immer nur um das Problem der Tochter geht.
2. dass eine suggestiv hilfreiche Auftragsklärung zu erarbeiten ist. Dies auch systemisch, was hieße, dass die Eltern den Auftrag auch für sich selbst beantworten.
3. Systemisches Denken und Intervenieren macht immer dann Sinn, wenn sich personal bezogen nichts tut und die starke Vernetzung mit anderen vorhanden ist. Bei Kindern und Jugendlichen also (fast) immer.

Jetzt Spezieller:

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Weiterlesen: Mobbing - 15-jährige Schülerin (13.01.2015)

Diebstahl geistigen Eigentums (15.12.2014)

Anne M. Lang zum Thema "Diebstahl geistigen Eigentums - Aufgreifen von Ideen oder nicht"

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Dennoch gibt es neben diesen groben Kopien natürlich auch viel Subtileres im Seminargeschäft.
Z.B.
Wenn ich in meinen vielen Seminaren etwas gut auf den Punkt bringe mit einem Satz, einer Beschreibung, einer Metapher, einer Didaktik habe ich lange daran gearbeitet. Es entstand durch Anliegen, Nachfragen der Teilnehmern (aber auch der von Patienten), durch Seminar-Vorbereitungen, Nachbereitungen, insgesamt durch vielseitige Beschäftigungen damit.

Wenn ich dann etwas Markantes wenig später von Teilnehmern oder Kollegen höre, ist es dennoch schon vorgekommen, dass ich mich dann fragte, lag das einfach in der Luft, war die Zeit dafür reif.
Wenn ich aber weiß, dass da einfach jemand etwas übernimmt, dann denke ich: das, was dahinterliegt, kann ja nicht übernommen werden und das ist ja viel mehr, nämlich der ganze Prozess.
Andererseits ist es natürlich so, dass wir heute als Lehrende u. U. auch durch jahrelange Beschäftigung Dinge anders auf den Punkt bringen und einordnen können als zu Beginn der Hypnotherapie oder Systemischen Therapie, VT oder TP u.a. Und davon profitieren natürlich die Teilnehmer. Sie kennen ja dann eben nur unseren Entwicklungsstand und nicht, wie sich dieser ereignet hat. Diesen Prozess aber will ich gerade nicht missen und darin liegt für mich die Erfahrung und meine Lust an der Sache.

Heute lernen wir Psychotherapie schneller, aber manchmal auch ohne Prozess und tiefere Beschäftigung. Das finde ich übrigens schade und flacher.
Dann gibt es aber auch Markantes und gut Erarbeitetes an und in Seminar- und Workshopthemen, das nicht aufgegriffen wird und das keine Plagiatabnehmer hat. Auch das ist interessant: Woran orientiert sich der Mainstream und worum kümmert er sich eben nicht? Wer prägt, wie so was geschieht? Das interessiert mich ebenfalls.
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Weiterlesen: Diebstahl geistigen Eigentums (15.12.2014)

13-jähriger Bettnässer (17.09.2014)

Anne M. Lang zum Thema "13-jähriger Bettnässer"

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Systemisch ist eben keine Methode, sondern ein Verfahren mit eigenem Hintergrund, das gelernt sein will.
Als solches ist es sogar für diese Störungen im Kinder und Jugendalter wissenschaftlich anerkannt.
Systemische Therapie erklärt Störungen entstehend aus der bezogenen Interaktion und Kommunikation -  im dem um das Problem herum entstehende Beziehungs-System. Insofern bietet sie sich gerade an, wenn Sie mit Störungen bei Kindern und Jugendlichen arbeiten, da diese Störungen ja im relevanten System der Familie unweigerlich wirken und worauf von den Eltern reagiert wird.
Man kann nicht n i c h t reagieren in einer Familie zumal bei einem Symptom eines Kindes.
Das aber kann eine "Falle" werden, da es ja mit zusätzlicher Fokussierung, Beachtung, Hilfsangeboten oder Verboten usw. zu tun hat. Nicht zu Unrecht heißt die Kindertherapieweiterbildung der MEG: "Hypnotherapeutische und Systemische Konzepte"

Nun zum Fall:
Sie merken ja auch, dass sich die Eltern angesprochen fühlen und zuständig fühlen und natürlich auch zuständig sind. Schlimm wäre, wenn nicht. Aber wie hilfreich? Und was verändert sich dann in der Interaktion?
Es ist also  gerade  eine mögliche systemische Intervention z.B. die Symptombewältigung in die Verantwortung des Kindes zu legen. Und dann wird das - wie Sie es erlebt haben- klassischerweise missverstanden, weil es im System ungewohnt ist. Gerade aber: immer, wenn es nicht so einfach geht, wäre an systemische Therapie zu denken. Da kann sich zeigen, dass die Fokussierungen und Kommunikationen der relevanten Anderen das Phänomen mit erschaffen und aufrechterhalten.
 
