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Ressourcenerzeugende Psychotherapie / Kurzzeittherapie                                

Ein Schwerpunkt der Institutsarbeit ist die weitere Erforschung und Anwendungspraxis  von Ressourcenerzeugender Psychotherapie.

Wir verstehen darunter ein Psychotherapievorgehen, das zur Bewältigung psychischer Krankheits-bilder vom Be-Handeln wegkommt und hingeht zu einem „Heben (Milton Erickson) der Ressourcen-Kompetenz“ des Patienten. Der Rahmen dafür ist eine verantwortliche approbierte Psychotherapie.

Dabei ist die Therapeutenhaltung konsequent ressourcenorientiert. Das verändert die  Verläufe dieser Psychotherapie entsprechend, die Interventionen und Tools kommen aus dem hypnotherapeutischen, systemisch-konstruktivistischen kurzzeittherapeutischen Hintergrund. Letzteres heißt, dass in solch einem Vorgehen die Patienten anwachsend aktiver am Prozess beteiligt sind, insofern die Psychotherapien individueller sind, die Resilienz dadurch implizit gefördert wird.

Wir arbeiten ressourcenorientiert mit allen psychischen Diagnosen, gerade auch mit solchen, die in standardmäßigen Verfahren nicht angehbar waren.

Es gibt also eine psychologisch verantwortliche Psychotherapie neben der Richtlinien-Psychotherapie (Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologische Verfahren). Hochkompetent in Diagnostik und den Richtlinienverfahren bevorzugen wir als approbierte PsychotherapeutInnen gerade aus dieser langjährigen Erfahrung eine Ressourcenorientierte Psychotherapie.

Da in diesem Vorgehen der/die aktive „PatientIn“ zum Experten für seinen/ihren eigenen Prozess wird, wird er/sie mehr als KlientIn angesprochen. Insofern ist die Psychotherapie keine Krankenbehandlung im direkten Sprachsinne mehr, sondern eine intensive Prozessberatung.

Der Transfer aus der Krankenbehandlung in andere Kontexte mit  gravierenden Problemsituationen ist bei vertiefter Erfahrung, gut  zu leisten. 

 

Dazu bieten wir die folgende kompakte Fortbildung an:

 

Ressourcenerzeugende Psychotherapie AML  

-Was ändert sich, wenn ich ressourcenerzeugende Prämissen einer Psychotherapie zugrunde lege? Anne M. Lang

Ressourcenerzeugung wird hier verstanden als konsequent erwachsend aus einer Philosophie und Psychologie, die sich auf den Umgang mit Komplexität bezieht. Umgesetzt wird das in Konzepten zur Problementstehung und zur Erzeugung von Veränderungsprozessen. Vor allem die Systemik 2ter Ordnung, die Lösungsorientierung und das Vorgehen M. Ericksons bieten dazu methodisch abgeleitete Antworten. Ihre jeweils entwickelten  Interventionen verstärken sich ergänzend. Wenn traditionelle Vorstellungen auf diesem Hintergrund in ihren Implikationen untersucht werden, müssen sie hinsichtlich Einbeziehen und gezieltem Nutzen von Komplexität der Wirklichkeit korrigiert werden. Es einsteht ein Vorgehen, das auf besondere Weise Ressourcen „heben“ kann und diese insbesondere gerade auch neu erzeugt. In der Reihe „Ressourcenerzeugende Beratung DPA“ wird diese Herangehensweise gelehrt sowie ihre direkte Auswirkung auf und in der Beratungspraxis.

Neu: Die Referentin beschäftigt sich seit langem konzeptionell und praktisch mit Ressourcen-erzeugender Veränderungsarbeit und bietet jetzt dieses grundsätzliche Vorgehen hier mit zwei Aufbaumodulen, speziell für den Kontext Psychotherapie an. Die Konzeption und ihre Implikationen werden auf die kontextspezifischen Rahmenbedingungen von Psychotherapie übertragen. Die Module sind auch unabhängig buchbar.

Zielgruppe:

Diplompsychologen, die im Kontext Psychotherapie, sei es in Kliniken oder ambulant arbeiten.

