Seminarbeschreibung 

„Trauma oder Drama?“ 5./6. Mai 2006

Ziel der Veranstaltung:

·       Sie reflektieren die Implikationen von Ihren persönlichen Glaubensannahmen und diejenigen Ihres Behandlungsmodells im Hinblick auf traumatische und dramatische Problemsituationen

·       Sie sehen dramatische und traumatische Situationen in systemischer Erweiterung des hervorrufenden, aufrechterhaltenden relevanten Systems (Inneres System, Familien- und Bezugspersonensystem, Behandlersystem)

·       Sie lernen Ihren Patienten in chronischen und akut traumatischen Situationen durch Ressourcenarbeit Unterstützung zur Veränderung bereitzustellen und sie wieder zu neuen Perspektiven zu führen.

·       Sie erfahren die Kombination Systemischen, Ericksonschen und Lösungsorientierten Vorgehens. Dieses stellt auf gleichem theoretischen Hintergrund beruhend verschiedene hilfreiche therapeutische Interventionen zur Zentrierung und Erweiterung zur Verfügung.

Grundlage:

Im Seminar wird gezeigt, wie mit hypno-systemischer Vorgehensweise chronische und akute  dramatische Situationen und Fixierungen von Patientinnen bewältigt werden können. Dabei hilft die Therapeutin den PatientInnen mit engagiertem Vorgehen wieder eigene Selbstwirksamkeit zu erfahren. Welche Ressourcen sind zu nutzen, zu kräftigen und wie ist Resilience wieder herzustellen. Dazu wird ein auf konstruktivistischem Hintergrund beruhendes Vorgehen vorgestellt. Es kombiniert Lösungsorientierte, Systemische und Ericksonsche Verfahren und besteht in der Arbeit mit zentrierende Prozessebene, aber auch ihren erweiternden Schleifen und rahmt die Psychotherapie. Der Titel des Seminars weist darauf hin, dass es kein Trauma per se gibt, sondern dass ein solches im Umgang mit einer überfordernden Situation. Dann haben unsere Vorannahmen und Modellannahmen  als BehandlerInnen genauso Wirkung wie die unserer KlientInnen.

Inhalte:

Liegt eine schwerwiegende chronifizierte Störung vor, wie Zwänge, Ängste, komorbide Störungen oder Psychosomatik, entsteht schnell die Vorstellung, es liege dem ein ebenso schwerwiegendes Trauma zugrunde. Auch um eine schwere Störung zu verhindern, werden in einer akuten traumatischen Situation auch bestimmte Schritte gemacht, bestimmte Behandlungen angeraten. Ein ressourcenorientierter Ansatz verstärkt Resilienzmöglichkeit und arbeitet individuell mit persönlichen Möglichleiten.

In diesem Anwendungsseminar wird ein kombiniertes konstruktivistisches Vorgehen gezeigt aus systemischem, lösungsorientiertem und Ericksonschem Vorgehen. Dieses schaut darauf wie im sozialen Zusammenhang mit Aufmerksamkeit umgegangen wird und dadurch Wirklichkeit entsteht. Dabei bezieht ein systemischer Blick das vorhandene vernetzte Bezugssystems ein, der lösungsorientierte Ansatz sorgt für eine wichtige unterstützende Metaprozessbetrachtung und das Ericksonsche Vorgehen für die Nutzung von  Hypnose – und Trancearbeit mit Tranceritualen, Selbsthypnose und therapeutischer Konversationstrance. Beispiele zeigen dieses Vorgehen auf, werden im Seminar demonstriert und auf eigene Fälle übertragen.

Schwerpunkte:

· Inputs je nach Teilnehmerwunsch

· Praktische Beispiele akuter und chronischer Störungen und ihre Etappen im Therapieprozess

· Einsatz lösungsorientierter, Systemischer und Ericksonscher Methodik in den jeweiligen Etappen

·  Beispiele aus dem Praxisalltag einer Hypnotherapeutin

· Beispiele anhand Ihrer Fallvignetten

· Demonstrationen zu schwierigen Fallsituationen

Referentin:                 Dipl.-Psych. Anne M. Lang,  www.institut-systeme.de. dort unter Personalien

Termin:             05.05.06  14-21 Uhr - 06.05.06:  9-16 Uhr

Ort:                 Milton Erickson Institut Bonn, Venusbergweg 48, 53115 Bonn

Preis:                    220 €  (200 € für M.E.G.-Mitglieder) zzgl. 6 € Tagungshausgebühr

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