Hypno-systemisches bringt dann in dieses System die Beachtung der Suggestionen mit ein.
Die des Jungen, die der Eltern, die des Systems und auch diejenigen, die durch die Therapeutin hineinkommen.
Mit der Bilder-Intervention verbinden Sie ja selbst auch schon therapeutische Hypothesen (Suggestionen).
Jetzt fragen Sie weiter, was den Mitlesern zu den Geschichten einfällt.
Dann wären das dann die Suggestionen dieser mitlesenden Therapeuten, sogar ohne Patientenkontakt.
Fragen Sie doch den Jungen selbst, fragen sie die Eltern, was sie mit den Bildern verbinden.
Fragen Sie durchaus suggestiv: Was können die Bilder zeigen, w i e das Problem sich auflösen w i r d?
Was ist dafür notwendig zu tun und was zu lassen?

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Weiterlesen: 13-jähriger Bettnässer (17.09.2014)

Tranceinduktionen (01.08.2014)

Anne M. Lang zum Thema "Tranceinduktionen"

Formale Tranceinduktionen sind kontextspezifisch zu sehen und gehören in einen Behandlungskontext, wie ihn die Medizin oder die Psychotherapie hat. Hier aber sind sie in schwierigen Situationen sehr hilfreich, um in intensivem Kontakt therapeutisch markiert zu arbeiten oder einen schon suggestiv besetzten Kontext (Medizin) günstig zu beeinflussen. Das ist eine andere Tranceanwendung als die Trancen durch indirekte Kommunikation und Worte, obwohl diese ja immer dazu kommt.
 
Induktionen beschäftigen sich immer mit der Erfahrung von zunehmender Unwillkürlichkeit und müssen entsprechend erfahren angeleitet werden. Induktionen sind Unwillkürlichkeits-Erfahrungen:

• sehr viele sind an den Händen angesiedelt (z. B. Ernest Rossi, ideomotorische Fingerzeichen, Empfindungsänderungen)
• an Motorik allgemein, weil sie am besten bemerkbar ist - besser als z. B. mentale Umschaltungsphänomene (z. B. Regungslosigkeit, Handlevitation mit allen Varianten, Zauberhand, Handschuhanästhesie usw.)
• an entstehender Unwillkürlichkeit durch Fixierungen auf Empfindung (hier ist der Tastsinn, also Anfassen, die Hand heben, ausgesprochen wirkungsvoll und schnell. Ohne Anfassen geht es schnell kaum, daher die Notwendigkeit des Behandlungskontextes)
• über Zählinduktionen mit allen Varianten (Farben, regelmäßige, unregelmäßige Zahlen, rauf/runter zählen, 10 oder 100 usw.) • intensive Induktionen sind gemischte Induktionen, d. h. Zählinduktionsteil plus/parallel Fixierungsinduktion plus/parallel Ideomotorik usw.
• Induktionen, die körperliche Prozesse nutzen (Kohnstamm, Atem, Optik usw.), wie man sie bei längerem Prozedere in der Medizin braucht
• Wenn man die Prinzipien verstanden hat,  kann man selbst Induktionen erfinden. Z. B. vertraute Dinge, wie z. B. die Armbanduhr ausblenden und einblenden usw.

Mir ist es dabei immer wichtig, dass es eben nicht um die Induktion isoliert geht. Wir sind keine Handwerker, die mit Objekten arbeiten. Es geht um die verantwortliche Arbeit mit Menschen und hier um die Gesamtsituation, die sich zusammensetzt aus Kontext, KlientIn, Behandlerin und dem gemeinsam gestalteten System.

Weiterlesen: Tranceinduktionen (01.08.2014)

Junger Mann, der noch "Jungfrau" ist (23.07.2014)

Anne M. Lang zum Thema "Junger Mann, der noch Jungfrau ist"

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Offensichtlich hat er noch eine andere Ressource, nämlich, sich die anderen sexuell vom Leib zu halten.
Und wofür das? Seiten/ Anteile/Ambivalenzen.
Alle diese Erkundungsinterventionen sollen die Licht ins Dunkel bringen?
u.a. auch Wieso kommt er jetzt nach 28 Jahren? Ziel/Auftrag?? Skalierung der Erregung um einen Anhaltspunkt zu haben usw.
Ich liebe auch unkonventionelle Fragen: Ist es schon zu spät, was denkt er? Wie schätzt er die Verbreitung seines Problems bzw. des Erregungspegels ( okay, phasenweise) oder die Ausübung von „Geschlechtsverkehr“ anderer Behinderter realistisch ein?
Was also ist genau der Punkt, um den es ihm geht. Das heißt was genau sollte anders sein?
In den Antworten darauf lernt man seinen Klienten kennen und daraus entwickeln sich wieder Angebote.
Weiterhin:
Geschlechtsverkehr ist ein sozialer (systemischer) Akt, Erotisches Empfinden- auch da gehören zwei dazu.
Wie genau ist das bei ihm- wann hört was auf- was fängt dann an, wer wann was usw.
Erregung ist ein unwillkürliches Geschehen (kann hypnotisch beeinflusst werden,  dazu u.a. die Geschichten-Angebote), allerdings wäre vorher ein psychotherapeutisch aufbereitetes Setting dafür hilfreich.
Insgesamt würde ich viel mehr erkunden. (Werde "Erkunden als wichtige Intervention" als meinen nächsten Jahrestagungsworkshop einreichen) So was interessiert mich und im Erkunden lerne nicht nur ich den Klienten als Menschen kennen und in seinem System verstehen, sondern er sich selbst auch. Zusammen gehen wir in den systemischen Therapieprozess. Was wird da jeweils aufgegriffen und genutzt?