Voraussetzungen:

Absolvieren der Reihe „Ressourcenerzeugende Beratung“ (bitte anklicken), andere Systemische konstruktivistische Aus- bzw. Weiterbildung. Die Module können von Berufsanfängern gebucht werden, sie bieten aber gerade auch erfahrenen Kollegen, die offen für Innovationen sind, überraschende Reflexion.

Didaktik:

Inputs, Demos, Übungen zu vorgestellten und gerne auch von Ihnen mitgebrachten Fällen. Gerade die schwierigen Patienten auch mit chronischen Situationen sind dabei interessant. Ausführliches Handout.

Zertifikat:

Diese Weiterbildung kann mit dem Zertifikat "Ressourcenerzeugende Psychotherapie AML" abgeschlossen werden. Dafür sind zusätzlich 30 Ustd. Gruppen-Supervision zu absolvieren.

 
 
Neuer Termin: Mo/Di 5.-6.12. 2011 

Aufbaumodul:

Ressourcenerzeugende Psychotherapie - Bonner Ressourcen Modell:

Dieses Aufbaumodul gehört als solches zur Reihe „Ressourcenerzeugende Beratung- Bonner Ressourcen Modell und dient hier zur Anwendung im Kontext Psychotherapie.

Es will Haltung und Vorgehen für den traditionell diagnostisch-pathologisch ausgerichteten Kontext Psychotherapie vermitteln. In diesem Kontext ist mit den hier kommunizierten Störungsdiagnosen und Hypothesen umzugehen und mit eingefahrenen Beschwerdebildern und – verhalten. Neben den Patienten selbst bringen hier immer auch Angehörige und Mitbehandler ihre Sichtweise ein und haben Einfluss auf das Therapie-System. Wie schafft man es, der Problemtrance nicht zu unterliegen und in der Therapie gerade diesen Fokus aufzuweichen und zu verschieben? Ressourcenerzeugende Psychotherapie stellt die anderen Fragen und dadurch entstehen andere neue Antworten und ein anderer Prozess. Sie fordert den Patienten, direkt in seine eigene Veränderung zu gehen. Hier ist die Ressourcenerzeugung oftmals ein Mittel eben gerade aus der eingeengten Problemsicht herauszukommen.

Dieses Aufbaumodul  beschäftigt sich auch mit dem Setting Kurzzeittherapie, das sich unmittelbar aus den Prämissen einer Ressourcenerzeugenden Psychotherapie ergibt. Was ist hierfür an Fachwissen zu beachten? Wie verändern sich hier Einstellungen, Rollen, Aufmerksamkeiten und „Aufgaben“ von Psychotherapeuten und Patienten? Wie verändern sich die Bedeutung und der Umgang mit der „Erkrankung“? Was ist zu beachten, dass sie gelingt? Welche Metakompetenzen braucht die ressourcenerzeugende Psychotherapeutin? Welche wichtigen Metakompetenzen sind bei PatientInnen zu fördern und in den Prozess zu bringen. Sie erlernen Methoden nach dem Bonner Ressourcen Model d.h. hypnosystemische Prozessführungskompetenz und Einbeziehen der Patientenressourcen zum eigenen individuellen Weg. Ressourcenerzeugende Psychotherapie ist anders! Sie hat andere Prämissen für ihre Arbeit d.h. zur Erzeugung von Veränderung und dadurch bekommt sie auch andere Prozesse. So entstehen hier andere Psychotherapie-Settings und Psychotherapie-Inhalte. Settings: systemische Einzeltherapie, Paar- und Familientherapie, Gruppen.

Zielgruppe:

Dipl. Psychologen, Psychologische Psychotherapeuten

Diese Aufbaumodule setzen voraus, dass Sie im Bereich Psychotherapie arbeiten oder in einer entsprechenden Ausbildung sind.

 

Akkreditierung
Bei den zuständigen Psychotherapeutenkammern wird die DPA eine Anerkennung von Fortbildungseinheiten (FE) beantragen.

 

 

Ressourcenerzeugende Psychotherapie - Aufbaumodul1: (auf Anfrage)

 

Kontext „Psychotherapie“ und Kurzzeittherapie Anne M. Lang

Inhalte in Stichworten: Selbstverständliche und wenig reflektierte Implikationen des Kontext Psychotherapie. Der Kontext Krankheit und das Krankheitsparadigma. Das Resilienzkonstrukt. Das Behandlungsparadigma und seine Rollenvorgaben. Diagnose als Hypnose. Die Therapeutin als starke Suggestion. Was ändert sich, wenn ich meine Arbeit nicht auf Diagnosen aufbaue. Nachteile und Vorteile für Patienten/Klienten. Therapeuten/ psychotherapeutische Veränderungshelfer.