 

Weiterlesen: Junger Mann, der noch "Jungfrau" ist (23.07.2014)

Therapieausbildung, Approbation, Hypnotherapie (20.05.2014)

Anne M. Lang zum Thema "Therapieausbildung, Approbation, Hypnotherapie"

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Hypnotherapie ist vom Wissenschaftlichen Beirat (www.wbpsychotherapie.de) nicht als Verfahren (wie VT, TP, ST, GT) anerkannt, sondern als Methodik für einige Indikationsbereiche (dort nachlesbar). Die MEG vergibt ja ihr Zertifikat "Klinische Hypnose MEG"/ Hypnotherapeutin an psycholog. u. ärztl. PsychotherapeutInnen, die zuvor eine Psychotherapieausbildung gemacht haben. Da diese Psychotherapieausbildung aus praktischen Erwägungen meist VT ist oder TP ist, sind diese die "Heimatverfahren", in die die Hypnotherapie meist dann als "Intervention integriert" wird. 

Ich denke dennoch, dass es eine eigenständige Hypnotherapie als psychotherapeutisches Verfahren gibt.

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Weiterlesen: Therapieausbildung, Approbation, Hypnotherapie (20.05.2014)

Reden allein hilft nicht (06.05.2014)

Anne M. Lang zum Thema "Reden allein hilft nicht"

In allem Respekt vor der bevorstehenden Tagung "Reden allein hilft nicht" möchte ich anmerken, dass ich den Titel agitatorisch und suggestiv interessant finde. Das täuscht aber nicht über Folgendes hinweg:
Natürlich hilft Reden allein nicht - welcher Psychotherapeut würde seine Arbeit "Reden" nennen- , sondern es geht um "psychotherapeutisches Reden" bzw. besser: komplexe Psychotherapie-Kommunikation.
Das heißt: wie, was, worüber, auf welcher Bühne, in welchem Kontext, zu welcher Therapiephase, bei welcher Situation, bei welcher Symptomatik, bei welchem Klienten, bei welchem Therapiemodell, bei welcher Reflexion des Systems, bei welcher Therapiebeziehung, bei welchem Auftrag, bei welchem Therapieziel, bei welcher Authentizität, bei welchen analogen, nonverbalen Angeboten, implizit Suggestivem und Veranschaulichtem und und und...

Insofern kann man mit Recht sagen: Klopfen allein hilft nicht oder EMDR oder XY allein hilft natürlich nicht.
Es sollte zudem ernsthaft reflektiert werden, die Idee von Agieren/Intervenieren über fundierte psychotherapeutische Kommunikation zu stellen. Diese will gelernt sein und ist eben nicht zu ersetzen.

...

Weiterlesen: Reden allein hilft nicht (06.05.2014)

Hypnosystemik für Einsteiger? (22.04.2014)

Anne M. Lang zum Thema "Hypnosystemik für Einsteiger"

"Hypnosystemisch" zu erläutern ist äußert anspruchsvoll. Da sollte man systemische Epistemologie und Hypnosuggestives zusammenbringen können. Das fällt schon jeweils für sich schwer. Es fehlen Fachbücher dazu für Fachleute und für Laien, umso mehr für die Klammer von beidem. Diese Klammer Hypno- und Systemisch, die so gut passt, ist m. E. in einem Fachbuch noch nicht gut gefasst worden. In Seminaren lehre ich sie schon.
Zum Systemischen fällt einem natürlich das "Lehrbuch zum Systemischen" von Arist von Schlippe ein.
Zum Hypnosuggestiven fällt mir kein Grundlagenbuch ein. Ich empfehle Fachleuten gern "Hoffnung und Resilienz" von Weinspach/Short. Halte es aber für Laien für nicht so geeignet. 
Haben Sie schon mal an die Bücher von Paul Watzlawick gedacht? Bin jetzt nicht im Institut an meinem Bücherschrank, aber empfehle: 
-"Kurzzeitherapie und Wirklichkeit",  Watzlawick, Nardonne, Piper Taschenbuch 
-"Wenn du mich wirklich liebtest, würdest du gern Knoblauch essen- über das Glück und die Wirklichkeit", Watzlawick, Piper
-"Wie wirklich ist die Wirklichkeit?" Watzlawick, Piper

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Hypnosystemische Geburtsvorbereitung / sexueller Missbrauch (17.02.2014))

Anne M. Lang zum Thema "Hypnosystemische Geburtsvorbereitung / sexueller Missbrauch"

"Ekel" - welcher Ekel? - Es ist nicht derselbe Ekel!
Berechtigter Ekel von damals und jetzt eine ganz andere Situation! Eine, die über dem Ekel steht oder ganz anders ist. Ich würde keinesfalls den Ekel auch noch personalisieren! Eher andere Emfindungen: Was ihr zur Seite stehen kann.
Wie hat sie schon selbst neue Situationen mit ihrem Geschlecht verbunden z.B. beim Liebesakt, aus dem das Kind entstand?
Hat sie da auch schon erfahren, dass die Trance dabei die ganze Situation verändert?
Was aber ist für Sie mit der neuen Situation "Geburt" verbunden?
Manchmal ist es so, dass man es erst in der Situation selbst weiß, was dann für ein Gefühl entsteht.
Was kann sie schon davon ahnen, was bei der Geburt ihres Kindes an Gefühl entsteht.

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Wingwave-Methode (15.04.2014)

Anne M. Lang zum Thema "Wingwave-Methode"

Ich finde immer wieder überraschend, welche Formen sich aus altbekannten Prinzipien entwickeln und dann als neue Wundertools erscheinen und Fachleuten gegenüber neu vermarktet und verkauft werden können, ohne sich auf diese Grundprinzipien und Haltungen zu beziehen.  U.U. grenzen sie sich sogar davon ab bzw. Fachleute erkennen die Zusammenhänge nicht, weil sie zu toolorientiert sind. Dann öffnen sich diese neuen Methoden auch noch dem ganzen Dienstleistungs-Markt, was der Sache auch nicht gut tut. 
Die Prinzipien beider Methoden sind die alten Diissoziations- und Assoziationsprinzipien, die in einem hypnotisch fokussierten, die Sinneswahrnehmungen einbeziehenden Ritual verwirklicht werden. Wer das beherzigt und grundlegend gelernt hat, kann sie schon.
Wichtig wäre für Fachleute, die grundlegenden Zusammenhänge immer mit zu wissen, sonst wird das unprofessionell und man verstärkt den Patientenglauben an gewünschte Wundermittelchen statt an sich selbst und das, was Menschen sowieso schon gut können und wieder in Psychotherapie/Hypnotherapie erfahren können.

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"Kleine Schritte" für 13-jährigen Sportler (16.12.2013)

Anne M. Lang zum Thema "Kleine Schritte" für 13-jährigen Sportler"

"Welche Geschichte?" - das wird zur beliebten Mailing- Hypno-Interventions-Anfrage! Interessanterweise aber ist der Junge selbst von einer Geschichte fasziniert: der chinesische Weltmeister. Sie scheinen die nicht zu mögen :). Was daran fasziniert ihn aber? Was kann er übertragen und was sollte er für sich modifizieren? Wie ist dieser Chinese mit Widrigkeiten umgegangen, weiß er davon, mit welchen Schwierigkeiten dessen Weg gepflastert war und wie er die überwand? Darüber kann man doch ausgiebig diskutieren und so Leerstellen füllen. Wenn ich die Mail lese, fallen mir auch andere Hypno-Möglichkeiten ein: Ich finde gut, wie Sie wahrnehmen, wie er mit seiner Aufmerksamkeit im Außen ist. Aber er ist ja auch im Innen. Wie kann man sein Innen nutzen und noch mehr erkunden: Wie will er es auf seine Art schaffen? Wie macht er das realistisch? Konkret, was hat er für Strategien für jeweils schwierige Situationen? Wie können Sie seine Vorstellung der wöchentlichen Termine nutzen und wie kann er das Geld dafür aufbringen? Ihn so zu befragen, behandelt ihn schon als Selbstverantwortlichen, das ist eine starke Implikation. Ich lese also viel Verwertbares, was zu nutzen wäre, gemäß: Erickson: "Nicht reintun- Heben".

 

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Geschichte zum Nicht-Perfekt-sein-müssen (15.12.2013)

Anne M. Lang zum Thema "Geschichte zum Nicht-Perfekt-sein–müssen"

Zu Ihrem Bericht fällt mir zunächst ein, dass wir ja in der Therapie ständig Hin- und Hergehen zwischen Engagement in Empathie, also "Verstehen im empathischen Sinne" und Engagement in hilfreich-fordernder Klärung/Erkundung und "Nichtbesserwissen bzw. Nichtverstehen im inhaltlichen Sinne". Klärungen/Erkundungen ermöglichen der Pat, selbst Vorstellungen zu entwickeln wie es sein sollte. Wie wäre es genau besser? Wie kann man sich das schon vorstellen? Und damit suggestiv schon beginnen. Beides sind Zutaten, die zum Gelingen wichtig sind. Ihr Bericht zeigt für mich eine hohe Empathie Ihrerseits und Ihren eigenen Einsatzwillen. Leerstelle ist für mich noch die andere Seite der Erkundung der Pat. und des Hinleitens zur Vorstellung der Pat. Ihr zu ermöglichen, zu erfinden, wie sie denn in Konkurrenzsituationen - sie mit ihrem Kind- anders umgehen möchte? Sie fragen in der Liste nach neuem Input, den einer Geschichte. Welche gute Geschichte fällt der Pat. selbst dazu ein? Wie könnte es eine diesbezüglich von ihr bewunderte Mutter machen? Hat die Pat. schon Vorstellungen, wie sie es sich überhaupt wünscht? Offensichtlich kann die Mutter das schon.  Wie findet sie das? Wir sollten aufpassen, dass wir unseren eigenen Erfindungen nicht hypnotisiert werden, hier z.B. vom ge-/erfundenen Glaubenssatz: "Perfektion als Anerkennungsvoraussetzung". Wieviel Bedeutung hat der noch für Sie Frau...? Wie ist denn der andere Film? Das kann die Therapeutin ja nicht wissen und fragt an dieser Stelle wirklich offen. Ihre Mail zeigt für mich auch das Wahrnehmen von Hypno und Suggestionen, also nutzen sie diese auch in der Therapie. Zudem ist natürlich die Pat. darin anzuerkennen, was sie schon erreicht hat durch: Schicksal (Kind ist gesund), Glück, eigenes Zutun, Therapie?