Was ist Kurzzeittherapie und welche Wirkfaktoren hat sie? Warum Kurzzeittherapie? Klischees und Wirklichkeit. Was sind Ressourcen in der Psychotherapie und wie werden sie gehoben und neu erzeugt.

Das systemische Behandlernetz. Die Psychotherapie als neu andockendes System, in jedem Fall mit Einfluss, aber mit welchem? Iatrogene Fallstricke in der Psychotherapie. Konzept der Kollegen-Supervision versus Konzept der direkten Patienten/Klienten-Supervision in der Sitzung. Die schwierigen Patienten- die schwierigen Therapeuten. Die Klientin als Arbeitende in ihrem Prozess.

Wie erklärt sich Veränderung in der Psychotherapie- wie erklären und erzeugen  Behandlungsmodelle Veränderung und was sind die Implikationen.

Schwierige Therapiesituationen als Implikationen von Modellen. Bedeutung von Inhalt und Prozess bei Veränderung und wichtige softe Variablen wie Motivation, Zuversicht, Einsatz, Hindernisse-anders-nehmen usw. Wie sind diese zu erzeugen. Das UBW als Ressourcenspeicher- wie anregen?

Analoge und digitale Arbeit als wichtige Verankerungen.

Das Bonner Ressourcen Modell als Umsetzung von Prozessarbeit und Schleifenarbeit bzw. Dissoziation und Assoziation bzw. Struktur und Inhalt bzw. Metaebene und Heben von innerem Ressourcenwissen.

Handout zum Modul

 

 Ressourcenerzeugende Psychotherapie -  Aufbaumodul 2: (auf Anfrage)

 

Settings: Gruppe, Paare, Familien, systemische Einzeltherapie Anne M. Lang

Inhalte in Stichworten: Klischees und Wirklichkeit. Wie Ressourcenerzeugende Psychotherapie das Denken über Veränderungsprozesse erweitert. Wie Ressourcenerzeugende Psychotherapie das Vorgehen im Veränderungsprozess spezifiziert. Wie Ressourcenerzeugende Psychotherapie die Settings von Psychotherapie weitet. Wie Ressourcenerzeugende Psychotherapie das Gruppenvorgehen verändern durch  Ausrichtungsarbeit  und Arbeit mit der Aufmerksamkeit. Die Gruppe als Ressource gezielt nutzen. Das Prinzip „Utilisierung“ einsetzen. Settingserweiterungen:

Diese betreffen das Setting in der Sitzung; den Verlauf, die Abstände der Sitzungen, den gesamten Prozess, Prozessanfang, Prozessmitte, Prozessende,  Prozessorientierung und Ausrichtung; Rolle der Beteiligten und Rollenerweiterung; der mentale Behandlungsraum - der äußere Behandlungsraum; Zirkuläre, Systemische und konstruktivistische Muster für Dynamiken; Systemische Dynamiken im Einzelsetting; im Paarsetting, im Familiensetting für zusammenwohnende Familienmitglieder und Kinder, wichtige Freunde und andere Personen des sozialen Systems- Sozialkonstruktivismus; Das System Therapie mit anwesenden und nicht anwesenden relevanten Elementen: vorgetragenes Anliegen, Symptom, Erkrankung, Therapeutin, PatientIn, Kostenträger und sonstiges Behandler-netzwerk usw., ambulante, stationäre Settings, Beratungsstellen usw., Supervision dieses Systems.

Handout zum Modul

 

Literatur:

Paul Watzlawick „Kurzzeittherapie“ Verlag Piper

Günther Bamberger „ Lösungsorientierte Beratung“ Beltz-Verlag

Michael Angermaier „Lösungsorientierte Gruppentherapie – lösungsorientiert statt problemhypnotisiert“ Belz- Verlag

Claudia Weinspach, Dan Short „Hoffnung und Resilienz“ Carl Auer- Verlag