 

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Patient mit extremen Destruktionsfantasien (27.11.2013)

Anne M. Lang zum Thema "Patient mit extremen Destruktionsfantasien"

Wie Ihre Mail in ihrer langen Ausführungen zeigt, wirkt die Suche nach dem "Warum" selbst  hypnotisch. Sie ändert gar nichts, hat aber fast etwas Voyeuristisches und die Implikation: so „IST“ es und schwer veränderbar. So wird mit einer Erklärungssuche das Vorliegende massiv suggestiv gestärkt. Erklärungshypothesen sind Suggestionen. Die Erklärungen des Patienten wären vielleicht noch wichtig, um seine damit verbundenen Glaubensannahmen zu diskutieren und aufzuweichen. 
Gemeinsame Erklärungssuche bringt keine Entwicklung, sondern der Therapeut geht mit in die Trance rein. Aber: Was will denn der Patient bei Ihnen? (Ist er dazu therapeutisch befragt worden?- Weiß er das?- Benennt er das?). Mit wie viel Motivation bzw. Leidensdruck? (Ist er dazu befragt worden?- Stellt er sich dieser Frage?- Wird die Antwort ernst genommen?). Wie sieht die Vision aus, wohin will er? (Ist dies hypnotherapeutisch ausgebaut worden?- Kritisch beleuchtet worden?- Ein Weg dahin angedacht worden?). Was kann dabei Hypnose bewirken? (Was sagen Sie? Was der Patient?)

 

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Schuld und Schmerz (26.09.2013)

Anne M. Lang zum Thema "Schuld und Schmerz"

Wie kann es denn ein "Konzept" geben, "sich zu vergeben"? Ich verstehe trotzdem Ihre Anfrage. Ich bin auch sicher, dass die Einfälle der MitleserInnen bestimmt kreative Anregungen für Sie ergeben. Insofern ist es natürlich wirklich hilfreich, sich an die Liste zu wenden. Dies vor allem aber für S i e und I h r e professionelle Sicherheit. Der P a t i e n t aber braucht etwas anderes, nämlich seine eigene Entwicklung. Ich möchte mal wieder Folgendes diskutieren, was mir als Lehrende oft in den Seminaren und Supervisionen begegnet. Ich denke: Wenn wir mit Menschen arbeiten, gibt es keine Rezepte, nicht die  "Man-nehme-Intervention". Was machen wir aber sonst als PsychotherapeutInnen? Mich würde interessieren: Was ist das für ein Mann? Sie wissen sicherlich darüber mehr als Sie hier schreiben. In diesem Erkunden fängt doch die therapeutische Kunst an. In diesem Erkunden fängt es doch an, dass die Interventionen aus dem sich daraus Ergebenden wie von selbst erwachsen. Also viele Fragen bzw. Frageinterventionen: Wie/Wodurch ist er auf die Schuldidee gekommen? Seit wann? Wieso jetzt? Wie sieht er seine Entwicklung, seinen Prozess? (Menschen denken nicht in Prozessen und vergessen später die Situation von früher und verurteilen sich dafür) Wie steht er heute zu dem, wie er früher agiert hat? Hat er Verständnis dafür? Wofür war das damals eine Reaktion, ein Lösungsversuch? eine Strategie? Was denkt er wie er diese Frage in der jetzigen Situation nutzen kann? (Lebensrückblick)usw. und weitere Fragen: Was ist das Besondere dieses Menschen? Wie wird er sich selbst antworten? Wie wird er die Situation für sich angehen? Was sagt er? Was sagen Freunde, die ihn kennen und mögen? Man sieht: Ohne Patient/Mensch keine weitere Interaktion, die zur Therapie und zu deren Interventionen und Entwicklungen führt. Und das ist dann die eigentliche Psychotherapie!

 

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Depression und Nebensymptome (24.08.2012)

Anne M. Lang zum Thema "Depression und Nebensymptome"

Meines Erachtens geht es nicht um neue Interventionen (also mehr davon), sondern darum, die wirksame psychotherapeutische Qualität in einem psychotherapeutisch-hypnotherapeutischen Prozess zu entwickeln. Alle beschriebenen Module Ihres letzten Abschnittes gehören dazu. Sie sind aber nicht als Interventionen abzuarbeiten, sondern gerade auch in einer Kurzzeittherapie eben in einen solchen psychotherapeutischen Prozess einzubetten. Daher: Nochmal dahin zurück und zu dem was sich/sie alles getan hat. Psychotherapie ist immer mehr als Interventionen, bedarf einer grundlegenden Psychotherapie-Ausbildung und begleitende Supervision, gerade auch bei Hypnotherapie.

 

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Therapeutensuche Trauma (28.08.2013)

Anne M. Lang zum Thema "Therapeutensuche Trauma"

Ihr Fall hat mich berührt in mehrerlei Hinsicht.
Er zeigt auf, womit wir es psychotherapeutisch bei chronifizierten schweren Fallsituationen zu tun haben: 
Viele Aspekte spielen alle in solchen existentiellen Situationen in der Psychotherapie mit und sollten berücksichtigt werden:

1. Was das Leben für Geschichten schreibt! Da gibt es ja den Fakt des abgebrannten Hauses mit allem usw.
...Und eine 15Jährige hat nur eine Kerze brennen lassen und was alles daraus geschah! (Auch objektiv ein Horrorfilm.)
2. Wie Menschen dann mit diesen Schicksalen umgehen, wie sie sie verarbeiten können- verständlicherweise, nachvollziehbarer Weise schwer (Wie kann man das verarbeiten und mit welcher Hilfe? Wann ist es verarbeitet oder wie findet man seine Position dazu?)
3. Die Helfer: wie sie sich bemühen aus ihrer Perspektive: Wie sie sich angemessen ankoppeln können und dennoch neue hilfreiche! Angebote einbringen.
Wie sie auch Ihren Modellen und Hypothesen unterliegen. (Wie helfen oder behindern Modelle für diese Situation?)
4. Es geht nicht nur um eine Geschichte, es entwickelte sich daraus ein weiteres Leben und ein weiterer Prozess mit anderen weiteren Geschichten.
Welche Foki werden hypnotrancemäßig gewählt, welche ausgeblendet. Wie wird die Geschichte fortgeschrieben und wie in eine gewünschte Zukunft?
5. Die sonstigen Anderen: in der Schilderung wird nur die Person beschrieben.
Was ist mit den Eltern, der Familie, den Leuten der Umgebung, damals gab es auch Lehrer. Wie ist diese Umwelt damit umgegangen, Wie gehen sie heute damit um. Sie ist 33 Jahre- wie geht ihr Bekannten-, Freundeskreis?, Ihr Beziehungspartner?, ihre Familie heute damit um?
6. Es gibt ja auch eine heutige Situation - wie sieht die denn aus? Was ist Sie für eine 33Jährige, beruflich, privat, gesundheitlich usw.
7. Als psychologische Psychotherapeutin und Hypnotherapeutin habe ich in diesen Fällen immer Empathie mit dem Menschen. Das heißt aber nicht - wie meist gleichgesetzt wird Empathie mit der Problemtrance. Das heißt Empathie mit dem, was im Menschen nach Bewältigung und Hilfe sucht. Und dafür suche ich gerade Kontakt mit den Besonderheiten und Ressourcen dieser Situation, dieses Menschen, seinen Fähigkeiten und dem, was heutzutage dazu weiter entstehen kann. Ich erkunde in psychotherapeutischen Frageinterventionen. Meine Haltung dahinter ist normalisierend und die individuelle Person stärkend. Ich fordere Ihre Mitarbeit dadurch, dass sie diese erkundenden Fragen wirken lässt und Antworten findet.

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Interventionen bei Erschöpfung/ Burn-out (15.04.2012)

Anne M. Lang zum Thema "Interventionen bei Erschöpfung/ Burn-out"

Für eine Psychotherapie - und Hypnotherapie ist Psychotherapie -  reichen mir die alleinigen Angaben der vielen Symptome und des Alters nicht. Damit kann man organmedizinische Hypothesen erstellen - was ja gerade auch passiert -  hat aber keine Voraussetzung, um eine Psychotherapie zu beginnen. Was also braucht man, um mit einer Patientin in eine Psychotherapie zu gehen? u.a.: Wie kommt Sie her, d.h. mit welchen Erwartungen, Vorerfahrungen, Vorabklärungen d.h. Suggestionen? Warum gerade jetzt, d.h. motivationaler bedeutsamer Anlass? Wie kommen wir in Kontakt in der Sitzung d.h. welche Interventionen entstehen daraus und wie entsteht notwendiger Rapport? Was will sie in der Psychotherapie? Wozu? Wofür? d.h. ihr Einsatz für Entwicklung? Wer ist im Problemsystem beteiligt d.h. systemische nicht direkt auftretende Elemente? Wenn es ihr rein um die Symptomatik geht, warum wählt sie Psychotherapie? (Ich nehme an, alles Organmedizinische ist schon ohne Befund abgeklärt) Usw., soweit nur ganz kurz auszugsweise.......... d.h. hier beginnt ein vielfältiger Prozess, der von Respekt, Neugierde, Erweiterung an der Person mit ihrer besonderen Selbstorganisation geprägt ist. So entsteht ein gemeinsames therapeutisches System, das Entwicklung und Symptomauflösung bringt. Hypnotherapie bringt dabei die Haltung, den Umgang mit Vorstellungen, Einstellungen, Sprache, Kommunikation, individuellen Möglichkeiten und das respektvolle Wissen um die individuellen unvorhersehbaren Wege ein. Von all dem wissen wir aber nichts aus zwei Zeilen Angaben über Symptome.

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Hypochondrie (26.02.12)

Anne M. Lang zum Thema "Hypochondrie"

Meine Erfahrung ist, dass wir wirkungsloser werden, wenn wir für den Klienten zu sehr etwas wollen bzw. wollen, dass er bestimmtes nicht mehr macht.

Natürlich entspricht das dem System einer Behandlung, indem wir als Behandler dazugehören und therapeutisch etwas wollen sollen. Und das auch noch mit Hypnose!!!

Aber dann hören wir in der Sitzung nur die eine Seite des Pat., die sich ja zur Psychotherapie gemeldet hat und etwas verändern will. Hypnotisch interessant wäre all das zu erforschen/erkunden, was auch noch im Spiel ist und vor allem das, was entstehen kann. Da können wir in unserem Psychotherapie-Kontext auch duldsamer sein als die ärztlichen Kollegen, die ja schnell im Druck stehen, eine Maßnahme anbieten zu müssen. Progressives Erkunden bezieht sich dann auch auf das, was sich im komplexen Zusammen insgesamt dann im Leben auch anders organisieren würde:

Haltungen, Lebenseinstellungen, Kontakte, Beziehungen, konkrete Tagesplanung, Berufstätigkeiten. Ich rede hier aber genau nicht von einem unspezifischem Befragen, sondern von einem neutralen Befragen im Bezug zum gewünschten Zielbereich "Gesundung" oder was der Patient dazu sagen würde "?". Was würde sich also im Zielbereich anders gestalten und ist man da schon darauf vorbereitet? Traut man dem gewachsen zu sein? Wie ginge die Entwicklung dahin und wir würde man dann die Zeit davor für sich verbuchen? Was würde man sagen, hat einem am meisten geholfen?

Also reden wir hypnotisch über den Wunschbereich/Zielbereich über Entwicklungen usw. Und in der Zwischenzeit darf man sich ruhig noch mal untersuchen lassen und Erfahrungen damit machen.

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Konflikt mit der Mutter (24.02.12)

Anne M. Lang zum Thema "Konflikt mit der Mutter"

Was ist an Suggestionen schon in der Schilderung der Klientin, was weiter zu klären ist bevor man sich auf enthaltene Implikationen einlässt?
Hypnose beginnt schon mit dem Setting, da dabei natürlich Suggestionen bzw. unhinterfragte Suggestionen/Erwartungen reinspielen. Also was ist hier das Setting? Psychotherapie? ärztliche Konsultation?
Hypnose entfaltet sich dann in der Art von Vorgehen: geht es um ein "Warum-Ergründen-Fischen im Verborgenen?" oder um ein "Wohin" "Wozu" mit herausgearbeitetem suggestiv wirksamem Ziel"? oder um noch etwas anders bzw. das ist zu besprechen.
Hypnose ist schon im Spiel bei der Aufklärung bzw. dem Seeden von den Möglichkeiten: wie wurde über Hypnose und den Einsatz informiert?
"Jede Hypnose ist Selbsthypnose"- was will die Klientin: was verbirgt sich hinter dem vagen: "dem Thema näher kommen?"
Da Sie schon lange mit Hypnose arbeiten, verstehen Sie sicherlich die Ansatzpunkte meiner Überlegungen, um dann mit diesen Klärungen so den Rahmen für die Arbeit zu schaffen. Das wären zunächst meine Fragen und alles Inhaltliche Weitere würde daran ansetzen.

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Geschichte gesucht für einen Pat., der "vom Leben benachteiligt ist" (21.11.10)

Anne M. Lang zum Thema "Geschichte gesucht für einen Pat., der "vom Leben benachteiligt ist""

Wie verstehen wir unsere Funktion als PsychotherapeutInnen, dass wir mit Tools wie z.B. den von Ihnen genannten: (…kognitive Umstrukturierung, hypnotherapeutische Arbeit mit Ressourcenaktivierung, Symptomverschreibung inklusive Aufsatz "was kann ich tun, damit es mir noch schlechter geht“…)Menschen in ihrem Welt/Wirklichkeitserleben zu verändern glauben zu können? Natürlich wissen wir, dass in gewisser Weise zu denken gesundheitsschädlich ist, dass  negativistische, abwertende, einseitig fokussierende, festhaltende Gedanken nicht gut tun und nur weiter fortsetzen, was wir erlebt haben, dass sie auch nicht unseren breiteren Möglichkeiten entsprechen. Aber .... wir können das nicht rausschneiden wie ein Chirurg. Das können wir auch so den Pat. sagen.
Wir können aber schon einmal eine gewünschte Zukunft vorbereiten im Geist, in der erlebten und gefühlten Vorstellung.
Wir können mit dem Patienten darüber sinnieren: Was schlägt der Pat. vor, wie er selbst so etwas verfestigt Erlebtes verändern kann? 
Was glaubt er – da er sich am besten kennt- was seine Methode da sein wird?
Wie viel Zuversicht hat er dafür? Wir können darüber sinnieren: Was wäre dann anders?
Wir können erkunden, woran würde er den Unterschied merken?
Wir können mit ihm ganzheitlich erkunden: woran würde er merken, dass er beginnt, innerlich anders eingestellt zu sein? Wir können mit ihm in diese vorgestellten Erkundungen gehen und das Hirn produziert währenddessen dazu schon Impulse. Das ist Hypnose „ohne Hypnose“. Dann können wir natürlich auch dazu später ein formales Hypnose-Ritual machen.
Die Inhalte der darin angebotenen Interventionen werden zusammen erarbeitet und im umgeschalteten Zustand angeboten.
Dann kann man auch weiter daraus Selbsthypnose-Arbeit ableiten, die wiederum die Eigenverantwortung stärkt. Was wäre denn SEIN Hauptanliegen dafür aus dem Thema. Usw. Die Kunst liegt m.E. darin, die richtige Ebene der Interventionen zu finden. Oft sind es in schwierigen Fällen auch die Metaebene.
Weiterhin: den Klienten für seinen Prozess mit einbeziehen. Weiterhin: als Therapeutin, Gelassenheit, Engagement und Zuversicht zur Veränderung selbst zu haben und an den Pat. zu glauben, was wiederum suggestiv die Gelassenheit verstärkt und die Zuversicht des Pat. usw. (Vielleicht merken Sie, ich arbeite schon an meinem Thema für Bad Kissingen. Danke für die Anregung durch Ihre Mail, vielleicht hilft Sie auch umgekehrt.) 

 

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Parkinsonerkrankung/ Ablehnung durch Krankenkasse (25.08.2010)

Anne M. Lang zum Thema "Parkinsonerkrankung/ Ablehnung durch Krankenkasse"

Menschen können sich alles Negative vorstellen - das ist doch die Aussage u.a. auch der Hypnotherapie.

Auch für Paul Watzlawick, gefragt am Ende seiner langen Forschungs- und Therapiezeit ist die „Als-Ob-Suggestion“ die stärkste therapeutische Intervention. (Dies beschrieben im Buch von Peter Hain: Das Geheimnis therapeutischer Wirkung)Verstehen Sie bitte allein schon deshalb (ganz zu schweigen von therapeutischer Seriosität und Glaubhaftigkeit vor dem Patienten) meinen entschiedenen fachlichen Einspruch vor diesem Vorschlag! Er wird auch nicht besser dadurch, dass ich weiß, dass das einige Kollegen tun. Wir sollten es bei aller Hilfsbereitschaft lernen, die Settingsbedingungen klar zu stellen.

Weiterlesen: Parkinsonerkrankung/ Ablehnung durch Krankenkasse (25.08.2010)

Anregung zu Arbeit mit Borderline-KlientInnen (20.08.2010)

Anne M. Lang zum Thema "Anregung zu Arbeit mit Borderline-KlientInnen"

Mit fachlichem Genuss habe ich Ihre Mail zum Thema gelesen! Ich kann Ihnen nur voll bei diesen Ihren Ausführungen zustimmen- dies nicht nur für das aktuelle Fallbeispiel, sondern eigentlich für viele Fallbeispiele der Liste:

-Vermeidung einer vorschnellen Etikettierung mit einer psychiatrischen Diagnose als eine wesentliche verantwortliche Aufgabe

-Obacht vor Reinszenierung von Stigmatisierung und dysfunktionaler Rollenidentifikation

-simple Verweise auf "psychische Traumata" als Ursache hilft gerade nicht weiter

-Keineswegs weisen alle dieser Patienten solche Erlebnisse in ihrer Biographie auf und bei den anderen geht es nicht um ein allgemeines immer in gleicher Weise wirksames Trauma sondern um die ganz spezifischen Beziehungsaspekte ihrer Erlebnisse.

-verantwortungsortungsvolle Therapieplanung unter Einbeziehung aller beteiligten Menschen und "Dimensionen".

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Ablehnung durch Krankenkasse Ressourcenorientierung/Pathologieorientierung (24.08.2010)

Anne M. Lang zum Thema "Ablehnung durch Krankenkasse Ressourcenorientierung/Pathologieorientierung"

Natürlich können es sich Patient und Therapeutin intensiv vorstellen, dass die Störung schlimmer ist, dass die Wirklichkeit gedehnt wird ins Negative.
Menschen können sich alles Negative vorstellen- das ist doch die Aussage u.a. auch der Hypnotherapie.
Auch für Paul Watzlawick, gefragt am Ende seiner langen Forschungs- und Therapiezeit ist die „Als-Ob-Suggestion" die stärkste therapeutische Intervention. (Dies beschrieben im Buch von Peter Hain: Das Geheimnis therapeutischer Wirkung)Verstehen Sie bitte allein schon deshalb (ganz zu schweigen von therapeutischer Seriösität und Glaubhaftigkeit vor dem Patienten) meinen entschiedenen fachlichen Einspruch vor diesem Vorschlag!
Er wird auch nicht besser dadurch, dass ich weiß, dass das einige Kollegen tun. Wir sollten es bei aller Hilfsbereitschaft lernen, die Settingsbedingungen klar zu stellen.

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